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Ostprignitz-Ruppin KTG-Vorstand Hofreiter macht sich vom Acker
Lokales Ostprignitz-Ruppin KTG-Vorstand Hofreiter macht sich vom Acker
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00:17 21.07.2016
Hofreiter bei der Jahreshauptversammlung 2015. Quelle: Claudia Bihler
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Hamburg/Prignitz

Nach dem Insolvenzantrag der KTG Agrar SE hat nun ihr Vorstandsvorsitzender Siegfried Hofreiter sein Amt aufgegeben. Tochterunternehmen der Agrarholding haben unter anderem Niederlassungen in Putlitz (Prignitz) und Herzsprung (Ostprignitz-Ruppin). Als Restrukturierungsvorstand übernimmt Rechtsanwalt Jan Ockelmann die Geschäfte. Mit dem Rücktritt des Vorstandschefs war zu rechnen: Die KTG will ihr Insolvenzverfahren in Eigenverantwortung durchführen. Die Insolvenz war am 5. Juli kaum überraschend in Hamburg beantragt worden, nachdem die KTG ihren Anleihegebern knapp 18 Millionen Euro Zinsen schuldig bleiben musste. Der Rücktritt Hofreiters sei „in enger Abstimmung mit dem Vorstand, dem Aufsichtsrat und dem Sachwalter“erfolgt, er habe um die Beendigung seines Dienstvertrags gebeten, teilt das Unternehmen in einer Pflichtmeldung mit. Hofreiter wolle so einem „erfolgreichen Eigenverwaltungsverfahren nicht im Weg“ stehen. Das Unternehmen will in den kommenden Monaten einen Restrukturierungsplan erarbeiten. Insbesondere die Anleihegeber fürchten, dass sie auf einen guten Teil ihrer Einlagen verzichten müssen: Das Unternehmen hat die landwirtschaftlichen Flächen in seinem Besitz hoch belastet, so dass das Firmenvermögen kaum zur Deckung der 350 Millionen Euro Anleihe-Schulden ausreichen dürfte.

2015 verbreitete Hofreiter bei seinem Jahresbericht vor den Aktionären noch viel Optimismus und verwies auf eine hohe stille Reserve. Quelle: Claudia Bihler

In den regionalen Tochterunternehmen wird derweil weitergearbeitet. Nachdem der Aktienkurs der ebenfalls börsennotierten KTG Energie nach der Bekanntgabe des Insolvenzantrages zunächst profitierte, war die Aktie des Biogas-Produzenten inzwischen deutlich abgesackt: Die Investoren rechnen mit Auswirkungen der KTG-Agrar-Pleite auf den Biogasproduzenten.

Für Siegfried Hofreiter ist es nicht die erste Insolvenz: 1989 mussten Gläubiger einen finanziellen Schaden von 30 Millionen Euro hinnehmen. Siegfried Hofreiter wurde wegen Insolvenzverschleppung rechtskräftig verurteilt, er durfte für fünf Jahre nicht mehr als Geschäftsführer einer Kapitalgesellschaft arbeiten. Für die KTG Agrar, damals noch eine GmbH, hatte Hofreiters Lebensgefährtin die Geschäfte geführt. 2005 übernahm Hofreiter die Leitung der Firma, für die er beim Börsengang 2007 Investorengelder für eine expansive Agrarflächenpolitik einsammelte.

Von Claudia Bihler

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