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Katzen und Käfer aus Keramik

Hakenberg Katzen und Käfer aus Keramik

Seit acht Jahren betreibt Susann Noeske-Heisinger mit ihrer Mutter Steffi Barchewitz die Hakenberg-Töpferei. Alles, was mit Gräsern, Käfern und anderem Kleingetier zu tun hat, ist Steffi Barchewitz Gebiet, ihre Tochter zeichnet für die beliebte Katzenserie verantwortlich, die es unter anderem als Geschirr gibt.

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Töpfermeisterin Susann Noeske-Heisinger (l.) und ihre Mutter Steffi Barchewitz ist in der Werkstatt.

Quelle: Peter Geisler

Hakenberg. Alles, was mit Wiese zu tun hat, stammt von Steffi Barchewitz, die Katzenmotive dagegen kreiert ihre Tochter Susann Noeske-Heisinger. Die 34-Jährige betreibt mit ihrer Mutter seit acht Jahren die Hakenberg-Töpferei. Das Duo ergänzt sich hervorragend.

Mutter und Tochter sind ein eingespieltes Team

„Alles, was mit Malen zu tun hat, mache ich. Das hat sich so ergeben“, sagt Steffi Barchewitz. Sie zeichnet die Motive des Wiesengeschirrs, das einen festen Platz im Sortiment hat. Es kreucht und fleucht: Zwischen filigranen Gräsern tummeln sich Libellen, Schmetterlinge, Ameisen und Käfer. Und jedes Jahr kommt ein neues Insekt dazu.

Katzenliebhaberin Susann Noeske-Heisinger zeichnet für die Katzenserie verantwortlich. Modell steht Mia, ihre Glückskatze, wie die Töpfermeisterin sagt. Die stand am ersten Tag, als sie mit der Produktion beginnen wollte, halb verhungert vor der Tür. Seitdem gehört sie zur Familie. Sie hat Werkstatt und Ausstellungsraum wie selbstverständlich als ihr eigenes Reich angenommen. Zwischen all den zerbrechlichen Produkten bewegt sie sich mit Grazie, zu Bruch geht nichts, wenn sie sich an Vasen, Tischlampen, Tassen und Krügen vorbei schlängelt, um sich dann in die Sonne im Fenster zu legen.

Praktisch für den Alltag und schön zugleich

„Es gibt ganz viele Leute, die sich für das Katzengeschirr begeistern“, sagt die Schöpferin, die sich nicht als Künstlerin, sondern als Kunsthandwerkerin sieht. Für sie steht der praktische Aspekt im Vordergrund, das Dekor an zweiter Stelle. „Die Tasse muss gut in der Hand liegen und spülmaschinenfest sein.“ Die 34-Jährige hat sich auf die Fayence-Herstellung spezialisiert. Das stand schon früh für sie fest. Dabei wird auf die rohe Glasur gemalt. Die Farbe sinkt dann in die Glasur ein, erklärt die Fachfrau.

Eine kleine Auswahl des  reichhaltigen Sortimentes der Hakenberg-Töpferei

Eine kleine Auswahl des reichhaltigen Sortimentes der Hakenberg-Töpferei.

Quelle: Peter Geisler

Bevor sie sich für die Töpferlehre entschied, hat sie sich für vieles interessiert. Konnte sich aber nur wenig vorstellen, was sie in ihrem Leben auf Dauer machen wollte. Bei ihrer Suche nach dem geeigneten Beruf landete sie immer wieder beim Handwerk und so bei der Töpferei. Drei Jahre dauerte die Lehre, zwei Jahre die Meisterausbildung. „Ich konnte alles ausprobieren“, sagt die junge Mutter.

Das tut sie noch heute, wie ihr Sortiment zeigt. Privat hat sie ihren festen Platz gefunden. Sie ist in Hakenberg angekommen. „Nach Berlin will ich nicht mehr zurück. Das hat hier viel Lebensqualität“, sagt sie.

In Hakenberg Wurzeln geschlagen

Das hat sie nicht immer so gesehen. Als ihre Eltern 1998  von Berlin nach Rüthnick zogen, war Susann Noeske-Heisinger 16 Jahre alt. „Wir haben den Wechsel von der Großstadt aufs Dorf keinen Tag bereut“, sagt Steffi Barchewitz. Ihre Tochter dagegen hat den Eltern den Umzug lange Zeit krumm genommen. Jetzt kann sie sich ein Leben in der Großstadt nicht mehr vorstellen. Ohne ihre Eltern wäre sie allerdings wohl nicht in Hakenberg gelandet. Die hatten das Haus dort gekauft, ohne dass es die Tochter zuvor gesehen hatte. Doch es passte. Die Familie und die Töpferwerkstatt wurden im Ort gut angenommen. „Die Eröffnung war aufregend und schön. Fast das ganze Dorf war hier“, erinnert sich Susann Noeske-Heisinger.

Für die Werkstatt und den Laden haben Mutter und Tochter viel Platz im Erdgeschoss. Den brauchen sie auch, denn das Sortiment wächst und wird erweitert. Ihre Waren präsentieren die beiden an den Wochenenden auf Töpfermärkten. Zwei Mal im Jahr stellen sie ihre Produkte aus, einmal zum Tag der offenen Töpferei, zum anderen zum ersten Advent. Dort sind dann neben den Geschirren, Vogeltränken, Lampen, Kerzenleuchtern auch zahlreiche Einzelstücke passend zur Weihnachtszeit zu sehen - und zu kaufen. Darauf bereiten sich die beiden Frauen schon jetzt vor. Und die Besucher dürfen gespannt sein, welches Katzenmotiv und welches Insekt sich die beiden Frauen in diesem Jahr haben einfallen lassen.

Von Dagmar Simons

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