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Ostprignitz-Ruppin Jeden Freitag kommt das Spielmobil
Lokales Ostprignitz-Ruppin Jeden Freitag kommt das Spielmobil
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00:45 30.04.2018
Laubholzsägen und die Figuren anschließend bemalen war in der vergangenen Woche angesagt – diese Woche steht Jonglierballbasteln auf dem Plan. Quelle: Christian Bark
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Wittstock

Trotz ungemütlichen Wetters waren beim ersten Halt des Spielmobils vor zwei Wochen doch einige Kinder zum Spielplatz in der Friedrich-Schiller-Straße gekommen. Nach der Pause am Karfreitag machte das Spielmobil des Vereins Windpferd aus Zempow am vergangenen Freitag wieder Halt am gleichen Ort.

„Wir kommen jede Woche bis Ende Oktober“, kündigte Vereinsmitglied Tina Napierala an. Der Spielplatz sei nicht zufällig ausgewählt worden. Die Aktion, die von der Bundesarbeitsgemeinschaft Spielmobile unterstützt wird, hat integrativen Charakter. Dabei sollen deutsche und Kinder mit Migrationshintergrund zusammenkommen. Und die Papageiensiedlung entlang der Schiller-Straße sei ein Viertel, in dem einige Kinder mit Migrationshintergrund lebten.

Balance und Geschicklichkeit üben sich gut auf den Zirkusrädern. Quelle: Christian Bark

Am Freitag waren jedoch keine von ihnen gekommen, dafür Mädchen aus der Siedlung, wie Lara-Sophie Herlitze. Die Elfjährige war das erste Mal zum Spielmobil gekommen. „Nur zuhause rumsitzen, ist doch langweilig“, sagte sie. Dass an dem Freitag dort Holzfiguren gesägt und bemalt wurden, fand sie klasse. „Dann habe ich ein tolles Geschenk für meine Mutter“, freute sie sich. Mitgebracht hatte sie auch Freundinnen aus anderen Stadtteilen. Die zwölfjährige Angelie Koch lebt zum Beispiel in der Waldringsiedlung, sei aber durch ihre Freundin auf die Aktion aufmerksam geworden. Auch sie bastelte fleißig mit. Wer Hunger hatte, für den gab es ein Stück selbstgebackenen Kuchen.

Quartiersmanagement unterstützt Aktion

Unterstützung erhält der Verein Tina Napierala zufolge auch von der Stadt Wittstock, die den Platz kostenfrei zur Verfügung stelle sowie durch das Quartiersmanagement der Papageiensiedlung. Deshalb war auch Mitarbeiterin Rosela Bennardt mit von der Partie. „Das ist eine gute Kooperation mit dem Verein“, sagte sie. Für die Kinder im Quartier sei das Mobil eine echte Bereicherung.

Allerdings gebe es auch im Quartiersmanagement Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche. Zum Beispiel stehe jeden Dienstag kreatives Gestalten und mittwochs von 15 bis 17 Uhr Hausaufgabenhilfe auf dem Plan.

Hula Hoop und Stelzenlauf gibt es auch. Quelle: Christian Bark

Neben der Bastelaktion, die jede Woche eine andere sein wird, haben die Kinder noch die Möglichkeit, sich an anderen Spielgeräten wie Hula-Hoop-Reifen, Stelzen oder Zirkusfahrrädern auszuprobieren. „Gerade die Aktionen auf der Straße sind wichtig und führen die Kinder zusammen“, wusste Tina Napierala, die schon zehn Jahre in der Spielmobilarbeit tätig ist. Darum hoffe sie auf regen Zulauf aus der Stadt, gerne auch auf Eltern, die mitbasteln würden. „Letztens hat ein Vater eifrig mitgemacht“, erinnerte sich die Sozialpädagogin. Das Projekt ende dann im Herbst. Ob es eine Wiederauflage geben wird, hängt Tina Napierala zufolge von der Finanzierung ab. „Ohne die können wir das nicht machen“, erklärte sie. Ob die Arbeitsgemeinschaft oder die Stadt die Aktion dann fördern werden, bleibe abzuwarten.

Das Mobil hält jede Menge an Spielsachen für Kinder bereit. Geparkt wird am Spielplatz in der Friedrich-Schiller-Straße, Quelle: Christian Bark

Kreativ soll es auch kommenden Freitag wieder am Spielplatz werden. Dann werden Jonglierbälle aus Luftballons gebastelt. Wie das genau aussehen soll und welche Materialien verwendet werden, wollte Tina Napierala noch nicht verraten. Das Spielmobil ist jeden Freitag von 15 bis 18 Uhr am Spielplatz in der Friedrich-Schiller-Straße. Bei Regenwetter stehen Pavillons zur Verfügung. Die Teilnahme ist kostenlos.

Von Christian Bark

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