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Ostprignitz-Ruppin Jugendliche kicken gegen die Langeweile
Lokales Ostprignitz-Ruppin Jugendliche kicken gegen die Langeweile
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00:17 16.03.2016
Sieger: Die Jungs von K6 der Grundschule in Heiligengrabe holten in der Klassenstufe 3 bis 6 den ersten Platz. Quelle: Christian Bark
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Wittstock

Eigentlich waren die sechs Jungs aus der Unterkunft für minderjährige Flüchtlinge in Schweinrich am Freitag ohne einen Namen als Mannschaft angetreten. Doch der Schiedsrichter des Fußballturniers, dass jedes Jahr zwischen den Klassenstufen drei bis zehn aus dem raum Wittstock-Heiligengrabe stattfindet, nannte die sechs Jugendlichen aus Afghanistan kurzerhand einfach „FC. Inter“. Die Namen der anderen Mannschaften waren nicht minder kreativ. So kickte FC Inter als Teilnehmer der Klassenstufen sieben bis zehn gegen FC Talentfrei, der bei dem Turnier in der Altersklasse auch den ersten Platz holte, Ajax Lattenstramm sowie Jungs und Mädels der Polthier Oberschule.

Deutsche und Flüchtlinge gemeinsam auf dem Spielfeld

Lautstark angefeuert wurden die Afghanen von den Betreuerinnen Samira Senf und Dilek Özitis, die mit 13 weiteren Jugendlichen aus der Flüchtlingsunterkunft Schweinrich in die Wittstocker Stadthalle gekommen waren. „Die Jungs müssen mal mehr aus sich und der Einrichtung heraus kommen“, sagte Özitis. So ein Match sei dafür eine super Gelegenheit, auch um deutsche Jugendliche kennenzulernen. Zuletzt habe sie mit einer Gruppe junger Flüchtlinge an einem ähnlichen Turnier in Neuruppin teilgenommen. Von denen sei aber keiner mehr in Schweinrich.

Dilek Özitis (2. v.r.) drückte gemeinsam mit anderen Flüchtlingen ihrer Mannschaft die Daumen. Quelle: Christian Bark

Auch die sechs Afghanen hatten sichtlich Spaß am Spiel. „Das war ein faires Match“, lobt Aziz Rasooli die Partie. Der 16-Jährige hatte schon in seiner afghanischen Heimat Fußball gespielt. In Schweinrich, wo er und seine Mannschaftskollegen seit Februar leben, machten sie dreimal die Woche Sport. Für FC Inter reichte es am Ende immerhin für den dritten Platz.

Über einen der beiden Siegerpokale konnten sich die Mannschaft K6 von der Grundschule Heiligengrabe freuen. „Wir hätten nicht gedacht, dass wir gewinnen“, freute sich Mannschaftsmitglied Jannis Hantke. Da hätten sich die Übungseinheiten in den großen Hofpausen gelohnt, blickte der 13-Jährige zurück.

Wachstumskern mit von der Partie: Heiligengrabes Bürgermeister Holger Kippenhahn nutzte für den Anstoß den Werbe-Ball das Autobahndreieck Wittstock-Heiligengrabe-Meyenburg. Quelle: Christian Bark

Vielleicht hatte den Heiligengrabern ab er auch der Anstoß durch Gemeindeoberhaupt Holger Kippenhahn ein Quantum Glück verliehen. Der hatte die Jugendlichen zu Beginn des Turniers auf das „Sportjahr 2016“ mit Verweis auf die Olympischen Sommerspiele und die Fußballeuropameisterschaft eingestimmt. Zum Anstoß verwendete er den Ball des Wachstumskerns Wittstock-Heiligengrabe.Meyenburg.

„Das Turnier steht am Ende unserer diesjährigen Präventionswoche an regionalen Schulen“, informierte Schulsozialarbeiter David Kutzner. Unter dem Motto „Laufen statt Zocken“ sollte in diesem Jahr dem Trend, die Welt nur noch am Computer erleben zu wollen, entgegengewirkt werden. Und beim Kicken käme kaum Langeweile auf. „Fußball ist zwar auch irgendwie Zocken, aber auf eine für den Körper gesunde Art“, sagte Kutzner.

Von Christian Bark

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