Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Ostprignitz-Ruppin Jugendliche sollen rauchfrei werden
Lokales Ostprignitz-Ruppin Jugendliche sollen rauchfrei werden
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:18 26.03.2016
Sozialpädagogin Melanie Stöwesand (l.) referierte.  Quelle: Luise Fröhlich
Anzeige
Neuruppin

 Als Stella ihre erste Zigarette geraucht hat, war sie gerade mal sieben Jahre alt. Die jetzt 15-jährige Buskowerin griff aus Gruppenzwang zum Glimmstängel. „Meine Freunde sagten, dass ich nicht dazu gehöre, wenn ich nicht mitrauche“, erzählte Stella. Als sie in der 5. Klasse war, fing sie dann richtig an zu rauchen und konnte die Sucht nicht mehr stoppen. Dennoch sagte sie: „Ich kann aufhören, wenn ich will.“ Um sich Anregungen für das Wie zu holen, besuchte sie am Mittwoch das Anti-Raucher-Seminar für Jugendliche im Informations- und Beratungszentrum (IBZ) in Neuruppin.

Thomas Stork, Streetworker und Jugendbetreuer bei der Initiative Jugendarbeit (IJN) Neuruppin, hat dieses Seminar am ersten Tag der Osterferien in Zusammenarbeit mit zwei Sozialpädagoginnen von der Suchtberatung des Tannenhof auf die Beine gestellt. Neun Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren haben daran teilgenommen. In der kommenden Woche soll es einen zweiten Seminartag geben, an dem es um die Vorteile des Nichtrauchens und um Ausstiegsmöglichkeiten geht.

Rauchen wird unter Jugendlichen immer uncooler

Melanie Stöwesand, die beim Tannenhof auch Raucherberatungen mit Erwachsenen durchführt, hat am Mittwoch in dieser Form zum ersten Mal ein Seminar mit so jungen Menschen gemacht. Entstanden ist die Idee bei einem Tag der offenen Tür des Tannenhof in Neuruppin im vergangenen Jahr. Im ersten Seminarteil mussten sich die Jugendlichen selbst einschätzen, um herauszufinden, wie abhängig sie schon sind. Auf einer Skala von 1 bis 10 stufte sich die Mehrheit in der Mitte ein. Nach einer Pause referierte Stöwesand zum Thema Konsequenzen des Rauchens und warum es sich lohnt, Nichtraucher zu werden. Zuerst stellte die Sozialpädagogin Motive und Gründe Jugendlicher vor, die sie am häufigsten dazu bewegen, mit dem Rauchen anzufangen.

Laut einer Umfrage im Auftrag der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) wollen die meisten Jugendlichen mit dem Rauchen beweisen, wie erwachsen sie schon sind. Sie rebellieren gegen familiäre oder gesellschaftliche Normen, buhlen um Aufmerksamkeit, wollen das andere Geschlecht beeindrucken und glauben, die Leistungsanforderungen, die vor allem schulisch an sie gestellt werden, besser bewältigen zu können. „Die Akzeptanz des Rauchens geht unter den Jugendlichen aber immer weiter zurück“, berichtete Stöwesand. Rauchen gilt demnach unter jungen Menschen als immer uncooler.

Nicht nur das Nikotin macht die Zigarette giftig

Eindruck hinterließ bei Stella und den anderen Jugendlichen vor allem die lange Liste an Zusatzstoffen, die neben dem Nervengift Nikotin in Zigaretten enthalten ist. Blausäure etwa kommt in Rattengift vor, Hydrazin wird für Raketentreibstoff verwendet und Nitrobenzol findet sich in Dieselabgasen wieder. Nach dieser Lehrstunde blieben vier der neun Teilnehmer bei der nächsten Raucherpause im Seminarraum sitzen.

Von Luise Fröhlich

Ostprignitz-Ruppin Berufung vor dem Landgericht Neuruppin - Hund getötet: Geringere Strafe für Torsten R.

Weil Torsten R. aus Hohenofen (Ostprignitz-Ruppin) nicht mit dem Urteil des Amtsgerichts Neuruppin einverstanden war, ging er in Berufung – und hatte Erfolg. Für die Tötung seines Hundes gibt es nur eine Geldstrafe. Doch wegen weiterer schwerer Vergehen wurde er vom Landgericht Neuruppin zu einer Gesamtstrafe von zwei Jahren und fünf Monaten verurteilt.

23.03.2016
Wittstock/Dosse Einwohnerversammlung in Heiligengrabe - Neues Dorfgemeinschaftshaus umstritten

Der Pavillon hinter der Nadelbachgrundschule soll Heiligengrabes neues Dorfgemeinschaftshaus werden. Die Machbarkeitsstudie wurde am Dienstag den Heiligengrabern vorgestellt. Doch längst nicht alle sind mit dieser Option zufrieden. Insbesondere der ehemalige Dorfkrug wurde als mögliche Alternative immer wieder ins Spiel gebracht, so auch am Dienstag.

26.03.2016

Das Landgericht Neuruppin verhandelte am Mittwoch gegen einen 16-jährigen Neuruppiner. Er soll einem 18-Jährigen Ende Oktober nach einem Streit mit dem Messer in den Kopf gestochen haben. Der erste Verhandlungstag lässt viele Fragen offen. Bisher wurde nur entschieden, dass der Angeklagte aus der Jugendhilfeeinrichtung ausziehen darf.

26.03.2016
Anzeige