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Karwe: Zauber in Hof und Scheune

20. Weihnachtsmarkt auf dem Gut Karwe: Zauber in Hof und Scheune

Rund 500 Besucher sind am Sonnabend in den Neuruppiner Ortsteil Karwe geströmt – zur 20. Auflage des Weihnachtsmarktes zwischen Kirche, Gutsscheune, Haus der Generationen und dem alten Pferdestall. An zahlreichen Ständen deckten sich die Gäste mit Geschenken zum Fest ein. Das bunte Treiben hat nichts von seinem Zauber verloren.

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Sabine Brückmann (l.) aus Hakenberg bot an ihrem Stand allerlei Gestricktes an.

Quelle: Peter Geisler

Karwe. „Keine Angst, wir haben einen Trecker zum Rausziehen“, beruhigt Leon Prehm von der Jugendfeuerwehr die Besucher des Karwer Weihnachtsmarktes am Sonnabend und weist sie auf Parkplätze auf der großen Wiese ein. Die Leute strömen aus allen Richtungen herbei. Die Kirche ist voll. „Das ist schon beeindruckend“, sagt Krafft von dem Knesebeck, auf dessen Anwesen das weihnachtliche Treiben in diesem Jahr zum 20. Mal stattfindet. Traditionell ist der Auftakt des Weihnachtsmarktes in der Dorfkirche: Juliane Felsch an der Orgel, Schauspieler Alexander Bandilla mit weihnachtlichen Geschichten. Die darin beschriebenen Eiskristalle an den Fenstern sind bei den milden Außentemperaturen allerdings nur zu erahnen.

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Wegen seiner gemütlichen Atmosphäre ist der Weihnachtsmarkt in der alten Gutsscheune im Neuruppiner Ortsteil Karwe bei vielen Besuchern sehr beliebt. Neben Kunsthandwerk, Antiquitäten und Genüssen für den Gaumen gab es in diesem Jahr noch etwas Neues. Im benachbarten ehemaligen Pferdestall verkauften Künstler der Region ihre Arbeiten.

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Nach der Konzert-Lesung macht sich der Strom der Besucher auf zur gegenüberliegenden Gutsscheune, in der an 26 Ständen unter anderem Keramik, Schafwollsachen, Filzpantoffeln, Honig und Seife angeboten werden. Seit vier Jahren verkauft die Wustrauerin Regine Bieber Selbstgenähtes wie kleine Lavendelkissen und Leinenbeutel. „Meine große Freude ist das Nähen“, sagt die Rentnerin. Ihre Produkte gefallen, eine Kundin deckt sich gleich mit drei Duftsäckchen ein. Schlange stehen die Leute bei Helmut Harpain. Der Jagdaufseher zerteilt das vor ihm liegende Wildschwein in Portionen für die Wildschweinburger, die reißenden Absatz finden. Harpains Partnerin kommt kaum nach, die Brötchen, die die Radenslebener Bäckerei Herzog liefert, aufzuschneiden. „Es ist alles vom Feinsten, alles ohne Konservierungsmittel“, preist Harpain die Wildwurst an. Sie ist bereits nach kurzer Zeit ausverkauft.

Schmuck von Rima Chammaa

Schmuck von Rima Chammaa.

Quelle: Peter Geisler

Auch der Glühweinstand ist umlagert. Mit einem heißen Getränk in der Hand lauschen die Gäste den weihnachtlichen Klängen der jungen Musiker der Kreismusikschule. Mitorganisatorin Heidemarie Petruschke fällt ein Stein vom Herzen, alles läuft wie erhofft. Sie rechnet mit rund 500 Besuchern. Die verteilen sich auf Scheune, Hof, Haus der Generationen und den in diesem Sommer eröffneten ehemaligen Pferdestall. Dort präsentieren regionale Künstler ihre Werke. Kalender von Matthias Zágon Hohl-Stein und Cornelia Felsch, Keramiken von Ursula Zänker, Holzobjekte ihrer Tochter Franziska, Schmuck von Goldschmiedin Rima Chammaa, Filzkostbarkeiten ihrer Schwester Leila und eine Auswahl aus dem Verlag des Karwers Günter Rieger, unter anderem sein neuestes Fotobuch mit einer anderen als der sonst üblichen Sichtweise der Fontanestadt. „Es ist ein wunderbarer Raum. Es ist ein Traum, hier seine Arbeiten zeigen zu können“, sagt Kulturmanagerin Cornelia Lambriev-Soost.

Das empfinden die Besucher wohl genauso. Die Stände sind umringt. Es ist ein Kommen und Gehen. Die Gäste bummeln über das Knesebeck’sche Grundstück, treffen Bekannte, stehen bei einem Glühwein zusammen oder setzen sich im Haus der Generationen bei Kaffee und selbst gebackenem Kuchen an den Tisch. Der Karwer Weihnachtsmarkt hat auch beoi seiner 20. Auflage nichts von seinem Reiz verloren.

Von Dagmar Simons

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