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Ostprignitz-Ruppin Katze tot im Hafenbecken – Opfer von Gewalt?
Lokales Ostprignitz-Ruppin Katze tot im Hafenbecken – Opfer von Gewalt?
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15:44 27.05.2016
Die kleine Lucy ist über die Regenbogenbrücke gegangen. Quelle: Privat
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Lindow

Es ist ein Bild, das Lajos Farkas nicht vergessen kann: die tote Lucy, die nass aus dem Lindower Hafenbecken gefischt wird. Am Dienstag vergangener Woche war die schwarz-weiße Katze von Lajos Farkas und Ariane Thomaschinski verschwunden. Als sie am Mittwochmorgen noch nicht wieder aufgetaucht war, begann Farkas zu suchen. In der Nachbarschaft, am Bahndamm, überall. Am Freitag kam der Anruf des Lindower Hafenmeisters: „Komm’ mal vorbei. Da liegt was im Wasser.“

Farkas und Thomaschinski können sich nicht vorstellen, dass ihre kleine Katze im See ertrunken ist. Freiwillig wäre sie niemals ins Wasser gegangen. Und wenn sie ins Wasser gefallen wäre, so hätte sie ans Ufer schwimmen können. Die beiden glauben eher, dass Lucy getötet und dann ins Wasser geworfen wurde. Am selben Tag, an dem Lucy im Hafen angespült wurde, wurde dort auch eine Decke angeschwemmt. Sehr ungewöhnlich nach Einschätzung des Hafenmeisters. Möglicherweise ist die tote Lucy in dieser Decke ins Wasser geworfen worden.

Lucy war sehr zutraulich

Lucy war eine ganz besondere Katze – sehr zutraulich. Sie begleitete Spaziergänger, die am Wohnhaus von Farkas und Thomaschinski vorbei hinunter zum Wasser gingen. „Alle hier kannten sie“, sagt Thomaschinski. Auf die Nachricht von Lucys Tod reagierten die Nachbarn schockiert und empört.

Thomaschinski hat schon viele Katzen besessen. Nie sei eine Katze so kommunikativ wie Lucy gewesen, sagt sie. „Sie hat einem geantwortet.“ Auch Thomaschinskis achtjähriger Sohn ist von dem Tod der Katze erschüttert. Nachts quälen ihn Alpträume. Auch er hing an dem Tier.

Vor gut einem Jahr hatte Lucy bereits einmal einen schweren Unfall erlitten. Was damals genau geschah, können Thomaschinski und Lajos nicht sagen. Möglicherweise war das junge Kätzchen in eine Tierfalle geraten. Ihr Bein war mehrfach gebrochen, eine Seite ganz aufgerissen. Zwei Wochen lang päppelte Lajos das geliebte Tier mit einer Pipette wieder auf. „So einen Unfall überlebt eigentlich kein Tier“, sagt er. „Sie war eine Kämpferin.“

Schwere Verletzungen

Nachdem die schweren Verletzungen verheilt waren, konnte Lucy mit der einen Pfote nicht mehr richtig abrollen. Ihre Besitzer nannten sie deshalb „Ballerina“. Klettern und rumstromern konnte sie trotzdem. „Sie hatte ihr Leben wieder“, sagt Thomaschinski.

Lucys Besitzerin ist zutiefst traurig. Und auch wütend. Es quält sie, nicht zu wissen, wie Lucy zu Tode kam. Vor gut einem Jahr hatte ein Unbekannter auf die Katze von Nachbarn geschossen. Ein gelbes Schild am Zaun bittet Lindower Katzenbesitzer seitdem, gut auf die Tiere aufzupassen. Die Katze eines anderen Nachbarn kam ebenfalls eines Tages schwer verletzt in den Garten zurück.

Nach diesen Vorfällen befürchten Thomaschinski und Farkas, dass auch ihrer Lucy Gewalt angetan wurde. „So zu sterben, hat sie einfach nicht verdient“, sagt Farkas. „Falls jemand irgendetwas gesehen hat, soll er sich doch bitte bei mir melden.“

Hinweise bitte an Tel.  0152/29 29 85 34.

Von Frauke Herweg

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