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Ostprignitz-Ruppin Karwe darf wieder mal hoffen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Karwe darf wieder mal hoffen
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00:34 30.03.2018
Karwes Bahnhofstraße: buckliges Pflaster mit Schlaglöchern und letzten Fetzen von Asphalt, der seit Jahrzehnten bröckelt. Quelle: Reyk Grunow/Archiv
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Karwe

Eigentlich könnte Karwes Ortsvorsteher Siegfried Pieper froh sein. Seit mehr als zehn Jahren kämpft er dafür, dass die völlig marode Bahnhofstraße in dem Neuruppiner Ortsteil endlich saniert wird. In diesem Jahr sollen die Bauarbeiten beginnen.

Die Stadtverwaltung schlägt vor, die Pläne für den Ausbau der Bahnhofstraße in der letzten Aprilwoche in Karwe öffentlich vorzustellen. „Wenn der Ortsbeirat das denn will“, sagt Neuruppins Bauamtsleiterin Marga Reinus.

Drei mögliche Ausbauvarianten hat das Bauamt für die zweitwichtigste Straße in Karwe ausgearbeitet. Alle drei könnten bei einer Sitzung des Ortsbeirates besprochen werden.

Stadt will mit Anwohnern hinter verschlossenen Türen sprechen

Unmittelbar darauf würde die Stadt dann die Anwohner informieren, wie teuer der Ausbau der Straße von der Kirche in Richtung Lichtenberg für sie werden könnte. Normalerweise ist dafür eine ordentliche Anliegerversammlung vorgesehen, die in aller Regel auch öffentlich ist.

In diesem Fall will die Verwaltung davon aber abweichen und die Anwohner der Karwer Bahnhofstraße hinter verschlossenen Türen informieren, erklärte Marga Reinus jetzt im Bauausschuss der Stadt.

Noch vor einigen Wochen war Ortsvorsteher Siegfrid Pieper von Neuruppins Baudezernenten Arne Krohn vertröstet worden, als er wissen wollte, wann die Bauarbeiten in seinem Ort endlich beginnen.

Die Skepsis bei Karwes Ortsvorsteher Siegfried Pieper bleibt groß

Im Bauausschuss hatte Amtsleiterin Reinus jetzt die vage Hoffnung, Pieper würde froh sein, von so konkreten Terminen zu hören. Doch von Begeisterung ist beim Karwer Ortsvorsteher keine Spur.

„Ich glaube das alles erst, wenn sich hier die ersten Bagger drehen“ sagt Pieper ganz klar. „Wissen sie, wie oft uns die Stadt schon versprochen hat, dass es endlich losgeht?“ Piepers Frust sitzt tief.

Er hat sich über lange Zeit aufgestaut. Schon als der Landkreis und die Stadt 2008 über den Ausbau der Langen Straße im Dorf sprachen, hieß es, dass unmittelbar darauf auch die Bahnhofstraße saniert werden könnte.

Neuruppin bietet Grundstücke an der Bahnhofstraße zu Kauf an

Noch zehn Jahre später streiten sich Anwohner vor Gericht mit der Stadtverwaltung über die Kosten, die sie für den Straßenbau bezahlen sollen.

Der in Aussicht gestellte Ausbau der Bahnhofstraße wurde immer wieder von einem Jahr aufs andere verschoben, meist, weil in der Stadtkasse das Geld für andere Vorhaben gebraucht wurde.

Zuletzt hatte Baudezernent Krohn angekündigt, dass die Bahnhofstraße erst saniert werden kann, wenn die Stadt die neuen Baugrundstücke verkauft, die per Beschluss am Rand des Ortes neu geschaffen hat. Jetzt will die Stadt in Karwe zwei Baugrundstücke verkaufen, die sind gerade ausgeschrieben.

Von Reyk Grunow

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