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Ostprignitz-Ruppin Jahnkes Gastwirtschaft besteht über 170 Jahren
Lokales Ostprignitz-Ruppin Jahnkes Gastwirtschaft besteht über 170 Jahren
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00:17 26.06.2016
Ein Bild aus der guten alten Zeit: Ausschank in der Gastwirtschaft Jahnke um 1950. Am Tresen stehen Erwin Jahnkes Großeltern Erich (2..v.r.) und Erna Jahnke. Quelle: Privat
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Stüdenitz

Gastwirtin Uta Jahnke bereitet vormittags in der Küche das Mittag für die Gäste vor. Die Kartoffeln sind schon geschält und das Mischgemüse köchelt vor sich hin. „Heute gibt es Schnitzel“, sagte Uta Jahnke. Was anderes, als traditionelle Hausmannskost kommt bei der Wirtin nicht auf den Teller. Wie viele Gäste tatsächlich zum Mittag einkehren, weiß Uta Jahnke vorher nie so genau. Ein paar Stammkunden gibt es zwar noch, doch von ihnen allein könnte der Gasthof nicht existieren, sagte sie.

Zumeist sind es Handwerker, die im Dorf zu tun haben oder Durchreisende, die bei Jahnkes Mittag essen. Manchmal ist es gleich eine ganze Busladung voll. Auch Radler, die in der Region eine Rundtour machen, kehren immer wieder gern bei Jahnkes ein. „Es gibt im Umkreis außer uns keine weitere Gaststätte mehr, die täglich offen hat“, erklärte Uta Jahnke.

Erwin und Uta Jahnke führen die Stüdenitzer Gastwirtschaft in der sechsten Generation. Quelle: André Reichel

Noch vor dem ersten Gast kam Erwin Jahnke von der Arbeit. Der 58-Jährige ist Busfahrer und unterstützt seine Frau in seiner Mittagspause und an den Abenden am Tresen und auch in der Küche. In der sechsten Generation betreiben Erwin und Uta Jahnke ihre Gastwirtschaft. In jener Zeit hießen Jahnkes noch Jahnicke. „Der Name wurde Mitte des 19. Jahrhunderts verändert“, berichtete Erwin Jahnke und blättert derweil in einem vergilbten Dokument aus dem Jahre 1843, in dem Erwin Jahnkes Ur-Ur-Ur-Großvater Stephan-Dietrich Jahnicke an dessen Sohn Johann-Christian-Friedrich die Gastwirtschaft überschrieb.

Das heutige Gasthaus entstand nach dem großen Brand im Jahr 1866. Wie der zerstörte Vorgängerbau einmal aussah, ist nicht überliefert. „Im Dorf gibt es noch ein giebelständiges Fachwerkhaus. So ähnlich wird es auch ausgesehen haben“, sagte Erwin Jahnke. Im Jahr 1899 ließ sein Urgroßvater Johann Jahnke den auch heute noch bestehenden Saal anbauen. „Bei ihm standen viele Handwerker in der Kreide und arbeiteten ihre Schulden ab, in dem sie beim Saalbau halfen“, sagte Erwin Jahnke.

Rauschende Feste im Saal gefeiert

Große rauschende Feste wurden in diesem Saal gefeiert. „So berichteten es meine Großeltern“, sagte Gastwirt Jahnke. In den 1930-er Jahren musste aus Platzmangel sogar die damals noch im Saal integrierte Bühne durch einen Anbau verlegt werden. In diesem Zuge wurde auch die Gastwirtschaft umgebaut. Aus dem einstigen Schankraum wurde die Wohnstube und aus zwei Gästezimmern der heutige Raum mit Tresen.

Dass Erwin Jahnkes Vater Werner, Jahrgang 1927, die Gastwirtschaft übernahm, war so eigentlich nicht vorgesehen. Als jüngster von drei Söhnen sollte er eigentlich die Landwirtschaft betreiben, doch die beiden Brüder fielen im Zweiten Weltkrieg. Bis zur politischen Wende arbeitete Werner Jahnke in der Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft des Dorfes. Seine Frau betrieb den Gasthof.

Erwin Jahnke, Jahrgang 1958 ist gelernter Autoschlosser, arbeitet seit 1985 als Busfahrer. Er und seine Frau Uta übernahmen 1994 die Gastwirtschaft in sechster Generation. Ob eine der beiden Töchter einmal nachrückt, hält Erwin Jahnke nicht für ausgeschlossen.

Von André Reichel

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