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Kantower sollen abwarten

Gehwegbau steht in den Sternen Kantower sollen abwarten

Gleich mehrere Beschwerden zum Zustand der Gehwege in Kantow erreichten dieser Tage die MAZ. Aus der Gemeindeverwaltung Wusterhausen hieß es, dass der Missstand bekannt sei. Doch für einen Neubau sei es derzeit noch zu früh.

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Am Windpark bei Kantow könnte es noch einige Bautätigkeit geben.

Quelle: Alexander Beckmann

Kantow. „Bürgersteig nicht begehbar, für Kinder und Ältere sehr gefährlich.“ „Gehwege sind kaputt.“ Gleich mehrfach nannten die Kantower bei der Befragung zur Aktion „MAZ zu Hause in ...“ den Straßenzustand im Dorf als ernsthaftes Problem. Während die Fahrbahn der Dorfstraße noch als halbwegs passierbar durchgehen mag, sind die Gehwege an ihrem Rand wirklich auf weiten Strecken kaum noch als solche zu erkennen. Die bemoosten Betonplatten sind mindestens 40 Jahre alt. Kanten und Spalten bilden böse Stolperfallen.

„Dass die Dorfstraße in Kantow schlecht aussieht, wissen wir“, gesteht der Wusterhausener Bürgermeister Roman Blank auf MAZ-Nachfrage ein. Doch Pläne zur Reparatur oder gar Erneuerung gebe es momentan nicht. Grundsätzlich empfehle es sich, vor konkreten Schritten die weitere Entwicklung des Windparks ganz in der Nähe des Dorfes abzuwarten, sagt der Verwaltungschef. Gemäß dem Entwurf des neuen Regionalplans „Freiraum und Windenergie“ könnte es zu einer deutlichen Erweiterung des Gebietes kommen. „Es gibt mindestens zwei Investoren, die da Interesse haben“, weiß Blank. Er befürchtet: „Wenn die da irgendwann mit schwerer Technik durch Kantow fahren, ist wieder alles hin.“

Der Windpark bei Kantow ist in der Gemeinde Wusterhausen sozusagen ein Politikum. Erst Anfang März hatten die Gemeindevertreter die Entscheidung über einen Bebauungsplan zurückgestellt, weil noch viel zu wenig über die Folgen für die Umwelt bekannt sei. Wann der seit Jahren diskutierte Regionalplan „Freiraum und Windenergie“ belastbare Aussagen über die Bedingungen für neue Windräder trifft, ist momentan ebenfalls nicht abzusehen. Roman Blank drängt derweil mit Nachdruck auf solche planerischen Festlegungen: „Wenn wir so etwas nicht haben, dann können Investoren unter Umständen bauen, wo sie wollen. Uns als Gemeinde wäre es lieber, wenn wir da eine Planungsgrundlage hätten.“

Dass ihre Stolperfallen mit solch weitgehenden Entscheidungen zusammenhängen, ist den Kantowern vermutlich nur ein geringer Trost.

Von Alexander Beckmann

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