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Ostprignitz-Ruppin Kein Ortsvorsteher in Sicht
Lokales Ostprignitz-Ruppin Kein Ortsvorsteher in Sicht
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00:14 27.02.2018
Grundsätzlich verfügt Ganzer über eine aktive Dorfgemeinschaft. Das zeigt sich nicht nur beim Dorfputz im Frühjahr. Quelle: Matthias Anke
Ganzer

Der Wusterhausener Ortsteil Ganzer bleibt vorerst ohne Ortsvorsteher. Seit dem Rücktritt von Peter Weller zum 1. Oktober des vergangenen Jahres ist die Stelle vakant.

Und nicht nur diese. Weller hatte auch den Vorsitz des Jagdvorstandes abgegeben. In dem Fall wird laut Landesgesetz der Chef der Kommunalverwaltung bis zur Neubesetzung in die Pflicht genommen. Wusterhausens Bürgermeister Roman Blank ist also „Notjagdvorstand“, wie es amtlich heißt. Dabei spielt es keine Rolle, dass er in diesem Metier fachlich keinerlei Neigungen oder gar Qualifikationen aufweist.

Eine Versammlung im Dorf sollte kürzlich nun gleich doppelt für neues Personal werben. Wusterhausens Bürgermeister richtete einen Appell an die zahlreich gekommenen Einwohner. Es gab auch einen Vorschlag aus der Runde, doch die genannte Kandidatin lehnte es ab, selbst den Posten der Ortsvorsteherin zu besetzen. Auch der frei gewordene Stuhl im Jagdvorstand bleibt nach wie vor unbesetzt.

Von den 22 Ortsteilen der Großgemeinde haben derzeit drei keinen Ehrenamtler an der Spitze. Denn bereits bei der Kommunalwahl 2014 fehlte es in Sechzehneichen und Blankenberg dafür an Bewerbern.

Zu allem Überfluss verkündete Bürgermeister Roman Blank nun bei der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am Dienstag, dass zum 28. Februar auch Kathrin Maltzahn aus Tramnitz ihr Amt niederlegen werde. „Für die Bürger ist es wenig hilfreich, keinen direkten Ansprechpartner und keine Kontaktperson zum Rathaus zu haben“, bedauerte Bürgermeister-Vize Jürgen Gottschalk. Er findet es schade, dass es in Ganzer keine Lösung gegeben habe, auch nicht aus den Reihen des Vereins „Kirche und Dorf“. Dessen Vorsitzender Wolfgang Wagner verwahrt nun zumindest den Schlüssel zum Dorfgemeinschaftshaus.

Auch aus organisatorischen Gründen sind die Ortsvorsteher wichtige Personen, zum Beispiel bei Wahlen. Davon stehen in diesem Jahr wenigstens zwei an.

Am 22. April ist im Landkreis Ostprignitz-Ruppin eine neuer Landrat zu bestimmen, am 30. September Bürgermeisterwahl in Wusterhausen. In beiden Fällen kann es dazu kommen, dass die Wahlvorstände gleich doppelt gefordert werden, dann nämlich, wenn sich zwei Wochen nach den ersten Terminen Stichwahlen erforderlich machen.

Der Ortsteil Ganzer ist im kommenden Jahr Teil der kreisweiten Aktion „Fontane 200“. Katharina Zimmermann, Leiterin des Wusterhausener Wegemuseums, stellte bei der Einwohnerversammlung in der vergangenen Woche die lokalen Vorhaben anlässlich des 200. Geburtstages von Theodor Fontane vor. Der hatte dem Dorf in seinen „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ einst ein literarisches Denkmal gesetzt.

Von Wolfgang Hörmann

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