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Jeder Flügel ist einzigartig

Rheinsberg Jeder Flügel ist einzigartig

75 000 Euro kostete der neue Konzertflügel aus dem Hause Steinway & Sons für das Rheinsberger Schlosstheaters. Das Instrument sorgt nun an diesem ausgesuchten Ort für brillante Klänge. Am Sonnabend kam die Klavierprofessorin Gabriele Kupfernagel mit zwei ihrer Studenten nach Rheinsberg, um das neue Instrument einzuweihen.

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Gabriele Kupfernagel spielt in Rheinsberg am neuen Flügel.

Quelle: Cornelia Felsch

Rheinsberg. Schwarz und glänzend steht er auf der Bühne des Rheinsberger Schlosstheaters – der neu erworbene Konzertflügel aus dem Hause Steinway & Sons. Er ist ein ästhetisches Gesamtkunstwerk – eine perfekte Symbiose aus liebevoller Handwerkskunst und unverwechselbarem Klang. Auf vielen großen Bühnen ist er zu Hause. Am Sonnabend kamen 150 Konzertbesucher in das Rheinsberger Schlosstheater, um sich vom exzellenten Klang des neu erworbenen Instruments zu überzeugen.

Die Klavierprofessorin Gabriele Kupfernagel eröffnete das festliche Konzert mit einem der bedeutendsten Klavierwerke von Felix Mendelssohn Bartholdy, den Variations sérieuses, op. 54. Der Komponist hatte es 1841 für das Beethoven-Denkmal in Bonn komponiert als Hommage an sein großes Vorbild. In den Variationen steckt eine große Bandbreite von Anforderungen spieltechnischer und darstellerischer Art, die von der Pianistin in ihrer ruhigen, hochkonzentrierten Art, mit scheinbar müheloser Wiedergabe gemeistert wurden.

Meisterkurse in ganz Europa und Asien

Große Gebärden benötigt sie nicht. Sie zeigt sich den großen wie den kleinen musikalischen Kostbarkeiten gewachsen. Ein zweites Mal erleben die Musikfreunde die Pianistin an diesem Nachmittag mit zwei Intermezzi, op. 45, von Max Reger. Und hier zeigt es sich noch einmal, wie ernst es beide mit ihrer Kunst meinen – der 1916 verstorbene deutsche Komponist Max Reger und die Pianistin Gabriele Kupfernagel.

Im Foyer des Theaters wurde die Steinway-Torte angeschnitten

Im Foyer des Theaters wurde die Steinway-Torte angeschnitten.

Quelle: Cornelia Felsch

Der Musikakademie ist die Klavierprofessorin, die an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Berlin lehrt und Meisterkurse in ganz Europa, Japan und China gibt, seit vielen Jahren eng verbunden. Das Konzert am Sonnabend bestritt sie mit ihren Studenten Keuntae Park und Eunyoo An. Beide bereiten sich gerade auf ihre Master-Prüfung vor. Die Einweihung des neuen Konzertflügels, der aus Fördermitteln des Bundes und des Landes Brandenburg finanziert wurde, war für sie eine gute Gelegenheit, sich für die Prüfungen fit zu machen.

Variationen an zwei Flügeln

Mit dem Scherzo Nr. 2 in b-moll, op. 31, gespielt von Eunyoo An, erlebten die Zuhörer eine ausdrucksstarke, temperamentvolle Hommage an Frederic Chopin. Was in den beiden jungen Pianisten und in dem 75 000 Euro teuren Instrument steckt, erlebten die Konzertbesucher noch einmal auf beeindruckende Weise mit den Sinfonischen Variationen von César Frank – gespielt von beiden Studenten, an zwei Flügeln.

Mit bescheidenem Lächeln nimmt Gabriele Kupfernagel nach dem Konzert ein Geschenk aus den Händen des Musikakademie-Geschäftsführers, Thomas Falk, entgegen – ein Kupferstich des französischen Künstlers Tony Torrilhon. Die Pianistin ist mit dem Instrument, das sie mit ausgesucht hat, zufrieden. Einen echten Steinway würde sie auch mit verbundenen Augen erkennen, sagt sie nach dem Konzert. Zur Feier des Tages stoßen die Gäste mit einem Glas Sekt auf das neue Instrument an. Dazu gibt es ein Stück Torte, die die Flecken Zechliner Bäckerei Jahnke in Form eines Flügels kreiert hat.

Von Cornelia Felsch

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