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Ostprignitz-Ruppin Jugendliche legen Sinnespfad an
Lokales Ostprignitz-Ruppin Jugendliche legen Sinnespfad an
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00:17 23.04.2017
Im Einsatz für den Sinnespfad: Christoph Boche, Max Grunau, Jessica Schramm und Ricardo Heise (v. l.). Quelle: Frauke Herweg
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Wall

Christoph Boche wusste schnell, bei welchem Projekt er mitmachen will. Beim Anlegen des Sinnespfades. „Das ist doch toll“, sagt der 16-Jährige mit dem roten Basecap. „Da merkt man, dass man wirklich was geschafft hat.“

Im Rahmen der 48-Stunden-Aktion der Berlin-Brandenburgischen Landjugend arbeiten Jugendliche aus der Gemeinde Fehrbellin in Wall an einem Pfad, auf dem nackte Kinderfüße ganz unterschiedliche Materialien ertasten können. Der Sinnespfad im Streichelzoo des Bauernhofes Stolz soll von allen Gästen genutzt werden dürfen. Auch die Fehrbelliner Jugendlichen, die jedes Jahr mehrere Ferienfreizeiten dort verbringen, wollen später auf ihm wandeln. Am Freitag soll der Pfad fertig sein.

Die Fehrbelliner Gruppe ist länger im Einsatz als andere

Ziel der brandenburgweiten 48-Stunden-Aktion ist es, dass Kinder und Jugendliche sich zwei Tage lang für ihren Ort engagieren. Sie erneuern Spielplätze, helfen der Feuerwehr oder sammeln Müll im Wald. Die Fehrbelliner Jugendgruppe ist streng genommen sogar vier Tage im Einsatz. Denn die insgesamt 28 Kinder und Jugendlichen sind schon am Mittwoch – zwei Tage vor Beginn der eigentlichen Aktion – nach Wall gekommen. Mit einer langen Projektliste.

Außer dem Sinnespfad sollen auch Schilder für einen mobilen Verkehrslehrgarten entstehen. Jugendliche, die sich für Arbeit auf dem Bauernhof begeistern können, helfen zudem beim Ausmisten der Ställe. Beim Frühjahrsputz am Sonnabend in Wall wollen die Aktionsteilnehmer im Alter von sechs bis 19 Jahren ebenfalls mit anpacken. „Wir haben ganz schön was zu tun“, sagt Jugendsozialarbeiterin Kerstin Zimmermann.

Großes Interesse an der Aktion

Eigentlich hatte Zimmermann nur mit 15 Jugendlichen nach Wall fahren wollen. Dann war das Interesse an der Ferienaktion so groß, dass Zimmermann die Plätze deutlich aufstockte. Dennoch mussten am Schluss einige Jugendliche zu Hause bleiben. „Wir haben leider nicht alle mitnehmen können.“

Schon Wochen vorher hatten sich die Jugendlichen Gedanken gemacht, wie und wo sie die Materialien für den Sinnespfad besorgen könnten. Zimmermann begleitete die Planungen. Bei den eigentlichen Arbeiten lässt sie den Jugendlichen jedoch freie Hand. Sie sollen möglichst selbstverantwortlich malern und bauen können. Auch das ist eine wichtige Erfahrung, findet sie.

Baustelle auf dem Bauernhof: Die Jugendlichen strichen das Holz des Sinnespfades und auch ein Spielhäuschen mit Schutzfarbe an. Quelle: Frauke Herweg

Bis Freitagabend wollen die Jugendlichen auf dem etwa einen Meter breiten Pfad kleine Steinchen, Moos und andere Materialien auslegen. Zuvor mussten sie auf der Wiese Grasnarbe und Erde abtragen. „Der Boden ist steiniger als gedacht“, sagt Ricardo Heise, der am Donnerstag gemeinsam mit anderen Erde schaufelte. Dennoch packte er weiter mit an. „Hier werden Kinder mal mit nackten Füßen langlaufen können – das ist doch cool.“

Von Frauke Herweg

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