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Ostprignitz-Ruppin Jutta K. starb an „massiver Gewalt“
Lokales Ostprignitz-Ruppin Jutta K. starb an „massiver Gewalt“
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00:19 16.10.2017
Die Anteilnahme am gewaltsamen Tod von Jutta K. in Alt Ruppin war groß. Quelle: Andreas Vogel
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Neuruppin

Die Alt Ruppiner Vermieterin Jutta K. (61) ist an den Folgen „massiver körperlicher Gewalt“ gestorben. Das geht aus dem rechtsmedizinischen Gutachten hervor, das der Staatsanwaltschaft Neuruppin jetzt vorliegt. Weitere Details wollte Oberstaatsanwalt Andreas Pelzer am Mittwoch aber nicht preisgeben – weder zur möglichen Tatwaffe noch zum Motiv des Täters.

Dringend verdächtig ist Friedrich-Wilhelm K. Der 39-Jährige war einer der Mieter von Jutta K. und zuletzt mit seiner Vermieterin gesehen worden, und zwar am Abend vor der Tat beim gemeinsamen Grillen im Garten. K., der aus der Wittstocker Region stammt und schon mehrere Haftstrafen wegen Gewalttaten hinter sich hat, schweigt zu den Vorwürfen. Er war zunächst mit dem Auto seiner Vermieterin geflüchtet. Nachdem die Polizei auch überregional nach ihm mit mehreren Fotos gefahndet hatte, hatte sich der 39-Jährige aber nach vier Tagen im Beisein eines Anwalts in der Polizeiwache Eberswalde (Barnim) gestellt. Seitdem sitzt der Mann in Untersuchungshaft in der JVA Wulkow. Die Anklagebehörde wirft K. Mord vor.

Verteidiger will Haftprüfung beantragen

Sein Anwalt Henry Schlenker glaubt jedoch nicht, dass die bisher vorgetragenen Gründe, die Untersuchungshaft rechtfertigen. Schließlich könne es auch sein, dass sein Mandant lediglich die Leiche gefunden habe und wegen seiner kriminellen Vergangenheit in Panik geflüchtet sei – auch wenn er vielleicht Jutta K. gar nicht umgebracht habe. Der Verteidiger will deshalb beim Amtsgericht Neuruppin eine Haftprüfung beantragen. Zuvor will Schlenker abwarten, welche Erkenntnisse er aus der „ergänzenden Akteneinsicht“ gewinnt, die er bei der Staatsanwaltschaft beantragt hat.

Jutta K. war in der Nacht zum 18. August getötet worden. Die Alt Ruppinerin, die zwei erwachsene Söhne hinterlässt, war weit über die Grenzen des größten Neuruppiner Ortsteils bekannt, weil sie jahrelang Boote an Einheimische und Touristen vermietete. An dem Gedenkgottesdienst, den die evangelische Kirche gemeinsam mit dem Ortsbeirat eine Woche nach dem Tod von Jutta K. organisiert hatte, hatten mehr als 200 Freunde und Bekannte der 61-jährigen gedacht (die MAZ berichtete). Die Beerdigung fand auf Wunsch der Familie dann in aller Stille statt.

Von Andreas Vogel

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