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Ostprignitz-Ruppin Kein Geld für Windkraftgegner
Lokales Ostprignitz-Ruppin Kein Geld für Windkraftgegner
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00:18 21.05.2016
Rossows Ortsbeirat verschaffte sich einen Überblick über mögliche Windparks in der Nähe des Ortes. Quelle: Christian Bark
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Rossow

Ihre persönliche Einstellung gegenüber der Stromerzeugung durch Windkraft mussten die drei Mitglieder des Ortsbeirats in Rossow am Dienstagabend hinten anstellen. Bei der Entscheidung, ob der Ort die Kampagne zum geplanten landesweiten Volksbegehren für größere Mindestabstände von Windrädern zu Wohnhäusern sowie gegen Windräder im Wald finanziell unterstützen sollte, kamen die Beiratsmitglieder dennoch ins Diskutieren. „Irgendwoher muss der grüne Strom ja kommen“, sagte Ortsbeirat Hartmut Gohlisch. Auf der anderen Seite betonte Ortsvorsteherin Nicole Rösler, dass die Netzentgelte gerade in Regionen, wo viele Windparks stehen, besonders hoch sind.

„Im Grunde geht es um eine Art Spende für die Volksinitiative“, machte Rösler das Anliegen der Windkraftgegner deutlich. Mit dem Geld könnten Plakate für die Kampagne gedruckt und diese mit Billigung des Ortsbeirats an Laternen oder Straßenschildern angebracht werden. „Die paar Kröten, die wir von der Stadt bekommen, sollten wir sinnvoller einsetzen“, äußerte sich Ortsbeirat Christoph Licht. Und auch Gohlisch hatte mit einer Unterstützung der Kampagne so seine Bauchschmerzen, wie er sagte. Fest stand für die drei Ortsvertreter jedoch, dass sich der Beirat auf gar keinen Fall politisch für oder gegen die Initiative aussprechen sollte.

Kein politisches Statement zum Volksbegehren

Darauf verwies auch Wittstocks Vizebürgermeister Dieter Herm, der als Rossows Pate aus der Stadtverwaltung ebenfalls bei der Sitzung zugegen war. Allerdings machte er auch darauf aufmerksam, dass in der Region bereits genügend Strom erzeugt werde und dieser zum Teil gar nicht vernünftig in der Bundesrepublik verteilt werden könnte.

Ein Blick auf die Umgebungskarte, welche potenzielle Windeignungsgebiete für Rossow auswies, verdeutlichte dem Beirat, dass der Ort nur am Rande von möglichen Windparks betroffen wäre. „Außerdem können wir nichts tun, wenn sich jemand privat ein Windrad auf seinem eigenen Grund und Boden aufstellt“, sagte Hartmut Gohlisch. Für ihn wäre die Sache ein „zweischneidiges Schwert“, weshalb er seine Entscheidung dazu auf das Ende des öffentlichen Sitzungsteils verschob. Dann entschied er sich dagegen. Von Rossow wird es deshalb also keinerlei finanzielle Unterstützung für die Initiative geben. Und auch das Anbringen von Plakaten an öffentlichen Laternen werde nicht gestattet, wie Rösler erklärte. Auf Privatgrundstücken sei das jedoch möglich.

Von Christian Bark

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