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Junge Polen lernen in Lindow

Minister besucht das Sport- und Bildungszentrum Junge Polen lernen in Lindow

Der brandenburgische Sport- und Bildungsminister Günter Baaske hat am Freitag erstmals die Lindower Sportschule besucht. Dort werden in der Europäischen Sportakademie auch immer mehr Berufe gelehrt. Die Studenten kommen mittlerweile aus ganz deutschland und aus Nachbarländern.

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Arbeitsminister Günter Baaske (2.v.l.) in der Sportschule.

Quelle: Schmettow

Lindow. Er war der Präsident von Turbine Potsdam, er ist Minister für Bildung Jugend und Sport im Land Brandenburg – doch im Lindower Sport- und Bildungszentrum war er bislang noch nie. Das holte Günter Baaske am Freitag nach. Der SPD-Politiker informierte sich mehr als zwei Stunden lang über die Geschichte der Sportschule und die heutige Berufsausbildung an der Europäischen Sportakademie in Lindow. Ab dem nächsten Jahr soll es dort eine vollschulische Ausbildung zum Erzieher geben, sagt die Leiterin Cornelia Christiansen.

Schule will ihre Zimmer modernisieren

Die Sportschule mit 244 Betten und 46 000 Übernachtungen im Jahr will ihre Zimmer modernisieren und weitere Hotelbetten schaffen. Bei solchen Investitionen ist sie auf Zuschüsse angewiesen, erklärt der Geschäftsführer Manfred Wothe. Neben Studenten aus ganz Deutschland bewerben sich auch immer mehr Polen um einen Ausbildungsplatz in Lindow. „Die kommen noch im Anzug und mit ihren Eltern zum Vorstellungsgespräch“, staunt Cornelia Christiansen. Sportassistenten aus Lindow finden Arbeit zum Beispiel in Fitnessstudios, nicht aber in den Sportverbänden, weil die sich keine hauptamtlichen Mitarbeiter leisten könnten, bedauert Andreas Gerlach, der Hauptgeschäftsführer des Landessportbundes.

Der Minister regt an, ungewohnte Wege zu gehen, um Fachkräfte auszubilden. Als Beispiel nennt er einen Metallbaubetrieb, der händeringend Schweißer suchte. Er holte 14 Afrikaner aus einem Flüchtlingsheim und bildete sie aus. Zehn seien nun fest angestellt.

Für die Ausbildung zum Bademeister fehlen Interessenten

Das Neuruppiner Jahnbad kann derzeit keinen zweiten Bademeister finden. Die Ausbildung ist in Lindow möglich, aber es melden sich keine Interessenten. „Die Prüfung ist sehr hart, und es ist ein Saisonjob“, erklärt Cornelia Christiansen. Künftig werden schon 15-Jährige mit einem 10.-Klasse-Schulabschluss eine Ausbildung in Lindow antreten. Den Minister interessierte die Erreichbarkeit des Sport- und Bildungszentrums mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Die Bahn hält nur von April bis Oktober in Lindow. Dass es auch keinen Bus zum Bahnhof Gransee gibt, weil eine Landkreisgrenze dazwischenliegt, erstaunte den Minister. So etwas sei zwischen Potsdam Mittelmark und Havelland undenkbar: „Die Leute würden uns lynchen“, so Baaske. Vielleicht ändert sich ja etwas mit der Kreisgebietsreform, sagt Manfred Wothe. Wenn Ostprignitz-Ruppin mit Oberhavel zusammenginge, gäbe es zwischen Lindow und Gransee keine Kreisgrenze mehr.

Von Christian Schmettow

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