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Kein Platz in Heiligengrabe

Bauland gesucht Kein Platz in Heiligengrabe

Das Dorf Heiligengrabe ist ob seiner Infrastruktur und verkehrsgünstigen Lage bei potenziellen Bauherren so beliebt, dass es dort nahezu kein Bauland mehr gibt. Verwaltung und Ortsbeirat wollen das ändern und ziehen dabei an einem Strang. Ein kompliziertes Verfahren behindert ihre Arbeit.

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Am Spatzenberg entstanden etliche neue Häuser.

Quelle: Björn Wagener

Heiligengrabe. „Wir können nichts anbieten“ – wer im Dorf Heiligengrabe ein Haus bauen möchte und sich mit der Frage nach Bauland an Bürgermeister Holger Kippenhahn wendet, wird diesen Satz von ihm hören. Denn in dem Ortsteil der gleichnamigen Gemeinde ist buchstäblich kein Platz mehr. „Von kommunaler Seite ist nichts mehr da, allenfalls noch wenige Einzelflächen von privaten Anbietern“, sagt Kippenhahn. Andererseits sei aber gerade Heiligengrabe bei potenziellen Bauherren und Zuzüglern sehr beliebt. Denn der Ort bietet eine vergleichsweise üppige Infrastruktur – mit Kita, zwei Schulen, dem Kloster, dem Philipps-Markt und nicht zuletzt dem Krono-Werk als möglichen Arbeitgeber vor der Haustür. Außerdem liegt Heiligengrabe verkehrsgünstig, vor allem wegen der nahen Autobahnauffahrt. „Dadurch hebt sich Heiligengrabe von allen anderen Ortsteilen ab“, so Kippenhahn. Deshalb gebe es viele Nachfragen nach Bauland – umso bedauerlicher für die Gemeinde, sie nicht erfüllen zu können.

Gespräch mit Landeigentümern

Doch dieses Problem soll jetzt gelöst werden. Die Verwaltung arbeitet gemeinsam mit dem Ortsbeirat daran, neue Flächen für Bauherren zu schaffen. Nach einer ersten Betrachtung fiel die Wahl bislang auf drei unterschiedlich große Flächen. Wo diese genau liegen und wie groß sie konkret sind, darüber wollen Gemeinde und Ortsbeirat noch nicht öffentlich sprechen, weil das Ganze erst in den Kinderschuhen steckt. „Wir müssen zunächst einmal mit den Landeigentümern darüber reden, inwieweit eine gemeinsame Herangehensweise an den Flächennutzungsplan möglich ist“, sagt Bürgermeister Holger Kippenhahn. Denn sollte man sich mit einem Landeigentümer nicht einigen können, dann würde sich das ins Auge gefasste Gebiet entsprechend verkleinern. „Es geht insgesamt um eine Fläche für rund 20 Häuser“, sagt Kippenhahn, weist aber gleichzeitig darauf hin, dass das nur eine grobe Richtlinie sei, so lange nicht mit den Landeigentümern verhandelt wurde. Erst danach könne ein Bebauungsplan erstellt werden und sich ein Planer mit Fragen der Erschließung beschäftigen. Bauamtsleiterin Andrea Asse betonte vor diesem Hintergrund auf der jüngsten Ortsbeiratssitzung in Heiligengrabe, dass das als Innenbereich geltende Gebiet Heiligengrabes nicht einfach beliebig vergrößert werden könne. Vielmehr gebe der Gesetzgeber klare Linien vor, wo Grenzen für die Innenbereichssatzung gezogen werden können und wo nicht – ein mitunter kompliziertes Verfahren.

Von Björn Wagener

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