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Ostprignitz-Ruppin Kaufhallen-Besitzer lässt nicht mit sich reden
Lokales Ostprignitz-Ruppin Kaufhallen-Besitzer lässt nicht mit sich reden
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16:53 09.10.2017
Sonne oder dunkle Wolken? Wie es mit der Immobilie an der Bach-Straße weitergeht, steht in den Sternen. Quelle: Matthias Anke
Kyritz

Mit den Bauarbeiten rund um die Kyritzer Bach-Straße scheint der dort gelegene einstige Supermarkt etwas aus der öffentlichen Wahrnehmung gerückt zu sein. Doch wenn die Bauzäune bald verschwunden sind und die neuen Gehwege zum Flanieren einladen, dürfte diese – für Kyritzer Verhältnisse – riesige leerstehende Immobilie wieder jedem Passanten ins Auge fallen. In der Stadt aber gaben viele ihre Hoffnung längst auf, dass sich dort wieder etwas Richtung Lebensmittelversorgung ergeben könnte. Zuletzt machte nun auch Angela Schulz von der Bauverwaltung einmal mehr klar, wie sehr Stillstand in dieser Sache herrscht: „Der Eigentümer reagiert nicht auf unsere Bestrebungen, dort etwas zu entwickeln“, sagte sie jüngst auf Nachfrage vor den Stadtverordneten.

Für diese hatte sich das Problem bereits vor jetzt fast zwei Jahren abgezeichnet: Als bekannt wurde, dass die Immobilie verkauft werden soll, beschlossen sie Ende 2015, einen Bebauungsplan aufstellen zu lassen. Damit sollte abgesichert werden, dass dieses Areal auch zukünftig als ein Standort für die Nahversorgung im Stadtzentrum genutzt wird. Und tatsächlich folgte im anschließenden Frühsommer der Verkauf.

Eigentümer soll offenbar nicht genau gewusst haben, was er erwarb

Die Deutsche Grundstücksauktionen AG ließ den „Supermarkt Kersten“ samt benachbartem Imbissgebäude für 160 000 Euro unter den Hammer kommen – was dem Mindestgebot entsprach. Der Mieter und Marktbetreiber Klaus Kersten schloss das Geschäft. Die über Jahre hinweg dauernde Sanierung der angrenzenden Bach-Straße, sein eigenes Alter und die eigentumsrechtlichen Unwägbarkeiten galten als Gründe dafür: Das Haus gehörte der Brandenburgischen Konsumgenossenschaft mit Sitz in Potsdam. Das Unternehmen mit Wurzeln in der DDR-Zeit befand sich seit Jahren in einem Insolvenzverfahren. Der Sanierungsbedarf stieg unterdessen immer weiter an. Ob das dem neuen Eigentümer nicht klar genug war, was genau er dort erwarb?

Vor genau einem Jahr, im Herbst 2016, ermächtigten die Stadtverordneten die Bürgermeisterin Nora Görke, „bei Bedarf Verhandlungen zum Erwerb des Grundstücks Johann-Sebastian-Bach-Straße 20 aufzunehmen“. Danach ergab Anfang dieses Jahres eine Umfrage unter MAZ-Lesern, dass sich auch viele von ihnen wieder einen Lebensmittelmarkt im Stadtzentrum wünschen. Erst im März stellten sich dann Vertreter des neuen Eigentümers nach monatelangen Kontaktversuchen im Kyritzer Wirtschaftsausschuss nichtöffentlich vor. Wenig später ließ Bürgermeisterin Nora Görke bei einer Kreisseniorenbeiratssitzung blicken, wie groß das „Problem Kaufhalle“ ist: „Die ist gekauft worden von jemandem, der keine Ahnung hatte, wo Kyritz liegt, und auch nicht weiß, was er da machen wird.“ Sie befürchtete, das Thema werde die Stadt noch eine Weile begleiten – und behielt recht.

Von Matthias Anke

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