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Japanische Oase im Luch

Wall Japanische Oase im Luch

Thomas und Marion Blümchen öffneten am Wochenende ihren Garten in Wall für Besucher. Diese bewunderten vor allem die kräftigen, farbenfrohen Kois und das japanische Flair, das der Garten ausstrahlt.

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Thomas Blümchen (l.) mit Gästen am Koi-Teich.

Quelle: Cornelia Felsch

Wall. Bei einem Besuch in Holland ist Thomas Blümchen erstmals auf die Kois aufmerksam geworden. Sie schwammen im Teich eines Centerparks. Seit etwa 1870 wurden Kois in Japan von Adeligen als Statussymbole gehalten. Inzwischen ist die Koizucht auch in Europa sehr beliebt.

Thomas Blümchen kaufte sich drei Exemplare der farbigen Karpfentiere, doch damit war es nicht getan. Ein Teich musste her und eine Filteranlage. Für den Teichbauer war dies das geringste Problem, schließlich befasst er sich auch beruflich mit derartigen Anlagen.

Für die Gartenanlage im japanischen Stil haben sie sich Anregungen bei Reiner Jochems in Bartschendorf geholt. Er hat gemeinsam mit seiner Frau Gesine 1988 einen japanischen Schaugarten angelegt, in dem auch Workshops durchgeführt werden.

Der Koi-Teich ist der Mittelpunkt des Gartens

Heute ist der Koi-Teich der Mittelpunkt des Gartens mit japanischem Charme. Er ist eingerahmt von Bonsai-Kiefern, japanischem Schlitzahorn, großen Steinen, grauen Kieswegen und einer grünen Wiese, die fast künstlich anmutet. Der stolze Gartenbesitzer verrät das Geheimnis: „Es ist Golfrasen. Der ist dichter und die Halme sind feiner als bei normalem Gras“, verrät er. Dass so ein Garten Arbeit macht, ist nicht zu übersehen. „Aber wir haben versucht, ihn so pflegeleicht wie möglich anzulegen“, sagt der Hausherr. „Schließlich wollen wir nicht nur im Garten herum wirtschaften, obwohl es auch Spaß macht.“ Ein großer gelber Fisch kommt vorbei geschwommen. „Das ist Lucy“, sagt Marion Blümchen. Die Kois gehören zur Familie, auch die beiden Enkelkinder – die sechsjährige Hermine und ihre kleine Schwester Mathilda - leben mit ihnen und scheuen sich nicht, im Koi-Teich schwimmen zu gehen. Auch wenn die Fische mal am großen Zeh lutschen.

Das Gartenparadies von Familie Blümchen in Wall

Das Gartenparadies von Familie Blümchen in Wall.

Quelle: Cornelia Felsch

Schon wieder kommt ein Regenschauer, und Ehepaar Blümchen muss sich mit den Gästen ins Trockene zurück ziehen. Am Sonnabend haben die beiden Gartenliebhaber ihren Garten für Besucher geöffnet. In einer Gartenzeitung wurde über die Urania-Aktion „Offene Gärten“ berichtet und bald stand fest, dass auch Thomas und Marion Blümchen sich daran beteiligen wollen. In diesem Jahr bereits zum zweiten Mal. Allerdings hat das Ehepaar auf günstiges Wetter gehofft, doch dieser Wunsch ist nicht in Erfüllung gegangen. Der Frost hat den Magnolienblüten zugesetzt, sie sind braun und unansehnlich, für die Baumpaeonien lässt die Sonne zu lange auf sich warten.

Zahlreiche Besucher kommen nach Wall

Dennoch freut sich Marion Blümchen über die zahlreichen Besucher, die am Sonnabend nach Wall gekommen sind, um einen Blick in ihren Garten zu werfen. Denn dort werden bald die Hortensien, der Frauenmantel , die Azaleen und der japanische Schneeball blühen. Die Liebhaber von Frühlingsblühern kamen dennoch auf ihre Kosten, denn wer den Blick über den Gartenzaun in die weite Luchlandschaft schweifen ließ, konnte sich an tausenden gelben Löwenzahnblüten erfreuen. Auf dem Golfrasen haben sie allerdings nichts verloren, dort werden sie ausgestochen. Doch so ganz verbissen sehen das die Gartenbesitzer nicht. „Der Maulwurf war auch schon da“, sagt Marion Blümchen. „Aber er ist von selbst wieder gegangen.“

Bereits im Mai werden die Blümchens wieder Gartenliebhaber bei sich empfangen. Sie können dann über den handgefertigten Nobedanweg zum Garten hinter dem Haus schreiten, vorbei an sprudelnden Quellsteinen und Steinlaternen.

Am 21. Mai 2017 öffnen Marion und Thomas Blümchen wieder ihren Garten in Wall, Dorfstraße 18a. Geöffnet ist dann von 10 bis 18 Uhr.

Von Cornelia Felsch

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