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Joachim Stoltz geht in den Ruhestand

Neustadt Joachim Stoltz geht in den Ruhestand

Seit 1994 steht Joachim Stoltz dem Wasser- und Abwasserverband Dosse vor. Ende August geht der 65-Jährige in den Ruhestand. Am Mittwoch wurde er mit Blumen und Präsenten verabschiedet – unter anderem mit einem „goldenen Wasserhahn“, überreicht von den Bürgermeistern der Verbandsgemeinden.

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Joachim Stoltz, hier mit Nachfolgerin Claudia Hacke, wurde nach 23 Jahren an der Spitze des Wasser- und Abwasserverbandes Dosse verabschiedet.

Quelle: Wolfgang Hörmann

Neustadt. Im Neustädter „Parkhotel“ ist am Mittwochabend eine Ära zu Ende gegangen. Bei der Tagung der Verbandsversammlung des Wasser-und Abwasserverbandes „Dosse“ wurde Verbandsvorsteher Joachim Stoltz in den Ruhestand verabschiedet. Der 65-Jährige steht noch bis zum 31. August dem Zweckverband vor, dessen Leitung er 1994 übernahm.

Mit Claudia Hacke wurde seine Nachfolgerin bereits gewählt. Noch länger als ihr Chef im Dienst, nämlich seit 25 Jahren, ist die für den kaufmännischen Bereich zuständige Anita Pauly. Sie verlässt im Oktober den Verband. Beiden wurde von allen Seiten einhellig Lob zuteil.

Astrid Hohmann, Vorsitzende der Verbandsversammlung, deren Vertreter einen Großteil der Kommunen des ehemaligen Kreises Kyritz präsentieren, bezeichnete in ihrer Laudatio das Duo als „Kapitän und Steuermann“. Gemeinsam hätten sie, die Zweckgemeinschaft für die Versorgung mit Trink- und die Entsorgung von Abwasser auf einem wirtschaftlich gesunden Kurs gehalten.

Nora Görke überreichte Joachim Stoltz den „Goldenen Wasserhahn“

Nora Görke überreichte Joachim Stoltz den „Goldenen Wasserhahn“. In die Danksagung reihten sich auch Roman Blank, Stefan Freimark und Wolfgang Burau (v.r.n.l.) ein.

Quelle: Wolfgang Hörmann

Für beide gab es auch Blumen und Präsente. Die Kyritzer Bürgermeisterin Nora Görke übergab namens ihrer Amtskollegen Roman Blank (Wusterhausen) und Stefan Freimark (Gumtow) sowie Wolfgang Burau von der Amtsverwaltung Neustadt dem scheidenden Vorsteher als Andenken einen „goldenen Wasserhahn“. Tatsächlich blinkte das Messing ziemlich goldig.

Unter den Gästen der Verabschiedung waren auch OPR-Landrat Ralf Reinhardt sowie die früheren Bürgermeister Peter Wollert aus Wusterhausen und Edmund Bublitz aus Neustadt. Turgut Pencereci, Geschäftsführer des Landeswasserverbandstages Brandenburg, fand ebenfalls würdigende Worte, sowohl für Anita Pauly, als auch für Joachim Stoltz, dem er bescheinigte: „Bei Ihrem Weggang hinterlassen Sie ein gut geführtes Haus“. Der so Gelobte dankte sichtlich gerührt, ließ dann kurz die vergangenen Jahrzehnte Revue passieren: „Seit 20 Jahren arbeitet der Zweckverband ohne Verluste.“

Die Verbandsversammlung hatte aber auch eine ganz normale Tagesordnung abzuarbeiten. Dazu gehörte der letzte Bericht des Verbandsvorstehers. Der musste wohl oder übel dem Wetter in den vergangenen Wochen Platz in seinem Manuskript einräumen. Die zahlreichen starken Niederschläge hätten bis Ende Juli im Vergleich zum selben Zeitraum 2016 zu einer erheblich angestiegenen Abwassermenge geführt, die allerdings von einem gut funktionierenden Pumpensystem bewältigt werden konnte.

Blumen gab es auch für Anita Pauly (l), die im Oktober in den Ruhestand geht

Blumen gab es auch für Anita Pauly (l.), die im Oktober in den Ruhestand geht.

Quelle: Wolfgang Hörmann

Die Kläranlage in Kampehl war zeitweise zu 92 Prozent ausgelastet. Durchschnittlich sind es 86 Prozent, was im Vergleich zu anderen Auffangbecken im Land ein gutes Ergebnis sei, wie Fachleute den Rand-Neustädtern bescheinigen. Die Mitglieder der Verbandsversammlung stimmten dem Jahresabschluss 2016 und der Entlastung des Verbandsvorstandes zu.

Wirtschaftsprüfer Dirk Bottner von der Mittelrheinischen Treuhand hatte dem Zweckverband in seinem Gutachten zuvor das beste Zeugnis ausgestellt. Dass die Gemeinschaft künftig wachsen wird, ist denkbar, steht aber noch nicht fest. Gumtows Bürgermeister Stefan Freimark trug das Ansinnen vor, den Eigenbetrieb seiner Prignitzgemeinde einzugliedern, und das schon ab dem 1. Januar 2018. Die Zeit zur Prüfung aller Umstände, die solch ein Miteinander mit sich bringe, sei zu kurz. Joachim Stoltz ließ daran keinen Zweifel. „Sie legen die Spielregeln fest“, musste Stefan Freimark einlenken. Die Verhandlungen werden zur Sache des Vorstandes mit Claudia Hacke an der Spitze

Von Wolfgang Hörmann

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