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Jubel im Fahrerlager: Auf Anhieb 17. Platz

Heiligengrabe Jubel im Fahrerlager: Auf Anhieb 17. Platz

In Siegerlaune kehrte die Fahrer-Crew um Teamchef Peter Hefenbrock am Sonntag vom 24-Stunden-Mopedrennen bei Kalbe/Milde nach Hause zurück. Denn der 17. Platz ist ein grandioser Erfolg, mit dem die Fahrer selbst nicht gerechnet hätten. Aber auch das Wittstocker Team um Mathias Malert erreichten einen beachtlichen 38. Rang.

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Freude direkt nach dem Sieg.

Quelle: Privat

Heiligengrabe/Kalbe. Sie fuhren wie die Teufel – und wurden belohnt: Mit einem 17. Platz kehrten die fünf Heiligengraber Moped-Fans um Teamchef Peter Hefenbrock am Sonntag vom 24-Stunden-Rennen in Vahrholz bei Kalbe/Milde (Altmark) ins Basislager nach Jabel zurück. Für das Team fühlt sich dieser Erfolg wie ein Sieg an. Sie hatten selbst nicht damit gerechnet, so weit vorn zu landen. Schließlich war es ihr Einstand bei dem Rennen.

Allein die Fakten klingen nach einem harten Stück Arbeit: 735 Kilometer und 342 Runden legten Peter Hefenbrock, Marvin Wehland, Axel Stürmer, Robert Lange, Oliver Teetz und Enrico Hadorf mit ihrem Simson-Moped, Baujahr 1978, zurück. Jede einzelne Runde war ein Kampf. Denn es ging über eine gut zwei Kilometer lange Ackerpiste, die gegen Ende des Rennens übersät war von allen möglichen abgefallenen Teilen. Mancher habe auf diesem etwas anderen Ersatzteillager sogar Dinge gefunden, die er selbst brauchte, um weiterfahren zu können, sagt Robert Lange. Das Team aus Heiligengrabe blieb von größeren technischen Problemen allerdings verschont.

Vorausschauende Taktik

Bis auf Kleinigkeiten hielt die Technik, nicht zuletzt dank der Taktik. „Wir sind stündlich in die Boxengasse gefahren und haben jede Schraube und alles, was abfallen kann, festgezogen“, erzählt Peter Hefenbrock. Das kostete

Bei der Zieleinfahrt des letzten Heiligengraber Fahrers

Bei der Zieleinfahrt des letzten Heiligengraber Fahrers. .

Quelle: Privat

zwar Zeit, weil die Gasse etwa einen haben Kilometer lang gewesen sei, habe sich letztlich aber ausgezahlt, weil keine Reparaturstopps nötig waren. Selbst wenn es dazu gekommen wäre, hätte es das Team nicht so schnell aus der Bahn geworfen. Denn es hatte Teile und Material dabei, aus dem notfalls zwei Mopeds hätten gemacht werden können. All das zahlte sich am Ende aus: Das Moped sah nach dem Rennen zwar etwas mitgenommen aus, war aber weitgehend intakt – bis auf ein paar fehlende Speichen und völlig abgerockte Stoßdämpfer. „Trotzdem könnte man damit theoretisch noch zur Arbeit fahren“, sagt Marvin Wehland. Auch seien die Sechs ganz ohne Stürze oder Verletzungen durchgekommen.

Der Start sei zunächst zwar etwas holprig verlaufen, aber vor allem in der Nacht hätten sie viele Plätze gutgemacht, lagen zeitweise sogar auf dem 15. Rang. Die aktuelle Platzierung konnte dank eines Transponders am Moped jederzeit auf einem Bildschirm angezeigt werden.

Stündlicher Fahrerwechsel

„Alle 20 Minuten haben wir dem Fahrer mit einer Tafel, dem sogenannten Pitboard, mitgeteilt, dass diese Zeitspanne vergangen war – und nach jeweils einer Stunde gewechselt. Dann ist man auch ziemlich am Ende. Längere Fahrzeiten wollten wir vermeiden, weil sich niemand körperlich so sehr runterfahren sollte, dass er nicht mehr starten kann“, sagt Peter Hefenbrock. „Wir haben alle an einem Strang gezogen, hatten einen guten Plan, eine Strategie und ein top Luftfiltersystem, das uns rausgerissen hat“, resümiert er. Die Sechs wollen 2017 auf jeden Fall wieder dabei sein und ihre Platzierung dann vielleicht noch weiter verbessern. Allerdings sei es kaum machbar, unter die ersten Zehn zu kommen, weil da Motocross-Fahrer mit viel Erfahrung und teurer Technik im Spiel seien.

Auch Wittstocker Team zufrieden

Das Fahrer-Team um Mathias Malert aus Wittstock erreichte einen ebenfalls sehr guten 39. Platz von 77 Startern. „Wir sind zufrieden“, sagt Malert. Allerdings gibt er zu, dass „die Heiligengraber besser vorbereitet waren. Bei uns war das ein bisschen durcheinander. Die Heiligengraber können sich mit Recht feiern lassen“, so Malert. Dass die Wittstocker nicht noch weiter vorn dabei waren, „lag einfach am fahrerischen Können. Wir machen das ja nur hobbymäßig.“ Immerhin habe aber auch bei den Wittstockern die Technik weitgehend gehalten. „Es war kein Motortausch nötig.“ Auch habe es auf der Strecke nur kleinere Rangeleien gegeben – keine Selbstverständlichkeit. Denn vier Mal sei der Krankenwagen angerückt. Ob die Wittstocker Crew 2017 noch einmal antreten wird, stehe zurzeit noch nicht fest, sei aber durchaus möglich, so Mathias Malert.

Von Björn Wagener

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