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Ostprignitz-Ruppin „Kassandra“ beeindruckt im Kulturhaus
Lokales Ostprignitz-Ruppin „Kassandra“ beeindruckt im Kulturhaus
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13:03 26.02.2018
Nicole Vogel (2.v.l.) überreichte Ruth Schulze vom Kulti-Team drei große Scheine als Spende von der Sparkasse. Quelle: Sandra Bels
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Kyritz

Düster und auch ein bisschen bedrückend wirkt das Theaterstück „Kassandra“ am Montag im Kyritzer Kulturhaus. Cornelia Gutermann-Bauer vom Turmalin Theater steht allein auf der Bühne und gestaltet die 80 Minuten.

Sie ist „Kassandra“. Daran lässt sie keinen Zweifel. Eine Frau und eine beeindruckende Lichtinstallation mit nur ein paar Lampen – mehr braucht die Darstellung der 3000 Jahre alten Geschichte nicht. Die Zuschauer sind Schüler.

Stück erzählt von der Entdeckung der eigenen Kraft

Das Stück „Kassandra“ erzählt über die Entdeckung der eigenen Kraft, der Freiheit im Widerstand gegen Blendung und Betrug. Es ist zeitlos und damit durchaus aktuell. Es erinnert an die Ereignisse um den Krieg in Troja. „Kassandra“, die behütete Königstochter, glaubt, glücklich zu sein.

Doch feine Risse lassen ihr bald das Bild des Königshauses fragwürdig erscheinen. Sie fragt sich, wer ihr Vater ist und sie wird hellhörig. Die junge Frau entdeckt die heimlichen Kriegsvorbereitungen, fragt nach und gerät in Opposition und Widerstand. Und sie erkennt sich selbst, erfährt ihre eigene Kraft und ihre eigene Stimme.

Kassandra-Aufführung im Kyritzer Kulturhaus mit Cornelia Gutermann-Bauer. Quelle: Sandra Bels

Die eindrucksvolle Licht- und Schattenbegleitung lässt die Zuschauer erleben und nachvollziehen, was damals geschah. Die ausdrucksvolle Mimik und das Spiel von Cornelia Gutermann-Bauer beschreiben, wie hin und her gerissen „Kassandra“ ist. Sie zeigt sich impulsiv und voller Emotionen. Steht mal auf der Bühne und hockt dann am Boden, um sich kurze Zeit später wieder aufzurichten.

Im Publikum sitzen Elke und Hartmut Hanke aus Holzhausen. Das Ehepaar versuchte, das Stück begleitend zu der von ihnen im Kulti initiierten Weltethos-Ausstellung im November nach Kyritz zu holen. Das klappte jedoch wegen mangelnder Besucherzahlen nicht. „Nun freuen wir uns, dass das Team vom Kulturhaus unsere Idee aufnahm und unser Vorhaben jetzt verwirklicht“, sagt Hartmut Hanke.

Geldgeber aus Berlin und Kyritz

Es erfüllt ihn mit Stolz, eine so erfolgreiche Bühne, wie das Turmalin-Theater, in Kyritz zu haben. Es tritt sonst zu großen Ereignissen wie den Kleist-Festspielen in Frankfurt (Oder) auf. Möglich gemacht haben die Aufführungen – am gestrigen Abend gab es eine weitere – private Geldgeber aus Kyritz und Berlin und die Stadt Kyritz.

Mit 800 Euro beteiligte sich die Sparkasse OPR an der Finanzierung. Nicole Vogel, Leiterin der Geschäftsstelle Kyritz Mitte, überreichte symbolisch das Geld vor der Aufführung.

Für den Montagabend war eine weitere Spendenübergabe angekündigt. Die Bundestagsabgeordneten Kirsten Tackmann (Die Linke) steuerte 200 Euro bei. Die anderen Spenden hatte das Ehepaar Hanke teilweise schon im November eingeworben.

„Sie sind dafür nicht nur von Haus zu Haus gelaufen, sondern haben auch Briefe geschrieben“, erzählt Ruth Schulze vom Kulti-Team. Sie kennt Hankes als engagierte Kyritzer, die sich gern für andere einsetzen und mit ihren Ideen begeistern würden.

Inszenierungen für eine Schauspielerin

Das Turmalin-Theater sind Cornelia Gutermann-Bauer und ihr Mann Günter. Sie studierte Theaterwissenschaft in Erlangen, gibt Schauspiel- und Sprechunterricht. Er absolvierte ein Studium der Geschichte und Germanistik in Erlangen, ist Bühnenautor und Regisseur und sorgt bei „Kassandra“ für die Lichteffekte. Das besondere am Turmalin-Theater: Es inszeniert Aufführungen für eine Schauspielerin. Die „Kassandra“-Bühnenfassung wurde von Christa Wolf autorisiert. Sie schrieb die Erzählung, die 1983 veröffentlicht wurde.

Von Sandra Bels

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