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Jugendarbeit hat noch Reserven

Neustadt Jugendarbeit hat noch Reserven

Im Amt Neustadt wurde im vergangenen Jahr nur gut die Hälfte des sogenannten Sozialraumbudgets ausgeschöpft. Dabei geht es um Geld, das der Landkreis und das Amt für die offene Kinder- und Jugendarbeit bereitstellen. Es handelt sich um gut 13 000 Euro jährlich.

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Jugendclubs profitieren von dem Geld.

Quelle: Alexander Beckmann

Neustadt. Im Amt Neustadt haben Jugendhilfeeinrichtungen nur rund die Hälfte des vom Landkreis und vom Amt bereitgestellten „Sozialraumbudgets in der offenen Kinder- und Jugend(sozial)arbeit“ genutzt. Das geht aus einer aktuellen Information der Amtsverwaltung an den Amtsausschuss hervor.

Anfang 2015 hatte der Landkreis die Verteilung der Mitteln für die Jugendsozialarbeit an die Kommunen übertragen. Sie erhalten dafür seitdem eine feste jährliche Summe, die sie um einen 15-prozentigen Eigenanteil aufstocken. Das Ganze nennt sich „Sozialraumbudget“.

2016 bekam das Amt Neustadt in diesem Zusammenhang knapp 11 200 Euro vom Kreis. Zusammen mit dem Eigenanteil standen gut 13 100 Euro bereit, die die Träger der Kinder- und Jugendarbeit für ihre Einrichtungen und Projekte abrufen konnten.

Größere Summen von je 600 bis knapp 1800 Euro gingen beispielsweise an die Jugendclubs in Neustadt, Dreetz und Lohm zur Deckung der Bewirtschaftungskosten. Vom Geld des Sozialraumbudgets wurden zudem Sachbücher angeschafft oder Kosten für den Fassadenanstrich am Dreetzer Jugendclub beglichen. Zuschüsse gab es unter anderem für die Halloween-Feier in Dreetz, fürs Zelten im Arboretum, für das Kinder-Kunst-Camp in Ganzer, für Ferienspiele in der Waldschule Karnzow oder für einen Erste-Hilfe-Kurs für Kinder und Jugendliche.

Nur die Hälfte des Geldes wurde abgerufen

Alles in allem kamen für insgesamt zwölf Posten 6883 Euro zusammen. Das entspricht nur etwas mehr als der Hälfte der zur Verfügung stehenden Summe. Nicht abgerufenes Geld – im aktuellen Fall über 5300 Euro – muss das Amt dem Landkreis zurückgeben. So sind die Regeln für das Sozialraumbudget.

Als zuständige Neustädter Amtsleiterin nutzte Kathrin Lorenz am Montag die Sitzung des Amtsausschusses, um noch einmal für die Nutzung des Sozialraumbudgets zu werben: „Wir sind in der Lage, Veranstaltungen und Anschaffungen mitzufinanzieren – wenn sie einen öffentlichen Charakter haben.“ Das ist eine Voraussetzung für Unterstützung aus dem Budget: Es muss sich um Angebote handeln, die für jedes Kind, jeden Jugendlichen frei zugänglich sind.

In diesem Jahr haben sich mehr Vereine angemeldet

Kathrin Lorenz zeigte sich am Montag zuversichtlich, dass sich das Sozialraumbudget noch besser etabliert: „In diesem Jahr sind wir flott dabei. Es haben sich schon mehr Vereine angemeldet.“ Das Konzept hält sie für vielversprechend. Es vereinfache die Beantragung. „Prinzipiell ist das eine gute Sache. Früher haben wir weniger Geld vom Kreis in Anspruch genommen.“

Ansprechpartnerin der Amtsverwaltung für Anfragen ist Franziska Plän von der Ordnungs- und Schulverwaltung.

Von Alexander Beckmann

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