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Jugendherberge weiter geschlossen

Prebelow Jugendherberge weiter geschlossen

Gähnende Leere in der Jugendherberge Prebelow: Bevor Gäste kommen, muss das Haus nach dem Brand im April noch weiter untersucht und renoviert werden. Finanziell werden die Folgen des Feuers der Einrichtung wohl aber nicht auf die Füße fallen.

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Im Moment gibt es in der Jugendherberge Prebelow keine Gäste. Wann das Haus wieder eröffnet, ist unklar

Quelle: Peter Geisler

Prebelow. Die Jugendherberge in Prebelow bleibt nach dem Brand Ende April voraussichtlich noch mindestens bis Ende Mai geschlossen. Das sagt auf MAZ-Anfrage Marcus Hirschberg vom Medienreferat im Landesverband Berlin-Brandenburg des Deutschen Jugendherbergswerks. Erst in der kommenden Woche wird ein Brandchemiker das Haus untersuchen können. Das ist laut Marcus Hirschberg notwendig, weil das Feuer nicht wie zunächst angenommen nur die Kellerräume in Mitleidenschaft gezogen hat. Stattdessen sei der Rauch an den Rohrsträngen auch in die oberen Stockwerke gezogen. Nun muss geprüft werden, wie belastet die einzelnen Räume sind. Dabei geht es vor allem um die Küche, die sich direkt über dem Raum befindet, in dem das Steuergerät der Heizungsanlage ausgebrannt ist. Erst wenn klar ist, in welchen Umfang renoviert werden muss, werde das Herbergswerk die Arbeiten in Angriff nehmen.

Alle Gäste, die in der Prebelower Jugendherberge eine Übernachtung für Mai gebucht haben, wurden und werden auf andere Häuser verwiesen. Das habe bislang auch anstandslos geklappt, berichtet der Referent. So sei eine große Gruppe ohne Murren in den Spreewald ausgewichen. Klassenfahrten waren für diesen Zeitraum nicht gebucht. „Glücklicherweise“, sagt Hirschberg. Denn das Umbuchen von Schülergruppen sei erfahrungsgemäß schwieriger. Bei den Verhandlungen mit den Gästen gab es sogar sehr positive Erfahrungen, berichtet der Sprecher. So habe eine Gruppe, die seit Jahren nach Prebelow kommt, nicht nur kein Problem mit der Umbuchung gehabt. Sie hat sogar angeboten dennoch ins Ruppiner Land zu kommen und bei den Ausbesserungsarbeiten mit anzupacken. „Das ist wirklich eine sehr schöne Geste.“ Auch wenn sie von dem Herbergsteam aus Sicherheitsgründen nicht angenommen wurde. „Da merkt man, dass das Haus in Prebelow so ein bisschen familiären Charakter hat.“

Finanziell fallen die Folgen des Brandes der Einrichtung nicht auf die Füße. „Der Landesverband ist eine Solidargemeinschaft“, erklärt Marcus Hirschberg. Zwar verfüge jedes Haus über ein eigenes Budget, für das es auch Verantwortung trägt. Am Ende wird aber alles gemeinsam abgerechnet – und zwar nicht nur in einer solchen Notfallsituation wie in Prebelow. „Wir haben zum Beispiel Häuser wie die in Sachsenhausen oder Ravensbrück, die sich nicht selber tragen.“ Weil dem Herbergsverband die politische Dimension, die in den zwei Häusern mit Gedenkstättenpädagogik vorangetrieben wird, sehr wichtig ist, werden die Objekte über andere finanziert, die mehr erwirtschaften.

Mittlerweile steht fest, dass der Grund für den Brand am 30. April ein technischer Defekt war. Hirschberg: „Es war kein Dritter im Spiel.“

Von Celina Aniol

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