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Junge Retter im Dauereinsatz

Neuruppin Junge Retter im Dauereinsatz

Sie mussten einen Auto- und einen Waldbrand sowie Feuer in einem Gebäude löschen und auch Verletzte retten: 35 junge Feuerwehrleute haben ein aufregendes Wochenende hinter sich. Die Acht- bis 16-Jährigen absolvierten in der Wache Südost in Lichtenberg einen ganz besonderen Ausbildungstag.

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Leon, Lucas, Dean (v. l.) testen in der Feuerwache Südost in Lichtenberg schon mal die Spritzen.

Quelle: Peter Geisler

Lichtenberg. Gerade haben sie noch eine Kakaomilch getrunken, da ertönt der Alarm: Autobrand an der Kappstraße in Hermannshof. Jonas (11) und Marlon (10) springen auf, knüpfen sich die Jacke zu, setzen ihren Helm auf und eilen zu ihrem Einsatzwagen. Die zwei Jungen gehören am Sonnabend zu den 35 jungen Feuerwehrleuten aus Alt Ruppin, Karwe, Lichtenberg, Radensleben, und Wuthenow, die beim sogenannten Berufsfeuerwehrtag in der Wache Südost Neuruppin schon mal ihre Einsatzfähigkeit testen. Die Autos werden zwar von Erwachsenen zum Einsatzort gefahren, aber dort sollen die jungen Retter möglichst ohne Hilfe wissen, wie sie einen Brand bekämpfen, einen Verletzten retten oder einen dicken Ast von der Straße räumen. „Das ist der einzige Tag im Jahr, an dem die Kinder solche Einsätze richtig üben können“, sagt Doreen Prehm (41), Jugendwartin in der Wache Südost in Lichtenberg.

Übernachtet wird in Zelten direkt an der Feuerwache

Die jungen Brandschützer trainieren derartige Einsätze zwar bei ihren wöchentlichen Treffen. Doch dabei wird nicht mit einem Feuerwehrauto zum Einsatzort gefahren; es gibt auch keine Verletzten, die unter einem Fahrrad oder einem Ast liegen und gerettet werden müssen, oder brennende Fahrzeuge, die zu löschen sind. Zudem wird ihr Vorgehen beim Training nicht von so vielen aktiven Brandschützern aufmerksam verfolgt wie beim Berufsfeuerwehrtag. „Der ist Höhepunkt der alljährlichen Ausbildung“, betont Prehm. Schließlich übernachten die Kinder, die zwischen 8 und 16 Jahren alt sind, auch in großen Zelten direkt an der Feuerwehrwache.

Teure Technik an Bord

Die Idee für so einen Einsatztag stammt von Brandschützern aus Alt Ruppin. Dort fand in den vergangenen Jahren auch stets diese ungewöhnliche Ausbildung statt. Nun sollte ein neuer Standort her. Die Feuerwache Lichtenberg bot sich dafür an. Sie war saniert und erweitert worden und hatte im April zudem ein neues Tanklöschfahrzeug erhalten. Welche Technik das 161 000 Euro teure Auto alles an Bord hat und wo diese zu finden ist, das hatte Sirko Malinowski (37) am Sonnabend den jungen Brandschützern noch mal gezeigt. Das hat sich gelohnt. Auch Jonas und Marlon können das „brennende“ Auto, einen präparierter Unfallwagen, recht schnell mit einem Wasserstrahl bekämpfen.

 Das „Feuer“ in dem präparierten Unfallauto hatten die jungen Brandschützer schnell unter Kontrolle

Das „Feuer“ in dem präparierten Unfallauto hatten die jungen Brandschützer schnell unter Kontrolle.

Quelle: Andreas Vogel

Von Andreas Vogel

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