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Jubiläumsparty: 125 Jahre Feuerwehr

Freyenstein Jubiläumsparty: 125 Jahre Feuerwehr

125 Jahre alt und mehr in Form denn je. Die Freiwillige Feuerwehr in Freyenstein gründete sich am 11. November 1892. Am Sonnabend feierten die Brandschützer mit acht befreundeten Wehren, einem Festumzug sowie buntem Treiben im Schlosspark. Sogar ein realer Einsatz am Schlossdach gehörte zum Programm.

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Die Feuerwehr in Freyenstein ist 125 Jahre alt. Beim Festumzug am Sonnabend strahlten die obersten Brandschützer aus dem Ort und Wittstock.

Quelle: Christamaria Ruch

Freyenstein. Punkt 13 Uhr gehen am Sonnabend die Sirenen in Freyenstein an. Schon stehen Einwohner an den Straßen. Doch zum Glück heißt der Ernstfall an diesem Tag: Die Freiwillige Feuerwehr in der Stadt wird 125 Jahre alt. Die Sirene gibt nur das Startsignal für den Festumzug.

Der Fanfarenzug aus Plau am See setzt musikalische Akzente. Schon reiht sich die Führungsspitze des Freyensteiner und Wittstocker Brandschutzes dahinter auf: Hartwig Finke, Freyensteins Wehrführer, und Wittstocks Stadtwehrführer Steffen Müller sowie seine Stellvertreter Stefan Finke und Andy Füllgraf marschieren voran.

Gäste aus den befreundeten Wehren Wulfersdorf, Niemerlang, Fretzdorf/Rossow, Biesen, Wernikow, Wittstock, Meyenburg und Massow sind ebenfalls dabei. Am auffälligsten ist der Fuhrpark aus 15 Feuerwehrfahrzeugen sowie vom Rettungsdienst und Katastrophenschutz. Freyenstein ist fest im Griff der Farbe Rot.

Auf Betreiben von Kantor Moor gründeten 34 Freyensteiner Bürger am 11. November 1892 die Feuerwehr im Ort. Otto Hefenbrock nahm damals als Oberführer, so die Bezeichnung für den damaligen Wehrleiter, die Zügel des Brandschutzes in die Hand. Heute sind 29 Aktive dabei.

„Die Feuerwehr ist sehr wichtig für einen Ort und es ist anerkennenswert, was die leisten, weil ja alles freiwillig ist“, sagt Ilka Eisermann und winkt den Brandschützern zu. Das lang anhaltende Tatü, Tata hallt durch den Ort und in den Ohren. „Ich höre zum Glück nur noch die Hälfte“, sagt Walter Eisermann.

Martin Gehlhar aus Wernikow reiht sich im Umzug ein

Martin Gehlhar aus Wernikow reiht sich im Umzug ein.

Quelle: Christamaria Ruch

Martin Gehlhar aus Wernikow reiht sich im Umzug ein. Er fällt besonders mit seiner historischen Maschine auf. „Das ist ein russisches Motorrad“, gibt er nebenbei Auskunft und zuckelt dann weiter.

Im Schlosspark endet der Umzug und beginnt die Feier. Wehrführer Hartwig Finke erinnert mit einer Schweigeminute an den Unfall auf der Autobahn 2 bei Lehnin (Kreis Potsdam Mittelmark) an den Tod von zwei Einsatzkräften der Freiwilligen Feuerwehr Lehnin.

Stefan Finke führt zu den Anfängen des Brandschutzes 1892 in Freyenstein. „Damals stand der Schutz des Eigentums vor Feuergefahr im Vordergrund, heute ist das vor allem technische Hilfe.“ Politische und feuerwehrinterne Änderungen sowie der Zwang nach mehr Flexibilität führen immer mehr dazu, „dass das Korsett im Feuerwehrdienst enger geschnallt wird“, so Finke. Steffen Müller lobt den hohen Ausbildungsstand: „Freyenstein gehört zur Gefahrstoff- und Waldschutzeinheit des Landkreises.“

Kreisbrandmeister Wolfgang Hohenwald: „Sie sind Teil der mehr als eine Million ehrenamtlichen Feuerwehrmitglieder in Deutschland und haben gerade erst bei dem Salpeterunfall auf der A 24 hervorragende Arbeit geleistet.“ Für Wittstocks Bürgermeister Jörg Gehrmann ist „die Motivation, das eigene Leben für andere einzusetzen, der Beweis des Ehrenamtes.“

Mit einem Parcours aus Feuerlöschtraining, Drehleiterschau und realem Einsatz an einer undichten Dachstelle vom Schloss, Spiel und Spaß, Musik und kulinarischen Genüssen und einem flotten Tanzabend klingt das Jubiläum aus.

Von Christamaria Ruch

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