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Jobstart: Interesse an der Region steigt wieder

Kyritz Jobstart: Interesse an der Region steigt wieder

Zwar wurden bei der Jobstart in diesem Jahr weniger Besucher gezählt, dennoch zeigten sich die Aussteller zufrieden. Das Interesse der jungen Leute an einer Ausbildung in der Region ist wieder gewachsen. Die Jobstart hat auch diesmal die ganze Vielfalt der Karrierechancen aufgezeigt.

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Waldarbeit sei nicht nur für Jungen interessant, meint Sven Radtke, sondern auch für Mädchen – etwa als Sprungbrett zum Studium.

Quelle: Claudia Bihler

Kyritz. Lara hat eine ganze Tasche Informations-Materialen bei der Jobstart-Messe eingesammelt. „Ich bin überrascht, was es hier alles gibt“, resümiert die junge Frau, die eigentlich bisher nur eine einzige Vorstellung für einen Berufswunsch hatte: „Ich wollte Erzieherin werden.“ Gemeinsam mit anderen Schülern der Neustädter Schule und in Begleitung der Berufseinstiegsberaterin Heike Güttner hat sie am vergangenen Samstag die Berufs- und Studienmesse Jobstart in Kyritz besucht. „Die Messe hat mein Weltbild umgeworfen“, sagt die junge Frau, die auf einmal viel mehr Möglichkeiten für ihr künftiges Berufsleben sieht: „Ein Betriebswirtschaftsstudium ist eine Option. Und ich war am Stand der Eon, und kann mir nunmehr auch vorstellen, in eine technische Richtung zu gehen. Oder in die Altenpflege. Auf alle Fälle bin ich beeindruckt, welche Möglichkeiten es in der Region gibt.“ Mit diesem Urteil dürfte die junge Frau die Herzen der Messeveranstalter höher schlagen lassen: Deren Anliegen ist seit der ersten Jobstart-Messe, Schulabgängern ihre Möglichkeiten in der Region vor Augen zu führen.

„Die Aussteller waren trotz der etwas geringeren Besucherzahlen zufrieden“, sagt Mike Blechschmidt, Sprecher des Veranstalters Förderverein Wachstumskern Autobahndreieck: „Die Aussteller haben sehr positive Ergebnisse gemeldet. So hat die Baufirma HTW aus Wittstock wesentlich mehr Interesse an den Bauberufen registriert als noch in den vergangenen Jahren.“

Auch die IHK informierte über freie Ausbildungsplätze in der Region

Auch die IHK informierte über freie Ausbildungsplätze in der Region.

Quelle: Bihler

Ähnliches berichten die Aussteller aus anderen Branchen. Klaus Osterholt vom Kunststoffverarbeiter Kingspan-Gefinex aus Steffenshagen verwies auf ein ganzes Bündel an Fragebögen, die Interessenten ausgefüllt hatten. Diese möchten die Einladung wahrnehmen, den Betrieb im Rahmen einer Führung näher kennenzulernen, um sich dann vielleicht zu einem Praktikum anzumelden.

Zufrieden war auch das Baufachzentrum, das alljährlich bei der Jobstart um Azubis für seine Standorte unter anderem in Falkenhagen und Neuruppin wirbt. Die großen Industriebetriebe aus dem Autobahndreieck können sich schon seit vielen Jahren auf das Interesse der Besucher verlassen.

Dagegen hat es die Handwerksbranche schwerer. Kirsten Grimek von der Kreishandwerkerschaft ist zwar mit dem Besucher-Interesse zufrieden, weiß aber auch um die Personalnot in manchen Gewerken: So könnten in der Prignitz rund 90 Maurerazubis eingestellt werden, faktisch sind es gerade mal drei. „Bei den Dachdeckern oder den Friseuren sieht es ähnlich aus“, meint sie. Dagegen zog der Landesbetrieb Straßenwesen mit seinem Kyritzer Betriebsteil positive Bilanz: Für den Beruf des Straßenwärters interessierten sich viele junge Leute.

Der Landesbetrieb Straßenwesen kann sich über mangelndes Interesse von jungen Leuten nicht beklagen

Der Landesbetrieb Straßenwesen kann sich über mangelndes Interesse von jungen Leuten nicht beklagen.

Quelle: Bihler

Speziell auch junge Frauen wollte die Waldarbeitsschule Kunsterspring ansprechen, die schon viele Jahre regelmäßig auf der Messe präsent ist. „Bei uns arbeiten viele junge Frauen, die eine Ausbildung machen, um das als Sprungbrett ins Studium der Forstwirtschaft zu nutzen“, sagte Sven Radtke.

Erstmals dabei waren die Energiewerke Nord, die die deutschen Kernkraftwerke abbauen, und Elektriker oder auch Strahlenschutz-Experten benötigen. „Wir haben festgestellt, dass Azubis aus Lubmin nicht in Rheinsberg arbeiten möchten“, meinte Hartmut Schindel.

Von Claudia Bihler

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