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Ostprignitz-Ruppin Kammeroper und Musikakademie öffnen Türen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Kammeroper und Musikakademie öffnen Türen
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10:17 01.06.2015
Der Berliner Chor "La voix mixte" sang das Auftaktkonzert. Quelle: Cornelia Felsch
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Rheinsberg

Ein Lebensmittelkonzern wirbt mit Carl Orffs Carmina Burana, wer zur Tiefkühlpizza greift, hat Verdis „La Donna è mobile“ im Ohr. Welche Werbung steckt hinter welcher Opernmelodie? Diese und ähnlich Fragen mussten am Sonnabend Kammeroper- und Musikakademiebesucher beantworten, die am Opernquiz teilnahmen. Für die Gewinner gab es Freikarten.

Musikkultur Rheinsberg, so lautet der Name der Gesellschaft, die im vergangenen Jahr in Rheinsberg gegründet wurde und die nun zum ersten Mal gemeinsam ihre Türen für Besucher öffnete. Hinter dem recht nüchternen Namen verbirgt sich viel Bemerkenswertes, das es lohnt gesehen und gehört zu haben. Im Juli 2014 wurde die Kammeroper Schloss Rheinsberg mit der Musikakademie Rheinsberg verschmolzen. „Wir wollen gemeinsame Wege finden, um künstlerisch hoch produktiv zu sein“, sagte Geschäftsführer René Serge Mund. „Mit dem Ziel, Rheinsberg bekannter zu machen.“ Internationale Wettbewerbe, das Opernfestival sowie Konzerte und Meisterkurse sollen dazu beitragen. „In unserer Einrichtung arbeiten junge Leute miteinander, die hier in kurzer Zeit viel Wissenswertes erfahren. Für diesen Erkenntniszuwachs würden sie sonst viele Wochen brauchen“, sagte Brigitte Kruse, künstlerische Leiterin der Musikakademie.

Leitung will Oper Popularisieren

Frank Matthus, der die künstlerische Leitung der Kammeroper übernommen hat, setzt auf Zeitgenössisches. Die Popularisierung der Oper liegt ihm am Herzen. Mit einer Serie von Opernuraufführungen will Matthus neue Akzente setzen. Den Anfang machen in diesem Jahr die Autorin Elke Heidenreich und der Komponist Marc-Aurel Floros mit „Adriana“.

Am Sonnabend gab es schon einmal viel Gemeinsames auf dem Akademiehof, im Schlosstheater und in den Räumen des Kavalierhauses. Chormusik von „La voix mixte“ zum Auftakt, Kammermusik des Meisterkurses von Frank-Immo Zichner zum Abschluss. Drei Stunden blieben den Besuchern in der Zwischenzeit, um die Bühnentechnik im Schlosstheater in Augenschein zu nehmen, Musikinstrumente auszuprobieren, im Orgelkurs zu lauschen oder die restaurierten Räume im Kavalierhaus kennen zu lernen.

Brigitte Kruse führte rund 40 Gäste an jenen denkwürdigen Ort, wo sich das erste Theater des Prinzen Heinrich befand sowie in die ehemalige Amtsstube, die frisch saniert als Proben- und Veranstaltungsraum glänzte. Doch die Schönheit hat auch ihren Preis: „Die Gebäudesubstanz ist natürlich alt und damit müssen wir leben“, sagte Brigitte Kruse. Schallschutz stand zu jener Zeit noch nicht im Vordergrund. „Für die neuen Räume haben wir deshalb Teppiche und Vorhänge gekauft, um die Lautstärke soweit wie möglich zu reduzieren.“

Von Cornelia Felsch

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