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Ostprignitz-Ruppin Karstedtshof: Fraßgift versprüht
Lokales Ostprignitz-Ruppin Karstedtshof: Fraßgift versprüht
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00:18 21.05.2016
Von einem Landeplatz auf einem Feld bei Karstedtshof wurden die Einsätze geflogen. Quelle: Björn Wagener
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Karstedtshof

Blauer Himmel, alles trocken, nicht zu kalt, nicht zu windig: Am Mittwochfrüh stimmten endlich die Bedingungen, um den Larven des Eichenprozessionsspinners (EPS) den Garaus zu machen. Immer wieder stiegen zwei Helikopter der Marke Hughs vom Helikopterservice DHD aus Groß Kreutz bei Brandenburg von einem Feld nahe Karstedtshof auf, um das Fraßgift Dipel ES zu versprühen. Es verursacht bei den Larven Durchfall – sie trocknen aus und sterben.

Jeweils 400 Liter im Gepäck

Das Konzentrat wird vor Ort mit Wasser angemischt. Dafür steht ein großer Tank bereit. Pro Einsatz kann jeder Helikopter 400 Liter der Flüssigkeit in seinen Tanks aufnehmen. Das genüge für eine Fläche von rund zehn Hektar. Die Befliegung dauere dann jeweils etwa 20 bis 30 Minuten, sagt Jörn Muth vom Bodenservice, der immer wieder mit der Zuleitung an die Helikopter andockt, um die Tanks neu aufzufüllen. Außer in OPR übernehme der DHD auch die EPS-Bekämpfung im Havelland. Wie die Piloten die jeweiligen Einsatzgebiete anfliegen, entscheiden sie individuell. Grundsätzlich werde aber sehr langsam geflogen, etwa 30 km/h. Einzelne Bäume könnten sogar fast stehend mit dem Helikopter behandelt werden.

Eigentlich sollte der Einsatz ab Karstedtshof schon am Dienstag stattfinden, musste aber wetterbedingt verschoben werden. Vor allem Wind und Regen machen den Piloten zu schaffen. Ob geflogen werden kann oder nicht, darüber werde mitunter stündlich entschieden, sagen die Mitarbeiter von der Boden-Crew. Wenn das Wetter weiter mitspielt, kann auch die Bekämpfung des Schädlings vom Boden aus planmäßig fortgesetzt werden. Sobald die Ortsteile der Gemeinde Kyritz fertig sind, zieht die Firma weiter nach Heiligengrabe, Wittstock und Rheinsberg. Wahrscheinlich ab Freitag folgen dann die übrigen Flächen in den Ämtern Temnitz und Lindow sowie in Neuruppin und in der Gemeinde Fehrbellin. Bis Freitagabend soll alles erledigt sein, teilt ein Sprecher des Landkreises dazu mit.

Ortsbeiräte sollen stärker eingebunden werden

Die Kommunen müssen sich an den Kosten der Bekämpfung beteiligen. Andrea Asse, Bauamtsleiterin der Gemeinde Heiligengrabe, kündigte auf der Sitzung des Ausschusses für Bau, Verkehr und Landwirtschaft am Dienstagabend an, die EPS-Bekämpfung im nächsten Jahr kostenbedingt erheblich reduzieren zu wollen, ohne eine Summe zu nennen. Und: „Wir werden die Ortsbeiräte künftig stärker in die Vorbereitung einbeziehen“, sagt die Amtsleiterin. Nur so sei es möglich, noch „gewissenhafter“ agieren zu können.

Von Björn Wagener

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