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Kampf um Wittstocks dickste Eiche

Siebmannshorst Kampf um Wittstocks dickste Eiche

An die 450 Jahre ist sie alt – doch nachdem vor drei Jahren ein gewaltiger Ast aus Wittstocks dickster Eiche in Siebmannshorst gebrochen war, ist das Naturdenkmal in Gefahr. Es droht unter seiner Astlast zu zerbrechen und durch das unversiegelte Loch von innen auszutrocknen. Nun will die Untere Naturschutzbehörde des Kreises allerdings richtig aktiv werden.

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Gerd Frauböse sorgt sich um die Eiche in Siebmannshorst.

Quelle: Christian Bark

Siebmannshorst. Seit drei Jahren klafft ein mächtiges Loch in Wittstocks dickster Eiche in Siebmannshorst. Damals war ein gewaltiger Ast aus dem Baum gebrochen, wie sich Goldbecks Ortsvorsteher, Gerd Frauböse, erinnert. Bis auf den Abtransport des Astes und Begutachtungen durch Fachleute der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Ostprignitz-Ruppin, die für den Erhalt des Naturdenkmals verantwortlich ist, war aber bislang nicht viel mit dem Baum passiert. (MAZ berichtete) „Das Loch muss dringend versiegelt werden, sonst trocknet die Eiche von Innen aus“, warnt Frauböse abermals. Auch müsse der an die 450 Jahre alte Baum von Geäst befreit werden, dass sich solche Abbrüche wie vor drei Jahren nicht wiederholten.

Die Eiche wurde zunächst nur mit Absperrband umgeben

Die Eiche wurde zunächst nur mit Absperrband umgeben.

Quelle: Christian Bark

Anfang Juli hatte die Naturschutzbehörde dann reagiert. „Wir haben eine weitere Kontrolle durchgeführt und Absperrmaßnahmen angeordnet“, informiert Kreissprecherin Britta Avantario. Dass Absperrband nun um die Eiche flattert, hatte auch Frauböse mitbekommen. „Aber was nun genau passieren soll, darüber hat mich niemand informiert“, sagt er. Wie die Sprecherin berichtet, hätte gleichzeitig eine Ausschreibung für eine nähere Untersuchung stattgefunden. „Diese wird für den September erwartet und liegt demzufolge noch nicht vor“, vertröstet sie. Sie gehe davon aus, dass nach Einschätzung eines Sachverständigen der Naturschutzbehörde Empfehlungen für Pflege und Erhaltungsmaßnahmen auferlegt werden, die nach einer Prüfung und weiteren Ausschreibung von der Behörde in Auftrag gegeben werden. „Die Pflegemaßnahmen könnten im Spätherbst 2016 abgeschlossen sein“, so Britta Avantario. Mit bis zu 2500 Euro Kosten rechne der Kreis für die Stellungnahme sowie die Pflege.

Erleichtert zeigt sich Gerd Frauböse über ein Gespräch mit dem Wittstocker Bauamt, das die Nachbarbäume der Eiche, deren Pflege wiederum in den Aufgabenbereich der Kommune falle, bald von ihrer Astlast befreit werden könnten. „Die hatten bislang unter massivem Totholz zu leiden“, erklärt er. Vom Amt sei ihm eine baldige Großaktion, die auch Baumschnittarbeiten in Siebmannshorst nach sich ziehen würde, angekündigt worden.

Von Christian Bark

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