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Jörg Gehrmann bleibt Stadtchef in Wittstock

Bürgermeisterwahl Jörg Gehrmann bleibt Stadtchef in Wittstock

Jörg Gehrmann bleibt zwar Stadtchef in Wittstock, musste aber dennoch eine ganze Weile zittern. Denn es war fraglich, ob es angesichts der geringen Wahlbeteiligung reichen würde. Letztlich aber konnte Gehrmann jubeln – über den Wiedereinzug ins Rathaus und über 92,5 Prozent Ja-Stimmen.

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Wittstocks Bürgermeister Jörg Gehrmann ist für weitere acht Jahre im Amt.

Quelle: Björn Wagener

Wittstock. Jörg Gehrmann (parteilos) bleibt auch für die nächsten acht Jahre Bürgermeister der Stadt Wittstock. Er entschied die Wahl am Sonntag deutlich für sich. 12702 Wahlberechtigte waren aufgerufen, ihre Stimmen abzugeben. 4569 machten davon Gebrauch. 4547 Stimmen waren gültig. Die Wahlbeteiligung lag bei 36 Prozent. 4207 Wähler (92,5 Prozent) kreuzten das Ja auf ihren Stimmzetteln an und machten damit klar, dass sie Gehrmann auch in Zukunft zutrauen, die Stadt zu führen. Nur 340 Wähler sahen das anders und stimmten mit Nein.

Seinen Sieg feierte der alte und neue Bürgermeister am Sonntagabend ausgiebig mit seinen Unterstützern und Sympathisanten im Steakhaus am Marktplatz in Wittstock. Sie gratulierten und überreichten kleine Geschenke. Drinnen gab es Schnittchen, Gulaschsuppe und gut gelaunte Gespräche. Gegen 18.40 Uhr stand fest, dass Gehrmann der Wahlsieg nicht mehr zu nehmen ist. Gegen 19.30 Uhr waren dann alle Stimmen – inklusive die der Briefwähler – ausgezählt, und das vorläufige Endergebnis lag vor. In den Minuten nach 18 Uhr war Gehrmann die Anspannung allerdings anzumerken. Per Handy hielt er sich auf dem Laufenden.

Denn obwohl er keinen Gegenkandidaten hatte, so gab es trotzdem eine Hürde – die Wahlbeteiligung. Um die Wahl zu gewinnen, musste Gehrmann nicht nur eine Mehrheit der Stimmen auf sich vereinen, sondern es mussten auch mindestens 15 Prozent der Wahlberechtigten mit Ja stimmen, also rund 1950. Die Wahlbeteiligung war am Sonntag zunächst das Sorgenkind, wie eine Nachfrage der MAZ in einigen Wahllokalen ergab. Nachmittags gegen 14 Uhr hatten im Wahllokal im Gymnasium erst 104 von 856 Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben. Ähnlich mau sah es in den beiden Wahllokalen in der Polthier-Oberschule aus. Dort hatten zu dieser Zeit gerade 90 von 867 beziehungsweise 105 von 914 Wahlberechtigten ihr Kreuzchen gemacht. Im Torbogenhaus hatten gegen 16 Uhr 245 von 1029 Wahlberechtigten gewählt, berichteten die Wahlvorstände.

Eine Frau hielt nach dem Wahlgang im Gymnasium mit ihrem Unverständnis über die geringe Wahlbeteiligung nicht hinterm Berg. „Ich finde, Jörg Gehrmann hat doch vieles für Wittstock erreicht. Er ist auch immer präsent und kann gut reden. Wir wollen doch unseren Bürgermeister behalten“, sagte sie.

Der Wahltag lief laut Stadt-Sprecher Jean Dibbert ohne Probleme ab. Im Wahllokal im Gymnasium kam allerdings um 17.59 Uhr noch eine Frau, die ihre Stimme abgeben wollte. Zudem waren ihre Unterlagen nicht komplett, und um sie von zu Hause zu holen, war es zu spät. Wenn sie noch zum Zuge gekommen wäre, hätte Jörg Gehrmann eine Stimme mehr bekommen, schmunzelte sie und zog unverrichteter Dinge wieder ab. Die Wahlvorstände hatten übrigens von der Stadt Schokoladenriegel bekommen – als willkommene Nervennahrung an einem spannenden Wahltag.

Von Björn Wagener

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