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Junges Paar kehrt aus Heimatliebe zurück

Heinrichsdorf Junges Paar kehrt aus Heimatliebe zurück

Für das Heimatgefühl finden Anja und Alexander Krehl aus Heinrichsdorf keine Worte. Schon während des Studiums stand für beide fest, dass sie anschließend zurückkehren und in der Ostprignitz Arbeit und Perspektive finden. Dieser Wunsch ging in Erfüllung. Nun setzt das Paar mit ihrem Sohn Theo die Familientradition auf dem Hof fort.

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Strandkorb in Heinrichsdorf: Anja und Alexander Krehl fühlen sich mit ihrem Sohn Theo wie im Urlaub.

Quelle: Christamaria Ruch

Heinrichsdorf. „Wir hatten immer den Wunsch, nach Hause zurück zu kommen“, sagen Anja und Alexander Krehl. Das Paar lebt in Heinrichsdorf und schlägt nun in dem Elternhaus von Anja Krehl neue Wurzeln. Theo ist mittlerweile ein Jahr alt und das Glück seiner Eltern.

Anja Krehl ist 29 Jahre, absolvierte nach dem Abitur ein Studium der Sozialpädagogik in Neubrandenburg und arbeitet an einer Förderschule in Neuruppin. Alexander ist gerade 30 geworden und ging einen ähnlichen Weg. Nach dem Abitur studierte er in Wildau und arbeitet als Verwaltungswirt beim Landkreis in Neuruppin.

Mit der Rückkehr setzten beide auch ein anderes Zeichen. „Das Haus soll ja weiter von der Familie bewohnt werden.“ Ingrid und Burkhard Krehl sind die Eltern von Anja und leben ebenfalls unter diesem Dach. Immerhin lebt die Familie seit fünf Generationen auf dem Grundstück und setzt damit ein Erbe fort. Das Haus stammt aus der Zeit um 1850. Jede Familie wohnt separat – nur der Wintergarten wird gemeinschaftlich genutzt. Gerade erst endeten die drei Jahre währenden Sanierungsarbeiten am Haus. „Wir haben alles schrittweise allein gemacht und viel Hilfe von Freunden bekommen“, sagen Anja und Alexander Krehl.

Beide verbindet eine Jugendliebe; sie gingen gemeinsam in die Realschule in Wittstock und wechselten dann zum Oberstufenzentrum in Neuruppin. Anja Krehl wuchs in Neuruppin und Freyenstein auf und zog mit ihren Eltern nach Heinrichsdorf, als sie 16 war. „Heinrichsdorf war schon immer Heimat für mich“, sagt sie. Gleichzeitig räumt sie ein, für dieses Heimatgefühl gar keine Worte zu finden. Die Großeltern freuten sich, als die Familie zu ihnen zog. Dieser Schritt hatte auch eine soziale Funktion, um den Großeltern unter die Arme zu greifen. „Ich hatte mich schon als Kind hier wohl gefühlt, wenn wir Oma und Opa besuchten“, erinnert sich Anja Krehl. Viele aus ihrem Freundeskreis kehrten nach dem Abitur der Region dauerhaft den Rücken. „Es können ja nicht alle weggehen und wir wussten, dass wir hier immer Arbeit finden und eine Perspektive haben“, sagt sie. Einige jüngere Familien leben in Heinrichsdorf, der Kontakt in der Nachbarschaft ist gut und außerdem „ist immer etwas los hier, wenn wir mit Nachbarn zusammen sitzen“, sagt Alexander Krehl.

Von Christamaria Ruch

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