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Jubiläum im Betreuungsverein

Kyritz Jubiläum im Betreuungsverein

Der Betreuungsverein Kyritz feierte sein 25-jähriges Bestehen. Seit 1992 bemühen sich seine Mitarbeiter und ehrenamtlichen Unterstützer um die rechtliche Vertretung von Menschen, die im Alltag nicht mehr alles selbst bewältigen können.

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Zur Feier des Jubiläums ging es mit Ehrenamtlern und Mitarbeitern per Dampfer über den Untersee.

Quelle: Alexander Beckmann

Kyritz. In der Öffentlichkeit ist er nicht besonders präsent und mit seinen gut 20 Mitgliedern gehört er auch eher zu den kleineren seiner Art, doch Durchhaltevermögen kann man dem Betreuungsverein Kyritz nicht absprechen. Dieser Tage feierte er sein 25-jähriges Bestehen.

Ingrid Horn, Gründungsmitglied und einst selbst Vorsitzende, arbeitet bis heute ehrenamtlich im Verein mit. Die Vereinsgründung sei eine direkte Folge der gesetzlichen Neuerungen Anfang der 90er Jahre gewesen, berichtet sie. Die alten Regelungen für die Vormundschaft über Menschen, die ihre alltäglichen rechtlichen Belange nicht selbst erledigen können, wurden damals reformiert. Auf Landes- und Kreisebene entstanden Betreuungsbehörden. „Und die warben bei den Wohlfahrtsverbänden für die Bildung von Betreuungsvereinen.“ Ziel war es unter anderem, die rechtliche Begleitung behinderter Menschen vorrangig auf ehrenamtlicher Basis zu organisieren.

Langjährige Mitglieder und Jubilare wurden zu dem Anlass mit kleinen Präsenten geehrt

Langjährige Mitglieder und Jubilare wurden zu dem Anlass mit kleinen Präsenten geehrt.

Quelle: Alexander Beckmann

Ingrid Horn kam damals vom Deutschen Roten Kreuz als hauptamtliche Mitarbeiterin zum Betreuungsverein. „Wir werben Ehrenamtler und bilden sie aus.“ Das sei bis heute eine der Hauptaufgaben. Schließlich müssten die Betreuer ständig wichtige Entscheidungen für diejenigen treffen, die das nicht selbst können – und sie müssen darüber den Betreuungsgerichten und vor allem dem Betreuten Rechenschaft ablegen.

Die Klienten sind Menschen, die auf Grund körperlicher oder geistiger Einschränkungen den Alltag nicht mehr selbst bewältigen. Das reicht von Geldangelegenheiten über die Vertretung gegenüber Behörden und den Abschluss von Verträgen bis hin zur Gesundheitsvorsorge. „Wir haben langjährige Mitglieder und auch ein bisschen Neuzugang“, berichtet Ingrid Horn. „Aber es ist eine diffizile Aufgabe, die nicht jeder machen möchte.“

Verdiente Mitglieder ausgezeichnet

Die Gästeschar zur Jubiläumsfeier war jedenfalls recht überschaubar: zwei Hand voll Ehrenamtler und der Großteil der sechs hauptamtlichen Mitarbeiter des Vereins versammelten sich zu einer Dampferfahrt auf dem Kyritzer Untersee. Vereinsvorsitzender Roland Kresse nutzte die Gelegenheit für Ehrungen und übergab Präsente für langjährige Mitstreiter und „runde“ Geburtstage. Die sind unter den Mitglieder inzwischen sozusagen an der Tagesordnung. „Unser Durchschnittsalter liegt bei über 70 Jahren“, sagt Kresse. „Wir brauchen dringend Verjüngung.“ Ohne die Ehrenamtler könne der Verein nicht leben. „Wir haben ein gutes Team und betreuen gegenwärtig fast 140 Menschen.“ Darüber hinaus gehöre seit einigen Jahren die öffentliche Beratung zu Vorsorgevollmachten und Patientenverfügung zu den Aufgaben des Betreuungsvereins.

Die Betreuungsvereine mit Ehrenamtlern und angestellten Betreuungsexperten sind nicht die einzigen Spieler auf diesem Tätigkeitsgebiet. Auch in Kyritz gibt es zusätzlich eine ganze Reihe von Berufsbetreuern, die auf selbstständiger Basis ganz ähnliche Aufgaben erfüllen.

Sitz des Vereins ist die Mühlenstraße 1 in Kyritz, 033971/5 67 00,
E-Mail: bvkyritz@t-online.de

Von Alexander Beckmann

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