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Japanisch in Wuthenow

Gäste aus Fernost in der Aikidoschule Japanisch in Wuthenow

Da staunten die Gäste aus Japan nicht schlecht: So fern ihrer Heimat trafen sie einen Meister der japanischen Kampfkunst Aikido und stellten fest, dass dort genauso viel Wert auf Etikette gelegt wird wie in ihrer Heimat. Der Besuch der Aikido-Schule in Wuthenow gehörte zum Jugend-Austauschprogramm.

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Die japanischen Gäste fühlten sich in Wuthenow pudelwohl.

Quelle: Jan Philipp Stoffers

Wuthenow. Zur knappen Verbeugung gesellt sich ein freundliches „Konnichiwa“ hinzu. In Japan schüttelt man keine Hände, das wissen auch die Wuthenower Gastgeber der Abschlussparty des 42. Simultanaustauschs der Deutsch-Japanischen-Sportjugend. Sechs japanische Jugendliche zwischen 16 und 20 Jahren waren drei Wochen zu Gast in Deutschland – davon acht Tage in Neuruppin, betreut vom Kreissportbund Ostprignitz-Ruppin. Zeitgleich waren drei deutsche Teenager in Nippon. Das Austauschprogam, deutschlandweit eines der ältesten, stand in diesem Jahr unter dem Motto „Fairplay“. „Die Jugendlichen haben darüber diskutiert, was Fairplay in unserer und ihrer Gesellschaft, zwischen Männern und Frauen bedeutet“, sagt Thomas Krieglstein. Der Geschäftsführer des Kreissportbundes OPR betreute gemeinsam mit Bernd Gummelt die Besucher aus Fernost. Bei dem Thema lag ein Besuch der Aikido-Schule von Dirk Becker in Wuthenow nah.

„Aikido wird oftmals als Kampfsport fehlinterpretiert. Der Kern dieses Sports ist Gewaltlosigkeit“, so Dirk Becker. Er selbst ist seit rund 20 Jahren in dem Sport aktiv, Besitzt den vierten Dan und kann mehrere Ausbilderscheine vorweisen. In Beckers Dojo in Wuthenow (Dojo bedeutet „der Ort, an dem der Weg geübt wird“) probten die japanischen Gäste, wie ein Angriff verletzungsfrei abzuwehren ist. Dem eigentlichen Training geht eine zeremonielle Eröffnung voran. „Wir verbeugen uns stets voreinander, erweisen uns gegenseitigen Respekt“, so Becker. In Japan wird großen Wert auf Höflichkeit und Etikette gelegt. Die jungen Gäste waren beeindruckt, fernab der Heimat eine Vorführung in der japanischen Kampfkunst zu bekommen und fühlten sich „geehrt“, sagt Aya Kawai. Die Dolmetscherin lebt seit rund 13 Jahren in Berlin und begleitete die Jugendlichen während ihrer Reise.

Nach den Förmlichkeiten lockerte sich die Stimmung beim gemeinsamen Grillabend in Beckers Scheune sichtlich auf. Die Gäste hatten Holzlibellen (bestehend aus zwei Holzstäbchen, es wird durch das Reiben des einen Stöckchens zwischen den Handflächen das sich darauf befindliche Stöckchen in die Luft katapultiert) als Geschenke mitgebracht und spielten mit Dirk Beckers Tochter und Bernd Gummelts Sohn. Nebenher wurden viele sogenannte „Selfies“ geschossen und per Handy in die japanische Heimat verschickt – was Teenager eben so machen.

Von Jan Philipp Stoffers

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