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Jugendtreff und Notquartier

Neuruppin Jugendtreff und Notquartier

Vor gut einem Jahr wurde sie abgerissen – jetzt soll die „Fischbüchse“ in Neuruppin wiedererstehen. Die Neuruppiner Wohnungsbaugesellschaft (NWG) will auf demselben Grundstück an der Junckerstraße einen neuen Kinder- und Jugendtreff bauen. In dem Gebäude sollen auch Notwohnungen für Familien entstehen, die nach einem Unglück ohne Obdach sind.

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Ein Schild weist noch auf die Fischbüchse hin, den alten Bau gibt es aber längst nicht mehr.

Quelle: Peter Geisler

Neuruppin. Vor gut einem Jahr musste der sehr beliebte Kindertreff Fischbüchse sein Quartier an der Ecke Thomas-Mann- und Junckerstraße im Neuruppiner Neubaugebiet schließen. Zwischenzeitlich sind die Kinder und Jugendlichen im Gebäude des ehemaligen Kindergartens an der Franz-Mehring-Straße untergekommen. Doch schon bald könnten sie an den Platz zurückkommen, an dem die Fischbüchse rund 20 Jahre lang stand. Die Neuruppiner Wohnungsbaugesellschaft (NWG) will bis 2019 einen neuen Jugendtreff bauen.

2016 hatte NWG-Chef Robert Liefke die alten Metallcontainer, die der Fischbüchse einst ihren Namen gaben, abreißen lassen. Sie waren eigentlich immer nur als Provisorium gedacht gewesen, blieben dann aber so lange stehen, bis es wirklich nicht mehr ging. Liefke war nicht länger bereit, die Verantwortung für den heruntergekommenen Jugendtreff aus Blech zu übernehmen.

Ein neuer Bau, stabil und sicher

Von Anfang an war klar, dass auf dem Grundstück eine neue Fischbüchse entstehen soll – in einem soliden Gebäude aus Stein und Beton. Doch ein Haus nur für den Kindertreff? Das erschien dann doch etwas groß. Also suchte die NWG nach weiteren Nutzern. Sogar ein Umzug des Hauses der Begegnung aus der Villa an der Franz-Künstler-Straße war kurz im Gespräch. Er wurde aber wieder verworfen – auch weil die Senioren sich nicht vorstellen konnten, den Ort für ihren Treff zu wechseln.

Inzwischen gibt es aber neue Ideen. „Im kommenden Jahr wollen wir mit den Planungen für ein neues Gebäude beginnen“, kündigt Robert Liefke jetzt an.

Die Fischbüchse wird vom Neuruppiner Jugendhilfeverein IJN betrieben. Dessen Geschäftsführer Andreas Haake sucht auch für die Verwaltung des Vereins neue Räume. Die bisherigen sind nach 20 Jahren zu eng. Die NWG hat sich deshalb bereit erklärt, an der Junckerstraße ein neues Haus für die Verwaltung der IJN und für die Fischbüchse zu errichten. In das alte IJN-Gebäude an der Karl-Liebknecht-Straße kann dann die Stadtverwaltung einen Teil ihrer Büros auslagern.

Barrierefreie Wohnungen für den Notfall fehlen

NWG-Geschäftsführer Liefke hofft, mit dem Neubau für die NWG noch ein drittes Problem lösen zu können, das sich bei einem Brand in einem Mietshaus in Alt Ruppin vor wenigen Wochen gezeigt hatte. Damals war die Stadt auf die NWG zugekommen, um Notwohnungen für die Familien zu finden, die nach dem Feuer vorübergehend ausziehen mussten. Doch barrierefreie Notquartiere von passender Größe konnte die NWG so schnell nicht zur Verfügung stellen. Trotzdem fühlt sich Liefke als Chef der kommunalen Wohnungsverwaltung in der Pflicht. Deshalb will er jetzt versuchen, noch ein, zwei oder sogar mehr solcher Notwohnungen für die Stadt in dem Neubau an der Junckerstraße unterzubringen.

Wenn die Planer gut vorankommen, könnte sich die NWG vorstellen, 2018 auch noch mit dem Bau zu beginnen.

Von Reyk Grunow

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