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Ostprignitz-Ruppin Kampf um weitere 7. Klasse ist eröffnet
Lokales Ostprignitz-Ruppin Kampf um weitere 7. Klasse ist eröffnet
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00:17 02.07.2016
Das Städtische Gymnasium in Wittstock. Quelle: Björn Wagener
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Wittstock

Im Städtischen Gymnasium Wittstock sollte im nächsten Schuljahr unbedingt eine dritte 7. Klasse eröffnet werden. Das fordert der Verein der Freunde des Städtischen Gymnasiums Wittstock in einem am Mittwoch veröffentlichten offenen Brief an Bildungsminister Günter Baaske (SPD) nachdrücklich. Unterschrieben ist der Brief vom Vereinsvorsitzenden Philipp Wacker und seinem Stellvertreter Andy Thierbach.

Derzeit habe das Staatliche Schulamt Neuruppin nur eine Zweizügigkeit genehmigt, teilte Schulleiter Helmut Kühn jüngst vor Mitgliedern des Fördervereins mit. Da es 62 Anmeldungen gegeben habe, aber nur maximal 30 Schüler pro Klasse genehmigt werden könnten, mussten zwei Schüler nach einem Prüfverfahren abgelehnt werden.

Knapp, aber ausreichend

Dabei hätte die sogenannte Bandbreite, die die Klassenstärke festlegt, die Eröffnung einer dritten 7. Klasse durchaus hergegeben. Denn sie liegt bei 20 bis 28 Schülern. Mit 62 Bewerbern hätte sich eine rechnerische Zahl von 20,6 Schülern pro Klasse ergeben – knapp, aber ausreichend, um drei 7. Klassen zu führen. Deshalb wäre die Dreizügigkeit aus Sicht des Fördervereins „klar zu bevorzugen“, wie es heißt. Und: „Der Vorstand des Vereins der Freunde des Gymnasiums in Wittstock ist fassungslos, dass eines der ersten Gymnasien im Land erneut zurückstehen muss.“ 2019 feiert die höhere Bildungsanstalt ihren 150. Geburtstag.

Fragen aufgeworfen

In dem offenen Brief werden vor allem drei Fragen aufgeworfen: Was ist mit den verbleibenden zwei Anmeldungen geworden? Hat das Schulamt seine Möglichkeiten nach dem Schulgesetz geltenden Vorgaben ausgeschöpft? Wer trägt die Kosten für das Gymnasium und die Beförderung der Schüler, die nicht zugelassen worden sind?

Schulträger sollte mitbestimmen

Der Schulträger, in diesem Fall die Stadt Wittstock, sollte „einen entscheidenden Einfluss auf die Einrichtung von Klassen haben“, heißt es weiter. Denn Investitionen würden mit öffentlichen Mitteln langfristig geplant und könnten nicht ohne weiteres durch Entscheidungen des Schulamtes, weniger Klassen einzurichten, im Nachhinein infrage gestellt werden.

„Soll mit solchen Entscheidungen der Grundstein dafür gelegt werden, dünn besiedelte Regionen abzuschaffen?“, fragen sich die Verfasser und stellen gleichzeitig infrage, „wie Schüler motiviert werden sollen, ihrem Schulabschlusswunsch nachzukommen, wenn sie an der Schule vor der eigenen Haustür abgelehnt werden und nun weite Strecken auf sich nehmen müssen? Auch sei davon auszugehen, dass Eltern in ihrer Schulwahl beeinflusst würden, wenn sie ihre Kinder in überfüllte Klassen stecken müssen.

Verwaltungsvorschriften überarbeitungsbedürftig

Laut Wacker und Thierbach gebe es zu viele Möglichkeiten, den Handlungsrahmen zur Klassenbildung einzuschränken. Das Schulgesetz und die Verwaltungsvorschriften müssten daher „dringend überarbeitet“ werden. Nur so sei es nicht der Willkür eines Schulamtes überlassen, über die Klassenzügigkeit zu entscheiden. Der Bildungsstandort Wittstock sei unbedingt zu stärken.

Von Björn Wagener

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