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Ostprignitz-Ruppin Karwe: Mehr als Flicken ist nicht drin
Lokales Ostprignitz-Ruppin Karwe: Mehr als Flicken ist nicht drin
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02:15 11.02.2016
Die Bahnhofstraße ist Karwes Verbindung nach Lichtenberg und Neuruppin. Der alte Asphalt existiert nur aber noch in Fetzen und macht sie zur Stolperfalle. Quelle: Reyk Grunow
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Karwe

Wenn der Bus nach Wustrau an der Karwer Kirche abbiegt, macht er gleich noch einen Schlenker mehr. Der Fahrer weicht ganz vorn in der Bahnhofstraße auf den Seitenstreifen aus. Die eigentliche Fahrbahn ist in so miserablem Zustand, dass die Busfahrer ihren Passagieren so wenig Straße so wenig wie irgend möglich zumuten wollen.

Seit mehr als zehn Jahren appellieren die Karwer schon an die Neuruppiner Stadtverordneten, die völlig maroder Bahnhofstraße zwischen Kirche und Ortsausgang endlich sanieren zu lassen. Das Vorhaben stand vor etwa fünf Jahren sogar schon einmal im Investitionsplan. Dann wurde es gestrichen, und es ist nicht zu erwarten, dass sich daran so bald etwas ändert. Ortsvorsteher Siegfried Pieper hat das jetzt noch einmal bestätigt bekommen: In den nächsten Jahren ist mit einem Ausbau der Karwer Bahnhofstraße auf keinen Fall zu rechnen.

Neuruppin will Ackerland zu einem Baugebiet machen

Die Stadt hat dafür gar kein Geld, hat Baudezernent Arne Krohn vor ein paar Tagen wieder im Hauptausschuss erklärt. Selbst wenn man bedenkt, dass die Anlieger einen Großteil der Investitionskosten übernehmen müssten, reicht es nicht. Ein Problem: Die Stadt Neuruppin ist selbst einer der wichtigsten Anlieger. Sie hatte sich in den vergangenen Jahren Ackerland an der Bahnhofstraße gesichert. Wo jetzt noch Feld ist, könnten in einigen Jahren schmucke Einfamilienhäuser stehen. Per Beschluss will die Stadt den Acker zu Bauland machen, das danach teuer verkauft werden kann, um so die Stadtkasse aufzubessern. Würde de Stadt die Bahnhofstraße jetzt ausbauen, dann müsste sie selbst tief dafür in die Tasche greifen. Tut sie es dagegen später, dann gehen die meisten Rechnungen an die neuen Eigenheimbesitzer.

Einem schnellen Ausbau der 600 Meter Straße erteilt Baudezernent Arne Krohn deshalb jetzt eine klare Absage. „Im laufenden Haushaltsjahr und in der mittelfristigen Finanzplanung stehen dafür keine Mittel zur Verfügung“, sagt er: „Wir können uns nur bemühen, im Zuge einer Instandsetzung die Befahrbarkeit zu gewährleisten.“ Andere Straße sind aus seiner Sicht wichtiger als die Karwer Bahnhofstraße.

Die Straße notdürftig zu sanieren, würde Karwe schon genügen

Ortsvorsteher Siegfried Pieper wäre über alles froh, was den Zustand der Straße verbessert. Von der alten Asphaltdecke, die einst über das Kopfsteinpflaster gegossen wurde, sind nur noch Fetzen übrig. „Eigentlich müsste man den Asphalt ganz abfräsen, eine neue Decke drübergießen und die Ränder etwas angleichen“, sagt Pieper. „Das würde schon genügen.“ So würde die Bahnhofstraße sicher die Zeit überstehen, bis in vier oder fünf Jahren das Wohngebiet entstehen kann und die Fahrbahn dann richtig ausgebaut wird.

Eigentlich hatte die Stadtverwaltung schon vor Jahren Ausbesserungsarbeiten in Aussicht gestellt. Tatsächlich hat sich an den Schlaglöchern auf der Fahrbahn aber nichts getan.

Von Reyk Grunow

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