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Jazz vom Feinsten

Rheinsberg Jazz vom Feinsten

Musik aus 60 Jahren Bigbandgeschichte präsentierten am Sonnabend junge Jazzmusiker im Rheinsberger Schlosstheater. Mit dem Konzert beendete das Bundesjazzorchester seine 58. Probenphase in der Musikakademie.

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Das zehnköpfige Vokalensemble sorgte für jazzige Abwechslung im Repertoire der Bigband.

Quelle: Cornelia Felsch

Rheinsberg. Junge aufgeschlossene Gesichter im Konzert und ein fast ausverkauftes Schlosstheater – für die zahlreichen Fans des Bundesjazzorchesters bot sich am Sonnabend in Rheinsberg wieder einmal die Gelegenheit, Live-Musik vom Feinsten zu hören – und das bereits zum achten Mal. Der Jazz-Nachwuchs zeigte sich abenteuerlustig und spielwütig, so dass die Anhänger dieser Musik wohl kaum enttäuscht waren. Sie werden diese Band auch im kommenden Jahr wieder erleben können. Das Datum steht bereits fest. Vom 20. bis 27. August findet unter Leitung des Saxofonisten und Komponisten Niels Klein eine Probenphase in der Musikakademie statt.

Besucher sind begeistert von der Vielfalt

Unter der Leitung von Jörg Achim Keller präsentierten die jungen Musiker diesmal eine Mischung aus 60 Jahren Bigband-Geschichte. Vom 28. August bis zum 3.  September arbeiteten sie an ihrem Programm mit dem Titel „The Art of the Chart“. Das Konzert bildete den Abschluss der 58. Probenphase des Bundesjazzorchesters und bewies wieder einmal, welche Chance diese Art von Musik bietet: Wer den Weg in den Konzertsaal gefunden hat, ist begeistert von der Vielfalt und dem Einfallsreichtum dieser Musik, die oft erst auf der Bühne entsteht, und von den Musikern, die die Zwiesprache mit ihrem Instrument so perfekt beherrschen. Viele Facetten und Spielarten des Jazz gab es an diesem Abend zu hören – vom Bossanova der 70er Jahre bis hin zur Filmmusik der Flintstones. Seit 2007 bietet das Bundesjazzorchester mit jeder Arbeitsphase ein neues Programm.

40 Musiker gehören derzeit zum Ensemble

Das Bundesjazzorchester ist das offizielle Jugendjazzorchester der Bundesrepublik Deutschland. Rund 40  junge Musiker gehören aktuell zum Ensemble. Es sind überwiegend Studenten deutscher Musikhochschulen, zwischen 15 und 24 Jahre alt, die sich über ein Probespiel qualifiziert haben. Namhafte Dozenten und renommierte Dirigenten stehen den jungen Talenten bei den Probenarbeiten zur Seite. Für junge Komponisten und Arrangeure bietet sich die Möglichkeit, ihre Werke und Arrangements dem Publikum zu präsentieren. 1988 von Peter Herbolzheimer gegründet, gilt das Bundesjazz­orchester heute als ausgezeichnete Talentschmiede für zukünftige Jazzmusiker. Seit 2010 ist es Patenorchester der WDR-Bigband. Es besteht eine Kooperation mit dem englischen National Youth Jazz Orchestra sowie dem niederländischen Nationaal Jeugd Jazz Orkest. Das Bujazzo erhielt 1997 den Deutschen Musikpreis, 2010 den Jazzpreis des Westdeutschen Rundfunks und 2012 den Jazz-Echo.

Mit Flügelhorn und Baritonsaxofon

Raffinierte Harmonien und pulsierende Rhythmen – die Vielfalt an Instrumenten bietet eine farbige Klangpalette, die durch das zehnköpfige Vokalensemble noch beträchtlich erweitert wird. Für „Take the A-Train“ greift János Löber zum Flügelhorn, Charlie Chaplins Filmmusik „Smile“ wird erst so richtig melancholisch durch das Baritonsaxofon von Ole Sinell. Der junge Musiker ist nicht nur ein perfekter Instrumentalist, er tritt an diesem Abend auch als Arrangeur für Cole Porters „At long last love“ in Erscheinung.

Man glaubt Jörg Achim Keller, wenn er sagt „Es war eine tolle, sehr produktive Probenwoche und es gab einen Luxus – wir hatten zwei Bassposaunen dabei.“ Auch der Projektleiter des Bundesjazz­orchesters, Dominik Seidler, fand an diesem Abend lobende Worte: „Wir haben uns hier sauwohl gefühlt und sind froh, dass wir mit Jörg Achim Keller einen Leuchtturm der Deutschen Bigband-Szene gewinnen konnten.“

Das Publikum brauchte er davon nicht erst lange zu überzeugen. Es klatschte – vom Jazzfeeling gepackt – begeistert Beifall und forderte sich eine Zugabe ein.

Von Cornelia Felsch

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