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Jugendtreff im Notquartier

Neuruppin Jugendtreff im Notquartier

Die Zukunft des Neuruppiner Kindertreffs „Fischbüchse“ ist offen. Rund 20 Jahre lange war er in einem Provisorium im Neubaugebiet untergekommen. Die Baucontainer waren zuletzt so marode, dass sie abgerissen werden mussten. Die Wohnungsgesellschaft NWG wollte eine neue „Fischbüchse“ planen. Ob die aber kommt, kann niemand sagen.

Neuruppin, Thomas-Mann-Straße 52.917855735201 12.791122445508
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Nur das große Schild mit dem Namen des Kinderklubs steht an der Junckerstraße noch. Die Container sind längst verschwunden.

Quelle: Peter Geisler

Neuruppin. Die Zukunft des beliebten Kinder- und Jugendtreffs Fischbüchse im Neuruppiner Plattenbau ist offen. Die vier Container, in denen sich der Jugendtreff 20 Jahre lang eingerichtet hatte, gibt es nicht mehr. Sie wurden vor Kurzem abgerissen. Eigentlich sollte auf dem Grundstück an der Ecke Juncker- und Thomas-Mann-Straße ein neues, festes Gebäude für den Kinderklub entstehen. Doch ob daraus tatsächlich etwas wird, steht zurzeit in den Sternen.

„Was wir dort machen, wissen wir noch nicht genau“, sagt Robert Liefke, der Chef der Neuruppiner Wohnungsbaugesellschaft (NWG). Die städtische Tochterfirma hatte das 1300 Quadratmeter große Grundstück samt Fischbüchse 2015 für rund 76 000 Euro von der Stadt gekauft, um dort investieren zu können. Seit Jahren war klar, dass der Kindertreff in erbärmlichem Zustand ist.

Die marode Container waren niemandem mehr zuzumuten

Die alten Container waren den Kindern kaum noch zuzumuten. 2013 hatten Jugendliche einen Film über ihre Sicht auf Neuruppin gedreht, der auch die Stadtverordneten schwer beeindruckt hat. In dem Film riefen sie auch um Hilfe für die heruntergewirtschaftete Fischbüchse. Die NWG bot sofort Unterstützung an und stellte sogar einen mögliche Neubau in Aussicht, in dem dann vielleicht auch Platz für seniorengerechte Wohnungen oder andere soziale Einrichtungen wäre. Konkrete Pläne gibt es aber noch nicht.

Schon vor Jahren war der Behelfsbau and er Ecke Junckerstraße und Thomas-Mann-Straße heruntergekommen

Schon vor Jahren war der Behelfsbau and er Ecke Junckerstraße und Thomas-Mann-Straße heruntergekommen. Die Jugendlichen versuchten, die Container zu renovieren, aber auch das hielt nicht sehr lange.

Quelle: Peter Geisler

Im Frühjahr zog NWG-Geschäftsführer Liefke schließlich die Reißleine und entschied, dass die alten Container schon aus Brandschutzgründen abgerissen werden müssen. Schließen musste die Fischbüchse aber nicht, sie konnte weitermachen. Die Initiative Jugendarbeit Neuruppin (IJN) fand eine Übergangslösung. Die Stadtverwaltung bot Räume im ehemaligen Hort Krümelkiste an der Franz-Mehring-Straße ein. Dorthin zogen die Streetworker der IJN mit dem Kindertreff um. In den vergangenen Wochen hat sich der Jugendtreff dort eingerichtet.

Wie lange er bleibt, ist aber ungewiss. „Die Stadt will das Gebäude in absehbarer Zeit sanieren“, sagt IJN-Chef Andreas Haake. Er könnte sich vorstellen, dass der Kindertreff sich auf Dauer in dem Gebäude einrichtet. Allerdings ist dort auch der Hort der Karl-Liebknecht-Schule untergebracht. Und der braucht eigentlich mehr Platz ,als er bisher hat, hieß es kürzlich im Rathaus. Ist dann dort auf Dauer auch Raum für die Fischbüchse? Die Betreuer und Streetworker würden sich ohnehin wieder ein eigenes Gebäude wünschen.

Wo vor ein paar Wochen noch die Fischbüchse stand, gibt es jetzt nur noch eine leere Fläche, umgeben von dichten Hecken

Wo vor ein paar Wochen noch die Fischbüchse stand, gibt es jetzt nur noch eine leere Fläche, umgeben von dichten Hecken.

Quelle: Peter Geisler

Für die Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen wäre das pädagogisch am sinnvollsten, sagt Wolfgang Neises-Trebst, der bei der IJN den Bereich Jugendsozialarbeit leitet. In der alten Fischbüchse waren die Jugendlichen hinter Hecken verborgen und haben die Anwohner so wenig gestört. Auch deshalb war der Treff ein beliebter Anlaufpunkt für Kinder und Jugendliche aus dem Neubaugebiet, die sonst schwer zu erreichen waren.

Die NWG kann sich nach wie vor vorstellen, anstelle der alten Fischbüchse ein neues Haus mit Platz für die Jugendlichen zu bauen – vorausgesetzt die IJN will das. Sonst bleibt das Grundstück an der Junckerstraße wohl erst einmal leer. Auch ohne dieses Projekt hat die städtische Wohnungsgesellschaft schon genug Baustellen überall in Neuruppin. Für September ist ein weiteres Treffen zur Zukunft der Fischbüchse geplant..

Von Reyk Grunow

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