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Ostprignitz-Ruppin Kleingärtner und große Knollen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Kleingärtner und große Knollen
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00:30 22.03.2018
Bettina Teiche tütet Knollen von „Gala“ für Mario Schimmelpfennig ein. Quelle: Christamaria Ruch
Blumenthal

Wer den Namen Soraya hört, denkt an etwas Schönes. Soraya bedeutet Juwel - als Kartoffelsorte gehört sie zu den ertragreichen Exemplaren. Auch „Talent“ oder „Goldmarie“ halten, was ihre Namen versprechen.

Tipps und Tricks für den Anbau

Anbautipps rund um die Erdfrucht sind nach wie vor bei Kleingärtnern begehrt. Innerhalb der Winterakademie in Blumenthal informierten sie sich am Sonnabend über Trends und Bewährtes beim Kartoffelanbau. Bereits im vergangenen Jahr punktete diese Veranstaltung in der Region, wie Ortsvorsteherin Bettina Teiche beobachtete. Nun folgte eine Neuauflage, wieder organisiert vom Ortsbeirat und Kultverein.

„Belana“ steht bei den Kleingärtnern ebenfalls hoch im Kurs. Quelle: Christatamaria Ruch

Wer am 100. Tag im Jahr die Kartoffeln in die Erde bringt, setzt eine bewährte Bauernregel um. „Der Boden sollte dann wenigstens acht Grad warm sein“, sagte Karl-Friedrich Schült. Der Landwirt ist kaum verlegen, wenn es um Fragen rund um die Kartoffel geht. Bei 18 bis 20 Grad Lufttemperatur gedeihen die Pflanzen am besten. „Steigt die Temperatur weiter an, nimmt der Stress bei den Pflanzen zu“, so Schült.

Abstand halten für größere Früchte

Wer große Früchte ernten möchte, sollte einen Abstand von 25 bis 30 Zentimeter zwischen den Knollen einhalten. Diese größere Distanz trägt auch dazu bei, dass einzelnen Krankheiten besser vorgebeugt werden kann. Wie bei vielen Dingen ist auch beim Kartoffelanbau die Dosis entscheidend.

Weniger ist mehr

Dünger und Pflanzenschutzmittel sollten mit Bedacht ausgebracht werden. „Weniger ist mehr“; sagte Karl-Friedrich Schült. „Wichtig ist organische Masse, also Humus, im Boden“, so Bettina Teiche.

Für einen guten Start können die Knollen bei acht Grad in einer Kiste vorgekeimt werden. „Wenn sich dann dicke und kurze Keime entwickelt haben, ist das eine gute Grundlage für das weitere Wachstum“, sagte Teiche. Sandboden ist ideal, weil dieser sich besser und schneller erwärmt und wasserdurchlässiger ist.

Kartoffelkäfer absammeln oder in den Eimer abschütteln

„Wer Probleme mit Kartoffelkäfern hat, sollte sie besser absammeln als chemisch bekämpfen“, sagte sie. Ihr Geheimtipp: Wenn man zwischen den Anbaureihen entlanggeht, einen Eimer unter jede Pflanze halten. Dann kurz das Blattwerk antippen und schon fallen die Schädlinge in die Falle.

Kai und Silvia Goletz informieren sich vor dem Kauf. Quelle: Christamaria Ruch

Geht es um Kartoffeln, kristallisieren sich immer wieder zwei Gruppen von Konsumenten heraus. Denn festkochende und mehlige Kartoffeln stehen zur Auswahl. Monika Oesterle aus Blandikow sicherte sich im vergangenen Jahr Knollen von elf Sorten. „Teilweise habe ich zehn Knollen einer Sorte angebaut“, sagte sie. Dabei setzten sich „Goldmarie“ und „Annabell“ durch. Beide sind festkochend. „Eine Kartoffel muss schön gelb sein und wir essen nur festkochende Sorten“, sagte Osterle. Auch Silvia Goletz aus Dahlhausen kam mit ihrer Familie zum Kartoffelmarkt. „Ich vertraue den Empfehlungen und im vergangenen Jahr haben wir auch „Goldmarie“ und „Birgit“ angebaut und waren sehr zufrieden“, sagte Goletz. Nun wollte sie die neue Sorte „Madeira“ testen, ebenfalls eine festkochende Sorte. Diese liegt auch formschön in der Hand.

Das Geheimnis der „Gala“

„Gala“ hält ebenfalls ein kleines Geheimnis bereit: Je länger die Früchte nach der Ernte gelagert werden, umso besser entwickelt und reift sie im Geschmack. Mario Schimmelpfennig aus Dahlhausen wählte dann „Gala“ und nahm eine Tüte voll mit. „In diesem Jahr wächst das Interesse bei jungen Leuten und sie kommen gezielt her und holen sich Pflanzkartoffeln“, sagte Karl-Friedrich Schült.

Wer die Winterakademie in Blumenthal verpasst hat, aber Interesse an dem Thema und Pflanzkartoffeln hat, kann sich bei Bettina Teiche telefonisch unter 0151/44 01 43 00 melden.

Von Christamaria Ruch

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