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Ostprignitz-Ruppin Jenseits von Afrika in Dahlhausen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Jenseits von Afrika in Dahlhausen
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00:18 02.05.2016
Ralf und Kathrin Sooß mit „Schwarznase“ Eowyn und der jüngsten Hündin „Lebernase“ Kiburi. Quelle: Claudia Bihler
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Dahlhausen

Ganz leicht haben es die beiden Hündinnen nicht mehr, denn ihre kugelrunden Bäuche lassen nicht mehr zu, dass sie den Besucher dort am Gartentor all zu stürmisch begrüßen. Doch dann geht’s ins „Körbchen“, das gut gepolsterte Kinderplanschbecken, das irgendwann in diesen Tagen zum Kreißsaal mutiert. Hier und dort ist schon zu sehen, wie sich die Welpen im Bauch von Jamila bewegen. „Diesmal wird es wohl nicht ganz so viel Nachwuchs“, sagt Kathrin Sooß, Dahlhausener Züchterin der Rhodesischen Ridgebacks und gleichzeitig Zuchtwartin des Zuchtverbandes. „Ifama hat auch schon mal 18 Welpen zur Welt gebracht.“ Ehemann Ralf Sooß fügt hinzu: „Damals war sie noch viel dicker als jetzt.“

Die Spannung im Hause Sooß steigt, denn auch die knapp dreijährige Jette weiß, dass demnächst Nachwuchs kommt: „Hundebabys“, freut sie sich, und hüpft leicht in die Luft. Auch wenn die Hunde meist im Hundehaus leben: Es ist unter anderem dieser Familienanschluss, der dafür sorgt, dass die beiden Züchter aus Dahlhausen bei Ridgeback-Liebhabern so erfolgreich sind. Kathrin Sooß: „Sie sind von Anfang an an Kinder gewöhnt, so dass es später keine Probleme gibt, wenn ein Hund in eine Familie kommen soll.“ Gewöhnt sind sie auch andere Tiere: Die Gänse der Familie stellen mit lautem Schnattern energisches Wachverhalten zur Schau, im Stall haben die Sattelschweine gerade geferkelt, ein paar Mutterkühe stehen auf der Weide und neben einem Pferd gibt es auch noch zwei Ponys für die beiden Kinder. „Unsere kleine Farm“ möchte man das Anwesen der Dahlhausener Familie nennen, zumal Ralf Sooß auch noch Imker ist.

Der Preis des Internationalen Zuchtverbandes für die erfolgreiche Zucht der Familie Sooß in Dahlhausen. Quelle: Claudia Bihler

Die Farm hat zwar nicht die Dimensionen wie die berühmte afrikanische Farm aus dem Film „Jenseits von Afrika“ mit Meryll Streep und Robert Redford. Dennoch ist das Buch von Tanja Blixen, das die Vorlage zum Film bildete, namensgebend für die Zucht in Dahlhausen, die die beiden Züchter „Out of Africa“ nennen.

Denn die Rhodesian Ridgebacks sind die einzigen Rassehunde, die ihren Ursprung in Südafrika haben. Auch die Ahnentafeln der trächtigen Hündinnen Ifama und Jamila und der beiden jüngeren Hündinnen Kyburi und Eowyn weisen noch Vorfahren in Afrika auf. Die Ridebacks tragen ihren Namen wegen eines unverwechselbaren Merkmals: Das Fell auf dem Rücken wächst entlang der Wirbelsäule in umgekehrter Richtung zum übrigen Haarkleid. Gezüchtet wurden sie zum einen als Begleiter für die Großwildjagd, zudem sollten sie die Siedlungen schützen. Der Ridgeback ist ein Lauf- und Vorstehhund, mindestens einer der Dahlhausener Nachzucht wurde bereits zum Jagdhund ausgebildet. Sicher ist vor allem aber, dass die Hunde sehr viel Auslauf brauchen. „Weswegen wir auch bei Käufern fragen, wieviel Zeit sie für ihren Hund haben und wie er untergebracht ist“, sagt Ralf Sooß. „Ansonsten entscheiden wir auch nach Sympathie.“ Zumal der Ridgeback derzeit zu einem Modehund geworden ist. Rund 80 Hunde haben die beiden seit dem Beginn derZucht im Jahr 2008 verkauft. Einmal im Jahr gibt es in Dahlhausen ein Welpentreffen, da waren 77 Leute mit 30 Hunden zu Gast.

Die Züchterfamilie hat bereits bei zahllosen Wettbewerben Preise gewonnen. Kathrin Sooß: „Inzwischen nehmen wir nur noch die wichtigsten Pokale mit.“

Von Claudia Bihler

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