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Ostprignitz-Ruppin Jobcenter will mit weniger Geld auskommen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Jobcenter will mit weniger Geld auskommen
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00:17 11.09.2016
Amtsleiter Bernd Lüdemann Quelle: Vogel
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Neuruppin

Das kommunale Jobcenter, das die Langzeitarbeitslosen in Ostprignitz-Ruppin betreut, will im nächsten Jahr mit deutlich weniger Geld auskommen als 2016. So sind für Eingliederungsprojekte in Arbeit lediglich 6,9 Millionen Euro vorgesehen – in diesem Jahr stehen insgesamt 7,6 Millionen Euro zur Verfügung.

Möglich werde die Einsparung vor allem, weil mit dem Rückgang der Arbeitslosigkeit ebenfalls die Zahl der sogenannten Bedarfsgemeinschaften zurückgegangen ist, sagte Amtsleiter Bernd Lüdemann am Mittwoch beim Sozialausschuss. Gab es im Januar 2015 noch fast 7000 Bedarfsgemeinschaften im Landkreis, die Geld von der Hartz-Behörde erhielten, waren es Ende August lediglich noch knapp 6300. Die Zahl wäre sogar noch weiter zurückgegangen, wenn das Jobcenter nicht auch für die Hilfe der anerkannten Asylbewerber zuständig wäre. Mehr als 500 werden derzeit von der Behörde finanziell unterstützt. Das Gros der Menschen stammt dabei aus dem Bürgerkriegsland Syrien (79 Prozent). Mit hohem Abstand folgen geflüchtete Menschen aus Eritrea (sechs Prozent) und aus der Türkei (drei Prozent).

Zahlen vom Bund stehen unter Vorbehalt

Mit dem Rückgang der Bedarfsgemeinschaften sinken ebenfalls die Kosten für Unterkunft und Heizung (KdU), die das Amt erstattet. Für dieses Jahr sind 24,5 Millionen Euro veranschlagt, für 2017 rechnet Lüdemann mit fast vier Millionen Euro weniger – und das, obwohl die KdU-Richtlinie zum Januar an die aktuellen Mietpreise in den Regionen angepasst werden soll. Die Daten bei großen Wohnungsvermietern in Ostprignitz-Ruppin wurden bereits abgefragt. „Wir liegen aktuell im Zeitplan“, versicherte der Amtsleiter. Der Kreisanteil bei den KdU-Kosten liegt in diesem Jahr bei 16,7 Millionen Euro, für 2017 rechnet Lüdemann mit nur noch gut 13 Millionen Euro. Allerdings stehen alle Zahlen unter Vorbehalt. Genaue Daten, wie viel Geld das Jobcenter im nächsten Jahr vom Bund erhalten wird, werden erst für Ende November oder Anfang Dezember erwartet. Möglich sei, dass der Bund seinen Zuschuss bei den KdU-Kosten noch erhöht, um „flüchtlingsbedingte“ Mehrkosten zu erstatten, so Lüdemann.

Das Geld für Eingliederungsprojekte wie 1-Euro-Jobs kommt hingegen vollständig vom Bund. Anders sieht es bei den Zuschüssen für sozial schwache Kinder für Ausflüge, Klassenfahrten, Mittagessen und Lernförderprojekten aus. Beim sogenannten Programm Bildung und Teilhabe finanziert zwar ebenfalls der Bund das Gros der Kosten, in diesem Jahr werden es im Kreis mehr als 585 000 Euro sein. Doch muss bei diesem Programm auch der Kreis einen Teil beisteuern. Für dieses Jahr sind 113 000 Euro im Haushalt veranschlagt, für 2017 knapp 58 000 Euro. Für die Personalkosten des Jobcenters soll der Kreis 2017 rund zwei Millionen Euro beisteuern.

Von Andreas Vogel

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