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Jägerhilfe im Revier

Rheinsberg Jägerhilfe im Revier

Der Landesjagdverband will mit einem neuen Projekt die Gemeinschaft der Jäger stärken. Junge Jäger greifen Revierinhabern unter die Arme. Im Gegenzug sorgen die Pächter für Verpflegung und stellen ihr Revier für die Jagd zur Verfügung. In Rheinsberg fand jetzt der Probelauf statt.

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Jungjäger bauen eine Ansitzeinrichtung.

Quelle: Tino Erstling

Rheinsberg. Der Schweiß steht ihnen auf der Stirn. Bei Temperaturen von 30 Grad Celsius installieren vier junge Jäger Fledermauskästen im Jagdrevier von Robert Franck.

Im Kiefernhochwald bei Rheinsberg machen sich die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Junge Jäger nützlich. Ziel der Aktion ist es, die Gemeinschaft der Jäger innerhalb des Landesjagdverbands Brandenburg zu stärken.

„Ich bin ja ein Fledermausfreak“, sagt der Rheinsberger Robert Franck. „Und so kam mir die Idee, Kastenquartiere in meinem Jagdrevier installieren zu lassen. Mit den jungen Helfern, 15 Kästen, Werkzeug und Leiter ging es in den Wald. Nach einer kurzen Einweisung brachten Tobias Wagner, Katja Gottwald, Marvin Dreher und Lukas Kopsch die neuen Behausungen an den Bäumen an. Durch die intensive Waldbewirtschaftung gibt es in unseren Wäldern nur noch wenige abgestorbene Bäume, die Fledermäuse gern als Sommerquartiere nutzen. Finden sie tagsüber keinen Unterschlupf, dann verlassen sie die Biotope. Nachtaktive Insekten können sich ungehindert ausbreiten, da es keine Schädlingsvertilger mehr gibt. Auf dem Fledermausberg kümmerten sich die fleißigen Helfer um bereits vorhandene Fledermausquartiere. Sie waren zugewachsen und die Schlitze mussten frei geschnitten werden. Für Robert Franck war der Probelauf der Jungjäger-Hilfe eine gelungene Sache, denn auch das weitere Projekt des Tages – der Bau eines Untergestells für eine Jagdkanzel – war am zeitigen Abend vollbracht.

Auf ihrem Grillplatz – direkt gegenüber des Rheinsberger Schlosses, genießen sie den Abend bei Bratwürsten vom Rost und Kartoffelsalat. Sogar für kulturelle Umrahmung durch die Kammeroper ist gesorgt, denn vom Heckentheater ist die Probenmusik zu hören. Für die jungen Jäger ist der Tag aber noch nicht zu Ende, sie wollen ja schließlich noch jagen gehen, denn alle vier sind im Besitz des Jagdscheins. Nach der Auslosung der Schützenstände geht es für mehr als zwei Stunden in das Revier. Freigegeben sind Böcke der Altersklasse eins und zwei, sowie Dam- und Rotspießer, Schmaltiere und Sauen. Für die Jungjäger war die Jagd erfolgreich, ein verdienter Lohn für ihre fleißige Hilfe.

Der Probelauf des neuen Projektes des Landesjagdverbands ist gelungen , die jungen Jäger und auch Robert Franck sind zufrieden. „Die Fledermauskästen müssen natürlich weiter betreut und ausgewertet werden“, sagt er. „ Dabei wird uns die Naturschutzstation in Zippelsförde helfen.“ Die Einrichtung des Landesumweltamtes kümmert sich landesweit um den Säugetierschutz. „Im nächsten Jahr werden wir dann sehen, ob es was gebracht hat und um welche Arten es sich handelt. Schließlich muss es sich ja erst einmal rumsprechen, dass es dort günstigen Wohnraum gibt.“

Von Cornelia Felsch

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