Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Ostprignitz-Ruppin Jobcenter fahren unterschiedliche Strategien
Lokales Ostprignitz-Ruppin Jobcenter fahren unterschiedliche Strategien
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:40 30.11.2017
Cornelie Schlegel ist Geschäftsführerin der Arbeitsagentur Neuruppin Quelle: Melanie Speck
Anzeige
Neuruppin

Die gute Konjunktur auf dem Arbeitsmarkt und das milde Wetter sind vermutlich dafür verantwortlich, dass im November die Zahl der offiziell registrierten Arbeitslosen in Ostprignitz-Ruppin nur leicht gestiegen ist. Laut den am Donnerstag vorgestellten Zahlen waren im November 3514 Frauen und Männer arbeitslos. Das sind 735 weniger als vor einem Jahr und 52 mehr als vor einem Monat. Die Quote stieg leicht auf 6,8 Prozent.

Die Prignitz geht einen anderen Weg

„Die wirtschaftliche Situation in der Region ist stabil“, betonte Cornelie Schlegel, die Chefin der Arbeitsagentur in Neuruppin. Die Behörde ist sowohl für Ostprignitz-Ruppin, als auch für die Prignitz, Oberhavel und das Havelland zuständig. Das Besondere in der Prignitz ist, dass das dortige Jobcenter beim Abbau der Arbeitslosigkeit nicht so sehr auf den sogenannten zweiten Arbeitsmarkt setzt, das sind geförderte Stellen wie 1-Euro-Jobs, sondern eher auf eine schnelle Integration in den ersten Arbeitsmarkt, das sind feste Stellen. „Jedes Jobcenter entscheidet selbst, wie das Geld eingesetzt wird“, betonte Schlegel. Während es in der Prignitz im November gerade mal 146 Personen gab, die einen 1-Euro-Job hatten, waren es in Ostprignitz-Ruppin 830 Frauen und Männer, in Oberhavel 520 und im Havelland 170.

Schlegel: „Es gibt keine falsche Strategie“

Trotz der unterschiedlichen Strategien der jeweiligen Jobcenter ist in allen vier Landkreisen die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vorjahr stark zurückgegangen: in der Prignitz um 18,3 Prozent, in Ostprignitz-Ruppin um 17,3 Prozent, im Havelland um 15,4 Prozent und in Oberhavel um 9,9 Prozent. „Es gibt keine falsche Strategie“, sagte Schlegel.

Dass es eine große Bewegung auf dem Arbeitsmarkt gibt, das belegen auch zwei andere Zahlen. So haben sich seit Jahresbeginn in Ostprignitz-Ruppin fast 10 800 Menschen gemeldet, weil sie ihre Arbeit verloren haben – gut 11 600 konnten wieder eine Arbeit nehmen. Zuletzt stellten, wohl wegen des Weihnachtsgeschäftes, vor allem Logistikfirmen und der Handel verstärkt befristet ein. Im Dezember erwarten die Experten generell einen Anstieg der Erwerbslosenzahlen in der Region.

Die Zahlen auf einen Blick

Im Altkreis Neuruppin waren im November offiziell 1892 Frauen und Männer arbeitslos. Das sind 24 mehr als im Oktober, die Quote stieg auf 6,2 Prozent.

Im Altkreis Wittstock galten im November 694 Menschen als erwerbslos, 43 mehr als im Oktober. Die Quote stieg auf 7,0 Prozent.

Im Altkreis Kyritz waren im November 928 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, das sind 15 weniger als im Oktober. Die Quote sank auf 8,3 Prozent.

Im Altkreis Pritzwalk gab es im November offiziell 928 Arbeitslose, das sind 35 weniger als im Oktober. Die Quote sank auf 7,3 Prozent.

Im Altkreis Perleberg waren im November 2249 Frauen und Männer als arbeitslos registriert, das sind 31 mehr als im Oktober. Die Quote stieg auf 8,1 Prozent.

Die geringste Quote im Bereich der Neuruppiner Arbeitsagentur hat Nauen (4,2 Prozent), die höchste Quote verzeichnet Rathenow (9,6 Prozent).

Von Andreas Vogel

585 Weihnachtspäckchen und 157 Bananenkartons mit Hilfsgütern aus Neuruppin sind in Albanien angekommen. Für die Adventgemeinde bedeutet es: Ruhe bis zum nächsten Herbst. Erst dann beginnt das große Drehen am Rad, damit auch Kinder in Osteuropa eine Gabe unter dem Weihnachtsbaum bekommen.

30.11.2017

Der Sandweg entlang der Wittstocker Stadtmauer, der zum Hotel „Röbler Thor“ führt, ist bisher die einzige Zufahrt zum Haus für größere Fahrzeuge oder Laster. Gäste mit Pkw müssen sich durch eine kleine Mauerzufahrt zwängen. Das könnte bald vorbei sein. Sollte ein entsprechender Förderantrag der Stadt bewilligt werden, entsteht dort eine asphaltierte Zufahrt.

30.11.2017

Die EWM-AG aus Mündersbach (Rheinland-Pfalz) baut in Wittstock ein Vertriebs- und Technologiezentrum. Am Donnerstag fand der erste Spatenstich im Gewerbegebiet Stadtberg statt.

30.11.2017
Anzeige