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Kein Geld für die Grünpflege

Neustadt Kein Geld für die Grünpflege

Beete und Grünanlagen in Neustadt schießen ins Kraut, weil die Kommune für die Pflege kein Geld mehr hat. Die Stadtverordneten diskutierten am Montag über ehrenamtliche Unterstützung und externe Dienstleister. Eine schnelle Lösung fand sich nicht.

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Wegen der Mittelkürzungen sind die Mitarbeiter des Neustädter Amtsbauhofes immer seltener auf den Grünflächen unterwegs.

Quelle: Alexander Beckmann

Neustadt. Saftiges Grün, wohin das Auge blickt. Den Neustädter Stadtverordneten bereitet das zunehmend Sorge. Bei der Sitzung am Montag stand das Thema sogar ausdrücklich auf der Tagesordnung.

„Der Pflegezustand in der Stadt und in den städtischen Anlagen ist nicht befriedigend“, stellte Christian Kirsch (CDU) fest und keiner in der Runde widersprach. Das Stadtbild wird zunehmend in Mitleidenschaft gezogen, war man sich einig.

Haushaltsdisziplin kontra Stadtbild

Allerdings, so Kirsch, verfüge die Kommune derzeit kaum über Möglichkeiten zur Abhilfe. Bereits vor zwei Jahren hatte Neustadt (wie andere Kommunen im Amt) angesichts der Haushaltslage deutliche Kürzungen bei den Leistungen des Amtsbauhofes beschlossen. Im vergangenen, recht trockenen Jahr ging das halbwegs gut. Doch nun sind die Folgen unübersehbar. Im Park Amtsfreiheit zum Beispiel steht das Kraut stellenweise hüfthoch.

Nun sucht man Auswege. Mehr Geld für die Grünpflege ist, wenn überhaupt, frühestens mit dem Haushalt 2018 drin. Die Kommune setzt ihre Hoffnung aktuell daher auf die Unterstützung der Bürger. Erste Gespräche mit Unternehmen und Ehrenamtlern habe es gegeben, berichtete Cristian Kirsch, „Es gibt auch einzelne Ergebnisse. Aber das reicht alles natürlich nicht aus.“

Hoffnungsträger Ehrenamt

Für Amtsdirektor Dieter Fuchs ist die Misere angesichts der Einsparungen keine große Überraschung. Allerdings hält er ehrenamtliche Lösungen für durchaus machbar. „Wenn jeder Stadtverordnete in seinem Bereich die Leute anspricht, kann das funktionieren. Es gelingt ja auf den Dörfern. Warum soll es in der Stadt nicht gelingen?“

Da gingen die Meinungen auseinander. Während Alexander Bleick (CDU) meinte: „Das grundsätzliche Interesse, einen Beitrag zu leisten, ist bei den Bürgern da“, befand sein Fraktionskollege Edmund Bublitz: „Das allein den Bürgern zu überlassen, funktioniert nicht.“

Auch Marko Redel hält ehrenamtliche Arbeitseinsätze nicht für eine nachhaltige Lösung. Er forderte die Suche nach externen Dienstleistern. Der Amtsbauhof sei angesichts der Verwaltungskosten einfach zu teuer.

Aussichten für die Amtsfreiheit

Diesen Vorwurf wies Amtsdirektor Dieter Fuchs zurück: Auch Firmen wollten für ihren Aufwand bezahlt werden. Vor längerer Zeit hatte die Verwaltung im Zuge der Haushaltsdiskussion bereits einmal Kostenangebote eingeholt. Die waren allerdings auch nicht günstiger als die Leistungen des Bauhofes.

Laut Dieter Fuchs besteht aktuell wenigstens für die Amtsfreiheit etwas Aussicht auf Abhilfe: Es hätten sich einige Bürger gefunden, die zumindest einmal die Wiesen mähen wollen.

Derweil wurde am Montag auch die Straßenreinigung kritisiert. Seit Jahresbeginn setzt Neustadt dabei auf einen professionellen Dienstleister: die Abfallwirtschaftsunion (Awu) – und auf Anliegerbeiträge. Doch an diversen Standorten schießt in den Rinnsteinen das Kraut in die Höhe. Amtsdirektor Dieter Fuchs geht von Anlaufschwierigkeiten bei der maschinellen Reinigung aus. „Wir sind mit der Awu im Gespräch, weil uns die Reinigung nicht zufriedenstellt.“

Von Alexander Beckmann

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