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Jabel: Mit der Kamera im Melkstand

Üben für den großen Tag Jabel: Mit der Kamera im Melkstand

Maria Fischer aus Freyenstein holte sich im Landesmelkwettbewerb für Nachwuchslandwirte am 9. März den 3. Platz und qualifizierte sich damit für den Bundeswettbewerb. In der Milchviehanlage in Jabel, wo sie zurzeit zur Landwirtin ausgebildet wird, trainierte sie am Mittwoch das Melken – gemeinsam mit Landessieger Chris-Marvin Schulze aus dem Kreis Teltow-Fläming.

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Der Trainer Hans-Heiner Franke filmt, wie Maria Fischer beim Melken vorgeht.

Quelle: Fotos (2): Björn Wagener

Jabel. Hans-Heiner Franke entgeht nichts. Das Melkgeschirr muss korrekt sitzen, darf keine Luft ziehen. Auch wenn die Melkbecher nicht in der richtigen Reihenfolge an die Zitzen der Kuh angelegt werden, drängt er auf Korrektur und fügt mitunter schon mal an: „Das muss schneller gehen.“ Maria Fischer aus Freyenstein und Chris-Marvin Schulze aus Rädigke (Kreis Teltow-Fläming) stehen gemeinsam mit Hans-Heiner Franke im Melkstand der Milchviehanlage in Jabel. Um den zu erreichen, geht es ein paar Stufen nach unten. So ergibt sich eine optimale Arbeitshöhe am Euter. Auf beiden Seiten des Melkstandes haben jeweils zehn Tiere Platz.

Maria Fischer und Chris-Marvin Schulze legen den Tieren nach und nach die Melkgeschirre an. Die Handgriffe sitzen. Schließlich sind beide keine Anfänger. Der junge Mann gewann am 9. März den Landeswettbewerb für Nachwuchslandwirte im Melken. Maria Fischer holte sich den dritten Platz. Damit qualifizierten sich beide für den Bundesmelkwettbewerb, der vom 24. bis 28. April im bayrischen Achselschwang stattfindet. Um dafür möglichst fit zu sein, legten sie einen Trainingstag in der Milchviehanlage in Jabel ein. „Die technischen Voraussetzungen im Melkstand sind mit denen in Achselschwang vergleichbar“, erklärt Ines Krehl, die Organisatorin des Landesmelkwettbewerbes. Sie begleitet auch die brandenburgischen Teilnehmer in Bayern. „Die Konkurrenz ist hart“, sagt sie.

Deshalb holte sie mit Hans-Heiner Franke aus Sachsen-Anhalt ein Jury-Mitglied beim Bundesmelkwettbewerb nach Jabel. Und der schaute den jungen Landwirten nicht nur über die Schulter, sondern filmte ihren Einsatz auch, um anhand der Aufnahmen Fehler später besser auswerten zu können. „Es gibt noch Reserven“, sagte er nach dem Übungseinsatz. Das richtige Melken vergleicht er mit der Straßenverkehrsordnung. Es gebe viele Wege zum Ziel, aber um beim Bundeswettbewerb erfolgreich zu sein, müssten einheitliche Normen und präzise Handgriffe angewandt werden. „Es beginnt schon mit dem Ansprechen der Tiere. Das heißt nicht, die Kuh mit ’Hallo, ich bin da’ zu begrüßen, sondern mit dem Handrücken einen leichten Kontakt zur ihr herzustellen“, sagt Ines Krehl. Auch müsse darauf geachtet werden, nicht zu grob zu melken. „Und natürlich spielt auch die Sauberkeit eine große Rolle.“

Maria Fischer geht hoffnungsvoll in den Bundeswettbewerb. „Mit einem schlechten Gefühl fahre ich da nicht hin“, sagt die 25-Jährige. Ihre Ausbildung dauert bis 2017. Danach möchte sie weiter bei der Landwirtschaftlichen Produktions- und Dienstleistungsgenossenschaft Biesen arbeiten, zu der die Anlage in Jabel gehört. Sie hat ihr Hobby zum Beruf gemacht und freut sich, dass auch ihr Mann in der Landwirtschaft tätig ist: „Das ist doch optimal.“

Von Björn Wagener

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