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Ostprignitz-Ruppin Kaum Aussicht auf einen Radweg
Lokales Ostprignitz-Ruppin Kaum Aussicht auf einen Radweg
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00:19 17.06.2017
Radler nach Neustadt müssen die Fahrbahn nutzen. Quelle: Alexander Beckmann
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Zernitz

Für die Zernitzer hatte Neustadts Amtsdirektor Dieter Fuchs bei der jüngsten Sitzung des Amtsausschusses schlechte Nachrichten. Ihr Streben nach einem Radweg in Richtung Neustadt hat wenig Aussicht auf Erfolg. Gemeindevertreter und Amtsausschussmitglied Günter Kopka hatte im April eine entsprechende Anfrage formuliert.

Zumindest nicht ganz aussichtslos ist hingegen die Hoffnung auf eine Verbindung an der Landesstraße 14 von Zernitz Bahnhof nach Kyritz. Amtsdirektor Dieter Fuchs verwies auf den Landesbetrieb Straßenwesen. Der habe einen Radwegebedarfsplan erstellt, der den Lückenschluss zwischen Zernitz Bahnhof und Holzhausen beinhaltet. Für die Realisierung werde der Zeitraum zwischen 2021 und 2025 ins Auge gefasst.

Zu wenig Verkehr auf der L 141

Kaum Chancen bestehen allerdings für eine Verbindung entlang der Landesstraße 141 nach Neustadt. Die hat es bislang nicht in den Radwegebedarfsplan geschafft. Begründung: das geringe Verkehrsaufkommen. Mehr als 2500 Fahrzeuge am Tag müssten es schon sein, um der „Empfehlung für Radverkehrsanlagen ERA 2010“ zu entsprechen.

Die Bürgermeisterin der Gemeinde Zernitz-Lohm Sigrid Schumacher ist mit diesen Informationen überhaupt nicht zufrieden. „Das Problem ist, dass wir Kinder haben, die zur Schule fahren“, sagt sie. „Bis zum Sportplatz geht’s ja, aber dahinter gibt’s keinen Radweg.“ Betroffen seien vor allem auch die Neuendorfer. Dort gebe es ebenfalls Kinder, von denen ein Teil nach Zernitz zur Kita müsse und ein anderer nach Neustadt in die Schule.

Feldweg ist kaum eine Alternative

An Neuendorf vorbei geht auch der Alternativvorschlag der Amtsverwaltung, den Feldweg von Zernitz in Richtung Plänitz zu nutzen, denn der kommt dem Ort nicht einmal nahe. Nur für die Zernitzer könnte die Strecke eine Lösung darstellen. Sie ist sogar knapp einen Kilometer kürzer als die Landesstraße. Wie es mit der Passierbarkeit bei schlechtem Wetter aussieht, steht allerdings auf einem anderen Blatt.

„Ich finde es eine Frechheit zu sagen, da fahren zu wenige Autos“, ärgert sich die Bürgermeisterin. „Es wäre schon schön, wenn es wenigstens bis Neuendorf einen Radweg gäbe.“

Von Alexander Beckmann

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