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Kampf gegen Lkw und Traktor in Dahlhausen

Ärger über Schwerlastverkehr Kampf gegen Lkw und Traktor in Dahlhausen

Anwohner Gerd Schulz nimmt die Belastungen durch Lastkraftwagen und Traktoren in Dahlhausen nicht länger hin. Sein Haus hat bereits Risse. Gerade jetzt in der Erntezeit ist es besonders schlimm. Er hat sich wiederholt in der Gemeindeverwaltung beklagt. Abgeordnete kümmern sich.

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Schwere Lkws und Landwirtschaftsfahrzeuge rollen durch Dahlhausen. Das stört Anwohner Gerd Schulz.

Quelle: Christamaria Ruch

Dahlhausen. Das erhöhte Verkehrsaufkommen ist im Zuge der Ernte auch in Dahlhausen spürbar. Die Horster Straße wird häufiger frequentiert. Lastkraftwagen und Traktoren bestimmen temporär das Straßenbild. Die betroffene Straße ist eine Tempo-30-Zone. Einwohner Gerd Schulz ist seit längerer Zeit über den Verkehr erregt, wie er im Gespräch mit der MAZ mitteilt. Bei der Gemeindeverwaltung in Heiligengrabe beschwerte er sich wiederholt in dieser Angelegenheit.

„Unser Haus reagiert sehr stark auf die Erschütterungen des Durchgangsverkehrs.“ Dabei zeigt Schulz auf Risse am Gemäuer, die er darauf zurückführt. Auch die Versorgungsleitungen unter der gesamten Straße werden seiner Meinung nach von den Erschütterungen in Mitleidenschaft gezogen. Besonders verärgert zeigt er sich über den generellen und schnellen Durchgangsverkehr der schweren Fahrzeuge und fordert dafür einen Durchgangsstopp. „Bis vor Kurzem stand noch am Beginn der Horster Straße neben dem Tempo-30-Schild ein weiteres mit der Aufschrift „Durchgangsverkehr für Lkw verboten, außer Anlieger“, sagt er. Andrea Asse, Bauamtsleiterin der Gemeinde Heiligengrabe, klärt auf MAZ-Nachfrage auf: „Das Schild stand im Rahmen einer Baustellenbeschilderung und wurde jetzt wieder entfernt.“

Bislang gilt Tempo 30 in der Horster Straße

Bislang gilt Tempo 30 in der Horster Straße. Das reicht Anwohnern nicht, einer fordert eine Tonnagebegrenzung.

Quelle: Christamaria Ruch

Die Gemeinde Heiligengrabe ist Baulastträger der Horster Straße in Dahlhausen. Asse sagt: „Die Region ist landwirtschaftlich geprägt und wir sind bislang den Weg der Kommunikation mit den landwirtschaftlichen Unternehmen gegangen, dass diese sich an die Geschwindigkeitsbegrenzung halten. Landwirtschaftsverkehr ist umwegempfindlich.“ Ihrer Meinung nach ist eine von Gerd Schulz geforderte Geschwindigkeitskontrolle in Dahlhausen nicht erforderlich. „Es geht uns darum, einen Konsens mit allen Unternehmen zu finden und wir sehen in einer Umleitung des Verkehrs keine wirkliche Alternative.“

Das Problem spielte auch bei der Sitzung des Bauausschusses der Gemeinde jüngst in Heiligengrabe eine Rolle. „Wir nehmen uns gemeinsam mit dem Ortsbeirat in Blumenthal dieses Problems nochmals an“, sagte Andrea Asse anschließend der MAZ. „Wir werden einen formlosen Antrag bei der Unteren Verkehrsbehörde stellen und bei einem Vor-Ort-Termin verschiedene Möglichkeiten der Verkehrsberuhigung erörtern.“ Dabei ist noch alles ergebnisoffen. „Wir streben trotz der Gemengelage eine bestmögliche Lösung für Anlieger und Nutzer an“, so Asse. Als ersten Schritt stellt sie eine Verkehrszählung in dem Bereich in Aussicht.

Heiligengrabes Bauamtsleiterin Andrea Asse

Heiligengrabes Bauamtsleiterin Andrea Asse: „Wir nehmen uns des Problems an.“

Quelle: Christamaria Ruch

Nach Straßenbauarbeiten im Frühjahr vergangenen Jahres in Dahlhausen stellte die Gemeinde in Aussicht, eine Tonnagebegrenzung auf 40 Tonnen Traglast für die Horster Straße anzustreben (die MAZ berichtete). „Je weniger Tonnage auf der Horster Straße zugelassen ist, um so besser. Aber es ist wichtig, dass wir eine solidarische Lösung finden“, sagt Gemeindevertreter Christian Rieger aus Dahlhausen. Andrea Asse zieht die Tonnagebegrenzung als eine mögliche Variante der Verkehrsberuhigung mit in Betracht.

Der Ortsbeirat in Blumenthal setzt sich nach Aussage von Ortsvorsteherin Bettina Teiche auf seiner nächsten Zusammenkunft Ende September ebenfalls mit diesem Problem auseinander. „Wir werden eine Stellungnahme in dieser Angelegenheit abgeben“, stellt Teiche in Aussicht.

Von Christamaria Ruch

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