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Jungschwäne schwächelten ohne die Eltern

Nach Rettungsaktion verstorben Jungschwäne schwächelten ohne die Eltern

Die Rettung der kleinen Schwanenkinder auf der A 10 bei Oberkrämer (Oberhavel) war ein Ausnahmefall, so Tierparkleiter Peter Mancke, der die Tiere in Kunsterspring bei Neuruppin aufgenommen hatte. Die Küken waren offenbar zu schwach, um zu überleben. Jungtiere sollen niemals einfach so aus ihrer natürlichen Umgebung gerissen werden, mahnt der Experte.

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Diese sechs Schwanenkinder wurden am 11. Juni von der A 10 gerettet.

Quelle: Polizei

Neuruppin/Oberkrämer. Sie haben es leider nicht geschafft. Das war die traurige Nachricht aus dem Tierpark Kunsterspring (Ostprignitz-Ruppin) am Freitag. Die sechs kleinen Jungschwäne, gerade mal ein paar Wochen alt, die von Polizisten auf der A 10 gerettet wurden, haben nicht überlebt. Woran sie letztlich gestorben sind, kann der Leiter des Tierparks, Peter Mancke, nicht sagen. „Wahrscheinlich waren sie sehr entkräftet und hatten schon längere Zeit keine Nahrung zu sich genommen“, so Mancke.

Der Kollege, der die Jungschwäne nach der Rettungsaktion aufgenommen hatte, habe alles getan, was in seiner Macht stand, um die Kleinen zu retten. Gestorben sind sie bereits einen Tag später, sagt der Tierparkleiter. Wie hoch die Überlebenschancen von Schwanenküken sind, die von ihren Eltern getrennt werden, lasse sich pauschal nicht sagen. „Generell ist es sehr ungünstig. Die Eltern wärmen und schützen die Kinder. Natürlich sorgen sie auch für die Nahrung. Schwäne ernähren sich vor allem von Wasserpflanzen“, so Mancke weiter.

„Jungtiere sollten nicht aus der Natur gerissen werden“

In diesem Zusammenhang weist der Tierparkleiter darauf hin, dass Menschen Jungtiere nicht einfach aus der Natur entnehmen sollten. Daran appelliert auch der Nabu. Die Rettungsaktion der Schwanenkinder war ein Ausnahmefall, so Mancke. „Die Polizei wollte damit Unfälle auf der Autobahn verhindern, das war auch richtig so.“

Immer wieder aber käme es vor, dass Jungtiere gefunden und aus ihrem natürlichen Umfeld gerissen werden. „Das ist ein Fehler. So können die Eltern ihre Jungtiere nicht wiederfinden“, sagt der Experte. „In dem Glauben etwas Gutes zu tun, macht man dabei etwas Falsches. Man sollte sich auch immer vorhalten, dass es in der Natur Nahrungsketten gibt.“

Heldenhafte Rettungsaktion

Die Schwäne wurden von zwei Polizeibeamten der Direktion Nord auf der Autobahn eingefangen, die gerade mit dem Videowagen in der Nähe unterwegs waren. Von der Tierrechtsorganisation Peta wurden sie dafür mit einer Urkunde ausgezeichnet. Zu diesem Zeitpunkt waren die Schwäne allerdings schon nicht mehr am Leben.

Von Luise Fröhlich

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