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Jugendliche wollen für ihre Kalthalle kämpfen

Wittstock Jugendliche wollen für ihre Kalthalle kämpfen

Die Jugendlichen der Demokratiewerkstatt sind verunsichert, ob aus ihrem geplanten Jugendzentrum am Bahnhof in Gänze etwas wird. Für den Lok-Schuppen, in dem eine Kalthalle entstehen sollte, gibt es einen anderen Interessenten. Wittstocks Bürgermeister bot nun Gespräche mit den Jugendlichen an und brachte ein alternatives Gebäude für die Halle zur Sprache.

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Seit mehr als zwei Jahren tüfteln die Jugendlichen an den Plänen eines Jugendzentrums am Bahnhof.

Quelle: Christian Bark

Wittstock. Zwei Jahre haben sich die Jugendlichen der Demokratiewerkstatt mit der Umwandlung des Wasserturms und Lok-Schuppens auf dem Wittstocker Bahnhofsgelände zum Jugendzentrum beschäftigt. Dazu hatten sie Modelle und Nutzungskonzepte erarbeitet. Während im Wasserturm ein neuer Jugendklub entstehen sollte, war im Lok-Schuppen eine Kalthalle vorgesehen, die die Jugendlichen als Skater- und Veranstaltungsort nutzen könnten.

In dem Lok-Schuppen sollte ursprünglich die Kalthalle entstehen

In dem Lok-Schuppen sollte ursprünglich die Kalthalle entstehen.

Quelle: Christian Bark

Seit der vorletzten Demokratiewerkstatt im Februar waren die jungen Planer jedoch durch Gerüchte verunsichert worden, dass aus der Kalthalle nun doch nichts werden sollte. „Ich habe am Projekt von Anfang an mitgearbeitet. Es wäre schade, wenn das alles umsonst gewesen wäre.“, sagte die zwölfjährige Alina-Cheyenne Plagemann in der jüngsten Demokratiewerkstatt zu Beginn des Monats. Auch bei den Organisatoren des Jugendprojekts war die Nachricht auf Unverständnis gestoßen, sei den Jugendlichen das Zentrum doch vor zwei Jahren zugesichert worden. Antwort auf die Fragen gab Wittstocks Bürgermeister Jörg Gehrmann am Montag in einem ersten Gespräch mit den Organisatoren.

Das Gebäude mit Wasserturm soll der neue Jugendclub werden

Das Gebäude mit Wasserturm soll der neue Jugendclub werden.

Quelle: Christian Bark

„Es ist bisher nicht bis zu mir durchgedrungen, dass sich die Jugendlichen derartige Sorgen machen“, sagte der Bürgermeister. In diesem Gespräch bestätigte er, dass es für den Lok-Schuppen einen alternativen Interessenten gebe, der dort eventuell ein Tagungs- und Ausbildungszentrum errichten möchte. Gehrmann betonte, dass er den Jugendlichen nie leere Versprechungen gemacht, sondern sich immer alternative Nutzungskonzepte offen gehalten habe. „Ich habe immer gesagt, wenn ich eine höherwertige Lösung finde, dann werde ich sie auch nutzen“, betonte er. Und das sei das Vorhaben der Swiss Krono aus Heiligengrabe, da dadurch Arbeitsplätze entstehen und Investitionen getätigt werden würden.

Bei der letzten Demokratiewerkstatt zeigten sich die Jugendlichen verunsichert, was ihre Pläne angeht

Bei der letzten Demokratiewerkstatt zeigten sich die Jugendlichen verunsichert, was ihre Pläne angeht.

Quelle: Christian Bark

Das Unternehmen bestätigte auf MAZ-Anfrage, dass es derartige Überlegungen gebe, beschlossen sei aber noch nichts. Das sagte auch Jörg Gehrmann und verwies auf einen Entscheidungszeitraum bis September dieses Jahres. „Bis dahin bleibt der Plan von der Kalthalle, die Bauplanungen sind jedoch gestoppt“, erklärte er. Das gelte nicht für den geplanten Jugendklub im Wasserturm. Selbst wenn aus der Kalthalle im Lok-Schuppen nichts werden sollte, bot Jörg Gehrmann den Organisatoren am Montag ein alternatives Gebäude auf dem Bahngelände an. Die Wagenwerkstatt neben dem Lok-Schuppen biete mindestens ebensogute Voraussetzungen. Architekt Ralf Fleckenstein solle zeitnah eine Nutzung prüfen. Zeitnah will sich der Bürgermeister auch mit den Jugendlichen treffen, wie er sagte, und ihnen seine Überlegungen dazu mitteilen.

Demokratiewerkstattbetreuerin Uta Lauterbach zeigte sich nach dem Gespräch zumindest erfreut über den Alternativvorschlag. Trotzdem planten die Jugendlichen eine Anfrage zum Thema auf der Stadtverordnetenversammlung am morgigen Mittwoch. Grundsätzlich seien die Jugendlichen, und das betonten diese in der jüngsten Demokratiewerkstatt immer wieder, an Gesprächen mit allen Beteiligten interessiert. Das sah auch Krono-Geschäftsführer Uwe Jöst so. „Wir brauchen unsere Jugend als Fachkräfte von morgen“, sagte er. Darum habe das Unternehmen an einem gemeinsamen Austausch Interesse.

Von Christian Bark

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